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UM-Reihe auf der Sequoiafarm

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sequoiaundco:
Hallo Bischi,
da war deine Heilpraktikerin sicher nur zu Fuß unterwegs. Nicht 4 sondern heute noch 47 km lang ist die Allee, früher sogar 60 km.

s.  http://weddles.co.uk/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/Arboricultural-Journal-The-creation-of-the-longest-avenue-in-the-world.pdf

Insgesamt 400 km Straße werden in Pizhou von ca. 5 Mill. Metasequoia begleitet. 

chris

Bischi:
Hallo Chris
Danke für die Info und den interessanten Link, mag auch gut sein dass ich die gute Frau falsch verstanden habe.
Schon irre, eine 47 km lange Allee....
Beeindruckte Grüße vom Bischi

Tuff:
5 Millionen !

Ich muß leider ein paar pessimistische Anmerkungen machen:

Nach den Fotos auf Seite 4 zu urteilen, entfallen in den nächsten Jahrzehnten maximal 4 von 5 Bäume je Reihe, und wo enge Doppelreihen gepflanzt wurden, noch einige mehr. Also circa 4 Millionen Bäume wurden langfristig 'umsonst' gepflanzt. Ich halte das für eine große Verschwendung, aber man wollte natürlich daß es 'sofort nach was aussieht'. Man hätte aber zur Auffüllung auch zwischen die Bäume Azaleen o.ä. pflanzen können.

Außerdem werden generell alle Hauptverbindungsstraßen in den nächsten Jahrzehnten um einige Spuren verbreitert (der Wandel zur Autofaher-Nation ist in China gerade erst angelaufen) - auch wenn man zunächst den Standstreifen umfunktioniert. Zudem beulen die Wurzelansätze der direkt an den Teer gepflanzten Bäume diesen nach und nach hoch, daher kann man ihn dann nicht mehr sicher befahren.
Das bedeutet, man kann froh sein, wenn überhaupt ein paar Kilometer der Allee erhalten bleiben.
 
Die Pflanzung geschah in den 70er Jahren. Ich glaube kaum daß man damals soviel Saatgut sammeln konnte. Es werden größtenteils Stecklinge gewesen sein, eventuell Meristemklone. Dennoch braucht man für 5 Millionen Pflanzen eine Menge Material, und ich beginne zu ahnen wieso die größeren Bäume in Sichuan damals bis in die Krone aussahen wie mit dem Rasenmäher bearbeitet. Also hohe Stangen mit Zweigbüscheln dran. in der Fachliteratur hieß es, zur Zweig-Gewinnung beerntet, aber wozu die Zweige eigentlich gebraucht werden, wusste keiner. Ich dachte zuerst an Viehfutter, aber besonders überzeugend war das nicht, weil die Nadeln kaum Nährwert haben.

Ich hoffe nur daß den Chinesen der Gesichtspunkt der Genetik bewußt war. Selbst wenn es 'nur' Straßenbäume sind...

Odysseus:
Hi Tuff,

nicht so pessimistisch. Wenn da ein paar Bäumchen wegfallen. Na, wenn schon.

Sicher, China wird immer stärker motorisiert. In den großen Städten gibt's ja schon lange Fahrbeschränkungen.
Aber das Land wird immer stärker entvölkert. Die Autobahnen außerhalb der Großstädte, und die gibt's auch, sind teilweise so leer, dass da Fahrradfahrer, Rikschafahrer drauf fahren, und Straßenarbeiter die Fahrbahn mit Reisstrohbesen kehren. - Hab ich selbst im Oktober 2008 gesehen. Aus dieser Zeit auch die Bilder.

An den Autobahnen entlang sind häufig massive Betonmauern, und die Metas stehen doch oft weit weg von den Fahrbahnen. Die Sorge, dass die da zu dicht an die Fahrbahn gepflanzt haben, aus Unwissenheit zum Beispiel oder Nachlässigkeit, die teile ich nicht.
Gerade auch die neu angelegten parkähnlichen Anlagen um oder in Industriegebieten können es mit denen in Europa, was Anmut und Erholungswert angeht, oft aufnehmen oder übertreffen, was man hier findet.

Die Bilder sind auf der Autobahn von Shanghai zu einem kleinen, so genannten Wasserdorf, aufgenommen.

Viele Grüße

Walter

Bernhard:

--- Zitat von: Bischi am 04-April-2014, 14:01 --- mag auch gut sein dass ich die gute Frau falsch verstanden habe.


--- Ende Zitat ---

Hüstel, räusper, ....  ;) :P











Trotzdem: Danke für den Link, lieber Bischi !

Fernöstliche Grüße

Berni

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