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Cheverny - Burgholz
Mick Rodella:
Hallo Chris, danke für Deine Bemühungen!
Die Bäume machen einen guten Eindruck und wirken auf mich gar nicht trockenheitsgeschädigt. Vielleicht sahen sie früher dürrer aus und haben sich ordentlich regeneriert. Leider gibts ja keine Maße. Ansonsten kann ich mich Xandrus Ausführungen nur anschließen.
LG Micha
Waldläufer:
Hallo,
meine letzte Ausführung bezog sich jetzt weniger auf diese Allee die nun einmal allein durch ihre Seltenheit bemerkenswert ist.
Vielmehr wollte ich davor warnen Mammutbäume unmotiviert in eine völlig unpassende Umgebung zu stellen ohne irgendwelchen Bezug zur
Umgebung. Dies sieht man leider sehr oft auch hier in Deutschland.
VG Bernt
xandru:
Hallo Bernt,
Wir brauchen glaub ich gar nicht über den Sinn von Vorgartenmammuts in bürgerlichen Siedlungen zu reden. Meistens schafft allein schon die Größe Probleme und die Dunkelheit, die davon ausstrahlt ;) Dazu kommt der „Dreck“, der zu erhöhtem Reinigungsbedarf und eventuell sogar zu Schäden an der Dachrinne führt.
Sicherlich hat auch jedes Gehölz so seine Eigenheiten, die in einer fachlich qualifizierten Beratung wohl auch zur Sprache kämen. Doch die Gartenbesitzer wollen es halt billig, da verzichten sie auf gärtnerisches Fachwissen. Folglich kommt es zehn bis fünfzehn Jahren später zu Konflikten, die für unsere roten Freunde eine schlechte Presse bringen.
Mammutbäume in Industriegebieten oder an Autobahnen haben eine kurze Lebenszeit. Ebenso ist es mit Standorten, die nicht das passende Mikroklima und eine ausreichende Wasserversorgung mit sich bringen. Drittens benötigt ein Baum, wenn er erst mal groß ist, auch eine regelmäßige Baumpflege und sollte je nach Standort auch mit einem Blitzableiter geschützt werden.
Es ist eben einfach, raumgreifendes Großgrün nach französischem Muster mal unverbindlich hinzustellen – und wenn dann es nicht mehr taugt, macht man es eben weg und pflanzt neuen Schrott. Eine umsichtige Planung sieht anders aus, aber nur so entstehen in mehreren Generationen englische Parks – kleine Paradiese, die dem menschlichen Auge schmeicheln. Wir haben das bei der Führung auf der Mainau doch erfahren: Wie lange hat es gedauert, bis aus dem völlig überfrachteten „schwimmenden Dschungel“ ein ansehnlicher Park geworden ist!
Typisierende Grüße,
Wolfgang
sequotax:
--- Zitat von: Waldläufer am 25-Juli-2012, 22:11 ---...Wiederhole nochmals das von mir bereits geäußerte. Es handelt sich hier in Cherverny um eine warm trockene Lage, die zwar von der Wintermilde die Ansprüche der
Redwoods noch erfüllen kann von der Feuchtigkeit her jedoch bereits nicht mehr genügt....
...Grundsätzlich bin ich der Meinung daß nicht alles wo Mammutbaum vorne draufsteht gleich Jubelstürme auslösen sollte....
--- Ende Zitat ---
Ich schließe aus dem Gesagten, dass du diese Anpflanzung eigentlich für falsch hältst und diese sicherlich selbst nicht angelegt hättest !!
Dann gäbe es diese prächtigen Bäume heute leider NICHT...
Wie gut, dass es auch Menschen anderer Überzeugungen gibt...
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass in Grenzbereichen nur kontrollierte Versuche Klarheit über die Eignung bestimmter Baumarten bringen können !
Und dass man etwaige Verluste nicht immer gleich als Niederlage werten muss sondern als Forschungsergebnis.
KMs, die man extra züchtet (aus Samen, die sonst nie gekeimt wären oder aus Stecklingen, deren Mutterpflanze die Beschneidung überlebt hat), um sie in neuer Umgebung auszupflanzen, werden entweder leben (= Gewinn) oder sterben (= kein echter Verlust).
Wenn man losfahren will, sollte man vorher die Handbremse lösen...
LGs vom Remi
(der mittlerweile schon über einen Restbestand [nach Gesundschrumpfung] von weit über 100 KMs verfügt)
sequoiaundco:
Hi Bernt,
du schreibst:
--- Zitat ---Mammutbäume unmotiviert ... zu stelllen
--- Ende Zitat ---
Außer bei automatisierten Routinehandlungen stellt kein Mensch irgendetwas unmotiviert irgendwohin. Auch keine Mammutbäume.
Für MB-Pflanzungen hab ich – auch durch das Forum - inzwischen viele Motive kennengelernt:
Ästhetischer Genuss
Profitstreben
Experimentierfreude, Neugier
Statusgewinn
Anerkennung
Lust am Besonderen, Exotischen
Konkurrenz
Wunsch nach Gemeinschaft, Anschluss
Landschaftsgestaltung
Naturschutz
Weltrettung
Information und Erziehung
Machtdemonstration
Urlaubsersatz, -erinnerung
Sammelleidenschaft
Ehrfurcht, Bewunderung
Abschalten, Erholung
„hand“-werkliches Tun
…. beliebig zu erweitern.
„Jeder Jeck ist anders“ sagt man in Köln. Die unterschiedlichen Motivlagen müssen erst einmal wahrgenommen, akzeptiert und vielleicht sogar verstanden werden. Diese zu tolerieren ist für ein friedliches Zusammenleben noch wichtiger als Meinungen und Einstellungen zu tolerieren. Nur das eigene Tun als ´richtig´ motiviert darzustellen, das der Anderen als „umotiviert“, entzieht jeder weiteren fachlichen Diskussion die Grundlage.
immer motiviert chris (sequoiaundco)
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