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UM-Reihe auf der Sequoiafarm
Bernhard:
--- Zitat von: Mick Rodella am 12-November-2013, 00:06 ---
Nach dem mittelfristigen Exitus der Reihe wäre der UM auf der SEQUOIAfarm massiv unterrepräsentiert, die verbliebenen stehen alle eher schamhaft versteckt.
Speziell an Leute mit langjähriger Erfahrung: würdet ihr einen neuen Versuch mit Metasequoia in diesem Bereich wagen? Lockerer gepflanzt, das ist klar.
--- Ende Zitat ---
Hallo Micha,
das sehe ich auch so. Vielleicht könnte man diesbezüglich Kontakt mit der Mainau aufnehmen ? Hat dort ein Gärtner/Botaniker Erfahrungen ?
Leider sind erneute Versuchsergebnisse erst in Jahren (Jahrzehnten) zu beantworten.
Gruß,
Berni
xandru:
Hallo,
Im Stromberg-Gebiet soll es auch UM-Anpflanzungen gegeben haben. Ob die nun von den Mäusen gefressen wurden (ich weiß nicht, wo ich das gelesen habe) oder ob sie vom Pilz dahingerafft wurden, kann ich nicht entscheiden. Aber in meiner Gegend sind Wald-UMs generell etwas sehr seltenes.
Auf jeden Fall hat der Untergrund auf der Farm ganz andere Eigenschaften als die extrem guten UM-Standorte am Bodensee (siehe hier).
Wenn ich es recht weiß, weisen Rhododendren auf ein saures und nährstoffarmes Medium hin; in meiner Gegend gibt es kaum Rhododendren. Auch Sandboden und Kiefern (vermutlich mit Heidelbeeren) kenne ich in unserer Gegend kaum; im Rheintal, um Nürnberg oder in Brandenburg würde mich das nicht wundern (Sand!).
Ferner scheint mir die Wasserversorgung für UM auf der Farm zu gering. Mir fallen gerade keine UMs mit „nassen Füßen“ ein; das ist eher ein Fall für SZ. Aber in der Nähe eines Gewässers stehen sie doch recht gerne. Offenbar verträgt der UM Trockenperioden noch schlechter als der BM.
Insofern neige ich zur Unterstützung von Bernts These, dass die Farm für alle drei Mammutbaum-Arten kein guter Standort ist. Die UMs sind offenbar dabei sich zu verabschieden. Bei den BMs ist es eine Frage von Jahrzehnten, bis die Wasserversorgung für die rapide wachsende Biomasse nicht mehr ausreicht.
Einzig die KMs sind in dieser Gegend sowieso unterversorgt. Ich vermute, das Wachstum bleibt weit hinter guten Standorten zurück; so werden sie im Gegensatz zu den BMs noch nicht gleich in den nächsten Jahren verdursten. Jedenfalls muss ich bei den Karten der dicksten und der höchsten KMs in Europa zu dem Schluss kommen, dass diese Spezies nordöstlich einer Linie Belfast–Paris–Bern–Venedig nicht wächst, sondern mickert. In Frankreich gibt es Dutzende von alten KMs und in Deutschland kaum ein halbes Dutzend.
Skeptische Grüße,
Wolfgang
Waldläufer:
Hallo,
denke mal sollte bei den naheliegenden Faktoren bleiben und zweitens ist das alles nichts neues.
Beim Fund der Um in China wurden sicherlich die besten Exemplare zwecks Samen beerntet, das waren Fachleute.
Daß bei uns anfangs nur ganz wenige Sämlingsbäume standen weiß fast jeder. Diese wurden dann übermäßig vegetativ vermehrt.
Die Spannrückigkeit ist also beim Klon mit dabei - vermutlich aber standortabhängig.
Habe mal glaube ich gelesen, daß starke Düngung ebenfalls Pilzbefall fördern kann. Wenn es stimmt, vielleicht hat man die Allee
bevorzugt gedüngt. Wie Wolfgang nochmals erwähnt hat ist Um besonders feuchtigkeitsliebend - wird auch als Wasserlärche bezeichnet. Wenn jetzt der Standort wie man hört eher suboptimal ist sollte man sich auch nicht übermäßig wundern, wenn Krankheiten auftreten. Der Wurzelschwamm bringt die Bäume nicht um, sondern beeinträchtigt nur die Standsicherheit.
Da der Pilz am gleichen Standort nicht auszurotten ist, ist erneuter Befallsdruck gegeben. Da einzeln stehende offenbar nicht so befallen sind mag man für diese weitere Hoffnung haben. Evtl. auch zusätzliche Wässerung nötig.
Viele Grüße Bernt
Bischi:
Interessante Diskussion, bin immer wieder hin und her gerissen.
Bodenprobleme,,- gut möglich, aber warum nur genau bei der Reihe, andere UM's auf der Farm und in der Umgebung sehen,- bei gleichen Bodenverhältnissen, wesentlich besser aus. Schaue ich mich in Kaldenkirchen um fallen mir gleich mehrere Dutzend prächtiger UM ein, nicht vergessen, die UM-Straßenbaumallee in der Nähe der Stadtwerke, zum mageren Sandboden kommen da noch massive Versiegelungsprobleme hinzu. Aber die Bäume wachsen prima.....und die wässert bestimmt niemand.
Bevor da nun neue UM gepflanzt werden sollten wir die genaue Ursache der Schädigungen kennen.
Die Edeltannen in der Umgebung, sowie auf der Farm sehen allerdings alle recht schütter aus, keine der Tannen hat auch nur annähernd eine voll benadelte Krone, denen bekommt durchweg der Boden (oder das Klima) wohl nicht ganz so doll.
Wäre auch mal interessant zu wissen, wie die UM nach Deutschland, besonders nach NRW gekommen sind.
Ich weiss von der Gärtnerei der Stadt Bochum, das dort in den 60er und 70er Jahren massiv UM vegetativ vermehrt wurden.
Ich befürchte stark, das bei den uniform aussehenden Ruhrgebiets-UM keine große Genvielfalt vorhanden sein dürfte.
Wer weiss da mehr?
Kaffeebrauchender Gruß vom Jürgen
Waldläufer:
Hallo Jürgen,
daß Straßenbäume im Sommer öfters gewässert werden habe ich beobachtet.
Das wäre also im Westen nichts neues.
Als weitere Schadenssituation gäbe es wie schon früher angedeutet, die Möglichkeit daß in Vorgängerzeit doch intensiver
gewässert wurde. Da hätten die Um mit ihrem Wurzelwerk jetzt ein Problem.
VG Bernt
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