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Sinn und Unsinn von MB-Meldungen

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Sischuwa:

--- Zitat ---Pro Register
--- Ende Zitat ---
!
....bei mir auch....es macht einfach Spass, neue Mammutbäume hier vorzustellen und um selber zu sehen, wo man schon war, oder was man in Zukunft gerne sehen oder besuchen kann /will...vor allem, wie sich so ein Baum verändert im Laufe der Zeit....mit den einzelnen Beiträgen im Forum schön zu verfolgen oder selbst zu verfollständigen....

....bei uns im Ländle wirds schon schwierig mit Neumeldungen....aber hie und da gibt es sie doch... ;D




....ach und übrigens....es gibt auch wuuuuuuuunderschöne Vorgartenmammuts jau...

Andreas Roth:
Mir geht es ebenso wie Wolfgang, Ralf und Co., ich bin eines Tages zufällig über das Mammutbaumregister gestoßen und war neugierig, wo denn überall in meinem Umkreis weitere MB stehen, nachdem ich eigentlich nur von einem oder zweien gewusst habe. Auch schärfte sich mein Blick für die Bäume deutlich, an mehreren war ich schon jahrelang achtlos immer wieder vorbeigefahren. Und natürlich packte mich da der Ehrgeiz, selbst neue Meldungen einzustellen und auch an anderen Orten, die auf meinem Weg liegen, gezielt nach bereits registrierten und auch nach neuen MB zu schauen.

denniz:
Wow, das nenne ich mal eine starke Reaktion! :o
Vielen Dank für die vielen Aspekte die noch wichtig für diese Fragestellung sind.

Für mich war das Register ebenfalls in zwei, drei Fällen hilfreich, über die Zeit habe ich ebenfalls ein geschultes Auge
entwickelt und festgestellt das sehr viele MBs rumstehen, zuviele als das ich den Sinn darin sehe diese zu melden.
Hier in der Soester Börde sind MBs, mit Ausnahme von KM, sehr häufig.

Die Baumvorstellungen von Wolfgang(Xandru) aus Frankreich haben gezeigt wie schlecht es BM geht wenn er wenig
Wasser bekommt, da sehe ich den Aspekt der Standortanalyse gerechtfertigt.
Es ist gut im geschlossenen Kreis über nichtgemeldete Versuchspflanzungen Informationsaustausch führen zu können
ohne jemanden auf den Schlips zu treten, und finde die Grundhaltung hier im Forum zu Urheberrecht
und Sensibilität den Baumbesitzern gegenüber beispielhaft.

Was den KM angeht sind wir Zeugen (und Pioniere ;)) der weiteren Verbreitung nach der Arbeit der Martins in den
60er Jahren. Diese Sache ist für mich von wesentlicher Bedeutung, und da sehe ich auch den Nutzen des Registers
eben weil KM bei weitem nicht so häufig mit Erfolg gepflanzt wird.

Das es wirklich Gegenwind aus dem Lager der Naturschützer gibt habe ich bis vor ein par Wochen nicht gewusst, und bin darüber verwundert und schockiert zugleich, da ich selber die grundsätzlichen Gedanken der Naturschützer teile. Vandalismusbefürchtungen und den darauffolgenden Wunsch der Geheimhaltung kann ich verstehen und respektieren.

Das hat aber nun auch Konsequenzen für das Register, wenn die wirklich interessanten Standorte (wertvoller Pflanzenbestand)
nicht gemeldet werden können.

geflashtengruss-->Denniz

TaunusBonsai:
Moin Chris,


--- Zitat ---Im Frühjahr 2011 fällte jemand ganz gezielt bei mir mitten im Wald drei fast 30m hohe Metas, das Holz liegt da heute noch da - darum ging´s also nicht (s. ID 13895)
--- Ende Zitat ---

um was ging es da? Fichtenmopedtest?
Die Fällungen fanden vor der Registermeldung statt.

Ich glaube, wir sollten nicht zu viel hineininterpretieren.

