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UM-Reihe auf der Sequoiafarm
Klaus:
Hallo Michael,
du schreibst du würdest die Furchtkörper samt Baum verbrennen.
Was soll das bringen ?
Asche zur Verbesserung des Bodens ?
Das wären die Anfänge zur Terra preta Herstellung.
Keimbeetvorbereitung für Mammuts ?
Reicht da nicht Rohboden ?
Mit dem Aussäen von BM -Samen auf ganz normaler Pflanzeerde
mit oder ohne Abdeckung machen wir doch nichts anderes.
Pilzsporen verbrennen ein aussichtloses Unterfangen.
Millionen dieser Minikörper schweben in der Luft ob wir es wollen oder nicht.
Sobald die Bedingungen für die Pilze gut sind,hohe Feuchtigkeit,Wärme,
Eintrittpforten an schwachen oder kranken Bäumen so breiten sich
die Schwammerln aus und fassen Fuß.Bis es Fruchtkörper gibt kann noch
eine lange Zeit vergehen.Mit örtlichem Feuer ist da wirklich nichts zu machen.
Der Wind trägt die Sporen wie Blütenstaub 100km und mehr durch die Gegend.
Hier im Süden der Republik hatten wir sogar schon Saharastaub auf den
Windschutzscheiben.
Oder hast du andere Gedanken zur Baumverbrennung dann habe ich dich
nicht richtig verstanden ?
VG
Klaus
cbk:
--- Zitat von: Klaus am 30-Oktober-2013, 23:04 ---Oder hast du andere Gedanken zur Baumverbrennung dann habe ich dich nicht richtig verstanden ?
--- Ende Zitat ---
Solange bei mir daheim das Verbrennen von Grünschnitt erlaubt war, habe ich das auch immer so gehandhabt. Das hatte weniger etwas mit den Pilzen zutun als viel mehr mit den Kosten. So ein kleines Feuerchen, um die Äste und das morsche (und ggf. getrocknete) Holz zu verbrennen, kostet fast nichts. Außerdem bleibt am Ende ein vergleichsweise sehr kleiner Aschehaufen übrig. Die Reste nehmen also volumenmäßig gewaltig ab.
Heute muß ich bei mir daheim alles häckseln. So ein Häcksler, der auch entsprechend dicke Äste packt, kostet aber locker mal 140,- € Miete / Tag. Da wird das dann ganz schnell ganz teuer. Außerdem ist der Hackschnitzel-Haufen nachher wesentlich größer als der Aschehaufen.
Das örtliche Kompostierwerk ist auch keine lösung, weil sie bei der Anlieferung für jede Tonne auch noch 50,- e haben wollen. Außerdem muß man da den ganzen Kram erstmal auf den PKW-Anhänger laden und zieg mal fahren.
--> Verbrennen ist einfach die praktischste Lösung.
Hoffentlich dem Micha nicht vorgegriffene Grüße
Chris Benjamin
Mick Rodella:
Hallo zusammen,
offenes Feuer auf der Farm is nich. Motorsägen und kräftiger Häcksler sind ja hier.
Zerkleinert, und ab in den Kamin ist okay.
Die Pilze kriegen wir nicht weg, man muss halt schauen, welche Bäume irreparabel geschädigt sind und was man ggf. als Ersatz pflanzen kann...
LG Micha
Tuff:
Hallo Klaus,
Ich meinte das so: Die Fruchtkörper sind langlebig und wachsen und entlassen Sporen Jahr für Jahr. Zwar schweben Sporen um die ganze Erde; aber die höchste Konzentration ist mit Abstand direkt vor Ort an der Sporenquelle. Wenn man alle Fruchtkörper im Farmgelände entfernt, ist die Sporenbelastung wesentlich reduziert, vorausgesetzt die Farm ist nicht von befallenen Bäumen umgeben. Es bringt gegen den Neubefall anderer Bäume etwas, wenn vielleicht auch nicht viel; aber es ist das einzige was man in dem Stadium noch machen kann.
Leider breitet sich der Pilz aber auch über Wurzelkontakt aus, also auch von abgesägten Baumstubben aus. Dazu unten mehr.
Zweitens hat der befallene Baum keine Chance. Es gibt keine 'Heilung'. Wenn man also den Baum sowieso eines Tages umsägen muß (oder er bricht von selber) und wenn es besser ist den Fruchtkörper zu entfernen, dann ist es effizient, beides zusammen zu verbrennen. Zum Beispiel die Fruchtkörper eigens absägen und (wohin?) zu entsorgen ist dann unnötig. Auch die Fruchtkörper abgesägter Stammstücke sporen noch aus und können bei etwas Luftfeuchte sogar noch eine ganze Zeitlang weiter wachsen.
Noch viel wichtiger ist es aber, in einem von Heterobasidion befallenen Bestand alle offenen / frischen Wunden zu vermeiden; insbesondere sollten Wurzelstöcke 'desinfiziert' werden, oder sofort nach dem Fällen dauerhaft abgedeckt.
Anscheinend eignet sich eine Harnstofflösung, an diesem WE sollte also für reichlich Flüssigkeit gesorgt werden :) :) das wirkt aber nicht besonders lange, muß also wiederholt werden.
Ferner gibt es Präparate mit Sporen des Riesenrindenpilzes, welcher auf die Stubben aufgebracht die Besiedelung durch den Wurzelschwamm nachhaltig verhindert.
Bischi:
Hallo Michael (Tuff)
Lese da zwischen den Zeilen, dass du am kommenden We auch dabei bist, prima, da können wir uns das vor Ort
live und in Farbe ansehen.
Jeder 2. UM ist Pilzbefallen, die Fruchtkörper wachsen bereits aus den Stämmen in Bodennähe. Mind. 2 Arten von Baumporlingen konnte ich feststellen, jedoch ist da Holz noch hart und fest.
Interessant wird sein, den umgefallenen Baum zu untersuchen. Scheint aber genau der kleinste uns schwächste gewesen zu sein, und genau der hatte keinen sichtbaren Pilz.
Die Fruchtkörper absammeln entfällt wohl aus Zeitgründen, dämmt den Pilz (Mycel) auch keineswegs ein.
Harnstoffbehandlung, na ich weiß nicht recht.
Spassmodus ein
'' ich denke bei dem was manche da so trinken,- da stirbt gleich der ganze Baum ab, der saure Regen ist ne Lachtablette dagegen''
Spassmodus aus
Alles weiter denn vor Ort würd ich vorschlagen.
Gespante Grüße vom Jürgen
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