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Ellenberg

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gamberle:
Hab's gleich gefunden:
Im Kapitel Wirthschaft schreibt ein anderer Autor folgendes:

...Von fremden Holzarten haben etwa 10 aus dem Jahre 1865 stammende Exemplare der Wellingtonia gigantea in der Nähe von Ellenberg den kalten Winter 1879/80 überdauert und versprechen ungewöhnliches Wachsthum. Außerdem ist Abies Nordmanniana, pinsapo, nigra und canadensis und Cupressus Lawsoniana da und dort in alten Saatschulen zu finden und ist Abies Douglasii neuestens in größerer Zahl versuchsweise in den Staatswaldungen angebaut....

Nun können wir uns aussuchen, welche Erwähnung der Wellingtionien von Ellenberg korrekt ist. Nach heutigem Erscheinungsbild scheint die aus dem Kapitel Pflanzen und Thierreich wahrscheinlicher. Vermutlich sind tatsächlich bis auf einen alle Wilhelmabäume erfroren, die anderen (offensichtlich 9 Stück) wurden nachgepflanzt und vom Autor des Artikels Wirthschaft für 1865-er Bäume gehalten.
Bleibt aber alles Spekulation. Die eindeutige historische Quelle habe ich leider damit doch nicht gefunden.

Die meisten Oberamtsbeschreibungen wurden übrigens noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verfasst. Daher beinhalten sie selten eine Erwähnung dieser damals neuen und im Königreich vielbeachteten Bäume. Für den Wilhelma-Standort in Crailsheim findet sich in der dortigen Oberamtsbeschreibung eine Erwähnung, die nicht viel neue Erkenntnisse liefert, aber irgendwie aus heutiger Sicht nett zu lesen ist. Ich werde diese demnächst mal im Thread zu diesen Bäumen posten.
Gruss
Andi

xandru:
Hallo Andi,


--- Zitat von: gamberle am 31-Mai-2014, 14:44 ---jemand geht auf meinen Beitrag vom 07.04. ein, noch bevor ich eine notwendige Korrektur hierzu gepostet habe
--- Ende Zitat ---
Bitte entschuldige meine unschwäbische Hektik ;) :)

Lutz hat angedeutet, dass wir uns von der Vorstellung verabschieden müssen, die Wilhelma-Bäume würden seit 1865 oder 1866 vor Ort stehen. Laut Erlass vom April 1866 wurden sie an die Forstämter verschickt.


--- Zitat ---In der Saatschule sind die Pflanzen in einer Entfernung von nicht unter 2 Fuß nacheinander zu setzen, um mit Umgehung wiederholten Verschulens gehörig starke Heister zu erziehen.
--- Ende Zitat ---

Wenn ich das richtig verstehe, sollten sie einmal in einem „Pflanzgarten“ mit mindestens 2 Fuß Abstand eingepflanzt werden. Bis solch ein „Heister“ seine 2 Meter Höhe erreicht hat, wird es wohl mindestens 3 Vegetationsperioden gebraucht haben – also mindestens bis Herbst 1868 –, unter ungünstigen Bedingungen vielleicht auch länger. Erst danach sollten die Jungbäume an ihre endgültigen Standorte kommen, wo sie (wie wir wissen) oft in Abständen von 20 bis 30 Fuß standen.

Vielleicht zählen die beiden Autoren nur unterschiedlich: Der eine berücksichtigt die Pflanzschule, der andere betrachtet sie als temporäre Standorte und ignoriert sie (so wie wir im Register auch…) für die auf Jahrzehnte angelegte Oberamtsbeschreibung.

Gelöst ist der Fall noch nicht. Vielleicht findet sich irgendwo ein Bericht von Ellenberg aus den Jahren zwischen 1880 und 1890. In dieser Zeit scheint eine Rochade stattgefunden zu haben, die wir noch nicht nachvollziehen können.

Rochierende Grüße,
Wolfgang

Klaus:

Hallo zusammen,

wieder auf Tour im Ostalbkreis. Gelandet bin ich im Arboretum Ellenberg bei den örtlichen Größen.
So habe ich gleich einmal alle fünf BM höhenvermessen und abgelichtet. Bei dem ersten BM ging
die Messung ruckzuck.
ID 15924

Klaus:
Auch beim zweiten BM war kein Hindernis vorhanden.
ID 10034

Klaus:
Beim dritten BM war die Sicht durch Sträucher eingeschränkt.
ID 10033

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