Mammutbäume (öffentlicher Bereich) > Mammutbäume melden

UM-Reihe auf der Sequoiafarm

<< < (16/28) > >>

Mick Rodella:
Hab hier noch ein Luftbild vom Juni.
Vielleicht ist diese Perspektive hilfreich, der Umfaller war wirklich extrem mickrig.

Bischi:
Hallo Chris
Du könntest mit den Inzuchtdepressionen durchaus recht haben.
Hab mir, auch zusammen mit Denniz und Micha-Tuff Gedanken gemacht, warum grade diese UM's kränkeln, alle anderen der Farm (wenn auch nicht so supervital aussehend) sind aber augenscheinlich gesund, wie beim Treffen mit Micha untersucht.
Es gibt neben der Reihe noch einen UM direkt neben der Reihe, und 5  weiter UM auf der Farm.
Der Stammstärkste neben dem Zwiesel-KM, einer vorne rechts neben dem Eingansweg zwischen anderen Bäumen, einer hinter der Wiesen-BM-Gruppe, einer am Bungalow und einer eingekeilt zwischen den KM. All diese Bäume haben keine UM-Nachbarn
Der Boden ist bei allen Bäumen der Selbe, Trockenheit ebenfalls überall gleich, Lichtbaum,- die UM-Reihe hat neben dem Zwiesel-UM noch am meisten Licht, alle Bäume stehen recht dicht mit anderen Baumarten zusammen.
Der einzige Unterschied scheint die zu enge Pflanzung der selben Baumart der Reihe zu sein.,- da passt deine Vermutung recht gut.
Auffallende Grüße vom Jürgen

sequoiaundco:
Von irgendwem, irgendwo hörte/las ich mal, dass die Martins irgendwann auch mal zwei Sämlingspflanzen bekamen. Da endet leider die Geschichte oder mein Gedächtnis.

chris (sequoiaundco)

Waldläufer:
Na ja,
die Um entstammen doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alle der selben Charge.
Das heißt waren Stecklinge wie es zu der Zeit wohl war womöglich nur eines vermehrten Baumes ob in der Reihe
oder einzeln auf der Farm. Wieso soll die Reihe aus identischen Stecklingen bestehen und die anderen eine
andere Herkunft haben. Der Befall liegt vermutlich an den engen Abständen innerhalb der Reihung.
Einzeln stehend konnte sich der Um aufgrund rasanten Wachstums vermutlich gegen andere Nachbarn besser durchsetzen
und steht deshalb gesünder da. Daß Um in Waldlagen pilzgefährdet ist, auch Hallimasch, wird u. a. auch von Nimsch berichtet.
Mit Genetik etwas sparsam umgehen.
                                                            Viele Grüße            Bernt

Mick Rodella:
Hallo Bischi,

das sind ja keine Sämlinge, also auch keine Inzuchtdepression. Stecklinge von spannrückigen Exemplaren (vermutlich der dicke beim Zwiesel-KM) tragen diesen Gen-Defekt in sich und sind weder für Waldbau als auch für enge Alleepflanzungen geeignet. Die Martins konnten das nicht wissen. Gleiches Phänomen, aber weitere Abstände: Mainau-Allee. Die monströsen Wurzeln dieser Exemplare sind bekannt, da fällt so schnell nix um. Woher diese in China weitgehend unbekannte Neigung kommt, ist nicht ganz klar, möglicherweise war beim chinesischen Mutterbaum tatsächlich Inzucht im Spiel.

Als Solitär offensichtlich problemlos, gerade diese Bäume neigen zur übermäßigen Ausbildung von ausladenden Stützwurzeln. Bei solchen massiven Wurzelsystemen hat eine partielle Zersetzung des Kernholzes wahrscheinlich weit weniger dramatische Folgen als bei den spannrückigen Exemplaren, denen der Platz für die Ausbildung dieser Wurzeln fehlt. Die Fruchtkörper sitzen vor allem in den Kehlungen, die waren sogar im Sommer feucht!

Soweit ich weiß, hat Chris auch Exemplare in seinen Beständen, die diese Neigung nicht zeigen. Frage: weniger Angriffsfläche für Pilze am Stammfuß? Wann zeigt sich bei Nachpflanzung Spannrückigkeit?
Wie gesagt, bei großen Abständen wohl kein Problem.

Nach dem mittelfristigen Exitus der Reihe wäre der UM auf der SEQUOIAfarm massiv unterrepräsentiert, die verbliebenen stehen alle eher schamhaft versteckt.

Speziell an Leute mit langjähriger Erfahrung: würdet ihr einen neuen Versuch mit Metasequoia in diesem Bereich wagen? Lockerer gepflanzt, das ist klar.

LG Micha

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln