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UM-Reihe auf der Sequoiafarm
sequotax:
Liebes Forum,
Also hier hat er recht:
--- Zitat von: Waldläufer am 01-November-2013, 08:47 ---Aus einem Spatz macht man keine Nachtigall. Auch nicht aus Zehntausend.
--- Ende Zitat ---
Aber (mit dieser Beleidigung) hier definitiv nicht:
--- Zitat von: Waldläufer am 01-November-2013, 08:47 ---Dass im Forum teils völlig überzogene Vorstellungen hinsichtlich Genetik und Selektion kursieren, ist bekannt. (WEM denn ?)
--- Ende Zitat ---
Bernt, woher nimmst Du eigentlich all Deine Weisheiten ?
Hast Du Genetik studiert ?
(Ich habe mich in meinem Studium zumindest am Rande ausführlich mit dieser Thematik befasst !)
Bitte teile uns doch mal Deinen Ausbildungsgrad mit, damit wir Deine Beiträge besser einordnen können !
Dass man mich hier nicht falsch versteht:
Ich achte Bernts Aktivitäten und finde zudem auch, dass seine Beiträge zum Nachdenken anregen.
Aber hinterfragt man seine doch manchmal recht plakativen Äußerungen, stößt man nicht unbedingt immer auf ein echtes Fundament !
Kennt ER sich in Genetik wirklich aus (Mitose, Meiose, Rekombination von Genen...) ?
Ich bezweifele das sehr !
Seine Anbauten in Unterensingen (ein Vorzeige-Projekt) hätte er eigentlich niemals umsetzen dürfen, wenn er dabei seine eigenen Maßstäbe zugrunde gelegt hätte !!!
LGs aus Burgsalach,
Remi
xandru:
Hallo Remi,
Also eine Beleidigung kann ich hier keine erkennen.
Ein Versuch freilich, auf 600 Höhenmetern Küstenmammuts zu züchten, die einem eher kontinentalen Klima standhalten können, wird hier immer mal wieder in Frage gestellt werden; auch meine Bemerkung über vegetarische Raubtiere zielte in diese Richtung. Aber wenigstens hast du Spaß an deinen Aktivitäten und bist dabei an der frischen Luft.
Bernts vollmundiger Ton mag dir nicht gefallen. Nur ob im fränkischen Jura am Ende eine neue und genetisch stabile Selektion herauskommt oder nicht – das bleibt doch für die nächsten fünfzig Jahre erst mal offen.
Viele im Forum haben jedenfalls gesehen, was auf der Mainau bei 400 Höhenmetern von den alten KMs übrig ist – nämlich nichts außer Wurzelbrut.
Manche kennen auch die fotogenen Martin-Bäume dort. Für mich jedenfalls scheint das Bodensee-Klima ungefähr die Grenze dessen, was für die Gattung Sequoia verträglich ist. Fast alle höher stehenden Exemplare, die ich kenne, sind relativ jung und haben ihre Bewährungsprobe noch nicht bestanden. Auf kalkhaltigem Boden steht meines Wissens kein einziger von denen.
Ergebnis-offene Grüße,
Wolfgang
PS: Da aus Burgsalach noch keine KMs gemeldet sind, nehme ich mal an, dass sie die Zwei-Meter-Grenze noch nicht geknackt haben. Immerhin ist die „Erfassung und detaillierte Dokumentation der Mammutbaum-Standorte in Deutschland“ ein wichtiges Ziel unseres Vereins – und das geschieht in erster Linie im Register.
sequotax:
Hallo Wolfgang,
natürlich weiß ich, dass auch Du der Kaste der kritisch-vorsichtigen Akteure angehörst. Das ist auch kein Nachteil! Du formulierst Deine Bedenken aber wenigstens leise und nicht persönlich.
Vielleicht fehlt Dir allerdings manchmal das Feingefühl, die Spitzen aus Bernts Bemerkungen herauszulesen:
Hier herrschen also völlig überzogene Vorstellungen hinsichtlich Genetik und Selektion ?
Gemeint bin damit vermutlich insbesondere ICH.
Und ich sehe mich persönlich als Realist, nicht als Fantast! Ich pflanze aus Hobby, aus Leidenschaft, aus Interesse. Und ich stelle meine Arbeiten im Forum vor. Und gut!
Ich versuche natürlich - und das mit einer Konsequenz, die Bernt wohl gar nicht beurteilen kann - die KMs in meinem Raum zu etablieren. Ob das gelingen kann, weiß ich nicht - vieles spricht bisher aber dafür! Niemals habe ich allerdings behauptet, den Über-Baum züchten zu können oder forstwirtschaftliche Ziele zu verfolgen.
Ich verstehe dennoch einiges von Genetik (vermutlich mehr als Bernt?!?). Und speziell der KM ist genetisch breit diversifiziert. Die Frosthärte dürfte sich entsprechend einer Gauß'schen Normalverteilung abbilden. Mein Ziel ist es demnach lediglich, z.B. Individuen oberhalb der 2. Standardabweichung zu identifizieren und zu vermehren. Fertig!
Welche Qualifikation hat Bernt, dass er alle anderen im Forum immer wie Dummköpfe hinstellen darf?
Hat er eine Ausbildung, die ihn über uns erhebt? Ist er ein anerkannter Fachmann? Ein Gelehrter?
Hat er sich hier mal vorgestellt?
Wolfgang, wenn Du meinen Thread in letzter Zeit gelesen hättest, wüsstest Du vermutlich, dass meine höchsten KMs mittlerweile eine Höhe von knapp 4 m erreicht haben.
Etwa 50 bis 100 KMs der Herkunft 'Oregon' haben die letzten, relativ harten Winter teils ohne Schäden überlebt, obwohl sie laut so mancher Literatur bereits alle im Himmel sein müssten...
Ich bin (noch) in einem Stadium der Aktivität; ich züchte und pflanze. Die Erfassung im Register wird mir sicher nicht davonlaufen.
(Was ist wichtiger: Etwas zu tun oder eben dieses zu dokumentieren? [Beides, ist schon klar...])
LGs, Remi
Waldläufer:
Hallo Remi,
Wolfgang hat dankenswerter Weise schon das meiste klargestellt.
Wo hier eine Beleidigung sein soll ist mir schleierhaft. Kann aber gern Emails eines bestimmten Herrn veröffentlichen die tatsächlich
welche sind. Ein Forum ist nun mal keine Plattform wo man unwidersprochen alles und jedes behaupten kann. Von diesen Dialogen
lebt zum Teil das Forum und ist gleichzeitig am allerwichtgsten so Wissenserweiterung für die Leser. Daß man mit reinem Wunschdenken allein nicht weiterkommt, sondern langsam tiefer schürfen muß ergibt sich gerade eben durch die obige Disskussion
der Um-Reihe.
Daß man gelegentlich im Forum im Umgang mit der Genetik etwas hemdsärmlich umgeht dürfte anderen auch schon aufgefallen sein.
Ein paar Zeilen weiter oben will mal einer im jugendlichen Elan kurz die Hallimaschanfälligkeit des UM wegzüchten. Andere glaubten schon die härteren KM-Sorten könne man in den Alpen anpflanzen. Gewisse Übereuphorien werden eben meist irgendwann von der
Realität zurechtgestutzt. Mache aber darauf aufmerksam daß sich Unterensingen in einer noch relativ milden Weinbaurandlage befindet, während auf 550m ü.NN. in Burgsalach deutlich kältere Bedingungen herrschen. Man muß auch bedenken, daß vor 35 Jahren
kaum detaillierte Angaben über das Redwoodgebiet verfügbar waren, im Gegensatz zu heute übers Internet. Daß das Klima so weitgehend homogen ist, es also keine kälteren Ecken dort gibt konnte man nicht wissen.
Es muß sich auch keiner im Forum rechtfertigen ob er überhaupt mitreden darf, wer will kann aber gern einen Lebenslauf einstellen.
Im übrigen darf sich gern jeder in meiner Homepage www.waldlaeuferbernt.de über den KM einen Eindruck verschaffen bezüglich meiner Kompetenz.
Viele Grüße Bernt
xandru:
Hallo,
--- Zitat ---die Hallimaschanfälligkeit des UM wegzüchten
--- Ende Zitat ---
Das war der Ausgangspunkt der Diskussion. So ein Pilz scheint offenbar auch ein wichtiger Motor der Evolution: Was schwächelt, wird ausgemerzt. Denn es ist nicht an die ökologische Nische angepasst („fit“).
--- Zitat ---Andere UMs auf der Farm, die aus dem gleichen Saatgut stammen, aber nicht eng in Reihe gesetzt wurden, zeigen diese Symptome nicht.
--- Ende Zitat ---
Die UM-Reihe auf der Farm sieht wirklich nicht gesund aus; es „passt“ nicht. Vermutlich wird es auf die Abschätzung herauslaufen, welche dieser Maßnahmen nötig sind:
* den dunklen Bereich nordwestlich davon auslichten?
* jeden zweiten UM fällen?Eventuell kann der Schluss auch lauten, dass die ganze UM-Reihe auf diesem sandigen Untergrund keine Zukunft hat. Das alles hat aber auch mit der Abwägung der Farmführung zu tun, ob dort eher die Ziele oder eher die Pflanzen der Martins zu erhalten sind.
Unangepasste Grüße,
Wolfgang
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