Für die angebliche Gefahr, dass Naturschützer Mammutbäume angreifen, sehe ich keinerlei Anhaltspunkte. Gibt es konkrete Beispiele bei anderen Baumarten, etwa der Douglasie?


gefahrensuchender Gruß aus'm Taunus vom Ralf

xandru:
Hallo Denniz,


--- Zitat ---grundsätzlichen Gedanken der Naturschützer teile. Vandalismusbefürchtungen
--- Ende Zitat ---

Kurz zur Begrifflichkeit:

„Vandalismus“ ist es für mich, wenn Einzelne oder Gruppen sinnlos Dinge zerstören um ihr Mütchen zu kühlen, weil ihnen langweilig ist oder weil sie besoffen sind (was sich nicht ausschließen muss). Für Vandalen ist die Zerstörung Selbstzweck.

Gezielte Aktionen politischer Aktivisten, die mit der Zerstörung auch noch behaupten ein Umdenken anstoßen zu wollen, sind für mich zuallermindest „Sabotage“. Je mehr die angebliche Rechtfertigung durch einen ideologischer Überbau das Unrechtsbewusstsein vernebelt, desto mehr geht es sogar in die Richtung von „Terrorismus“. Die ansonsten typische Gewalt gegen Menschen fehlt zwar; aber man nimmt sich doch das Recht heraus, aus der Deckung durch eine Gruppe heraus munter fremdes Eigentum zu zerstören und vereinzelt sogar die Wirtschaftsgrundlage zu schäden.

Es ist unendlich tragisch zu sehen, wie billig die Münze „legal – illegal – scheißegal“ inzwischen geworden ist. Vom Ethos der Pershing-Aktivisten vor 30 Jahren ist das sehr weit weg, die eine unermesslich große Gefahr abwehren wollten mit minimalem Rechtsbruch à la Gandhi und die nachher selbstverständlich im Prozess für ihre Tat gerade gestanden sind.

Eine der Ursachen ist das unsägliche Schüren diffuser Existenz-Ängste durch vorgebliche Experten. Ein großes Artensterben durch ein paar Hektar Exoten? Der „röhrende Hirsch“ im spießigen Wohnzimmer mit anderen Mitteln… Wie gesagt: Diese Meinung dürfen sie ja haben. Aber das berechtigt sie weder zur Sachbeschädigung noch zur Panikmache oder Verunglimpfung Andersdenkender.

Die Ursache dahinter dürfte aber wohl die berühmte „Neigung der deutschen Seele zur Angst“ sein. Wiese lässt sich unsere Nation das eine und das andere Mal zur Extrempositionen verführen? Wieso lassen wir uns immer wieder einreden, irgendwann „früher“ sei alles besser gewesen?

Wieso gibt es hier keine Skepsis, die an extremen Mitteln zweifelt? Grüne Gemeinden sind doch am deutlichsten zu erkennen an der Allgegenwart von Blitzern an den unsinnigsten Stellen. Zwang und Überwachung, die die Ökos früher als Herrschaftsinstrument des Kapitalismus verteufelt hatten, zögern sie nicht selber anzuwenden, sobald sie in den Dienst der vermeintlich guten Sache gestellt werden. Wieso sagt das niemand in dieser Deutlichkeit? Weil man dann fürchten gleich muss, aufs Gröblichste aus der Gemeinschaft der Gutmenschen exkommuniziert zu werden!

Wieso gibt es keinen gesunden Menschenverstand, der laut aufschreit, wenn wir mit unserer Fortschrittsfeindlichkeit an dem Ast sägen, auf dem wir selber sitzen? Keinen Nutzwald, keine Landebahnen, Autobahnen, Schnellbahnen? Früher ging’s ja auch ohne… Vielleicht sind es die gleichen, die programmatisch eine Durchgangstraße nach der anderen zur 30-er Zone machen. Autos sind böse, Wirtschaft ist böse, Wohlstand ist böse. Aber diese Haltung muss man sich erst mal leisten können!

Denn unser Überleben in einem rohstoff-armen Land hängt doch an der Technologie und an der Entfremdung, die jede arbeitsteilige Gesellschaft notwendigerweise mit sich bringt. Ich kann nun gar nichts Verlockendes daran finden, als grabender Adam neben meiner spinnenden Eva vor der Höhle zu sitzen und bei der erst besten Infektion im Alter von 30 den Löffel abzugeben. Das Paradies hat es nie gegeben; es war immer eine nachträgliche Verklärung – mit dieser Denkfigur der heilen Welt lässt sich also nichts rechtfertigen oder alles.

Bekennend neuzeitliche Grüße,
Wolfgang

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