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Mammutbäume in der Slowakei

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Otzberger:
Die beiden Bäume stehen vor einem alten Herrschaftssitz, der vor ca. 170 Jahren gebaut wurde. Der Hausmeister sagte mir, dass beide Bäume vom damaligen Besitzer kurz nach dem Bau gepflanzt wurden, wobei er die Samen aus Kalifornien mitgebracht haben soll. Der Hausmeister gab mir einen Teil eines abgebrochenen Astes mit, der selbst ca. 40 Jahresringe (sehr dünne Ringe - 1-2mm!) hat. Da dieser Teil aus großer Höhe und mehrere Meter vom Stamm entfernt stammt, bin ich mir sicher, dass sie zumindest deutlich älter
--- Zitat ---Mehr als 65-75 Jahren haben die bestimmt nicht.
--- Ende Zitat ---
als 100 Jahre sind.
Eine Pflanzzeit von 193X ist aus geschichtlichen Gründen sehr unwahrscheinlich. Ein Pflanzzeitpunkt von vor 1914 würde ich als sicher annehmen, damals gehörte die Slowakei als Oberungarn zur KuK-Monarchie und viele reiche Leute oder Adlige bauten sich dort einen Landsitz (Kastiel).

Viele Grüße aus der Slowakei
Thomas

Otzberger:
Hier noch ein Foto von dem Teil des Astes. Vielleicht kann da ein Experte etwas zum Alter des BM sagen. Das Astteil stammt aus ca. 18 m Höhe und war ca. 3 m vom Stamm entfernt.

VG
Thomas

Bernhard:
Hallo Thomas,

vielleicht liegt es am rauhen kontinentalen Klima, daß der BM nicht so groß ist wie seine Altersgenossen in Westeuropa!?
Dann könnte das in etwa hinhauen, was Du sagst.

Gruß
Bernhard

xandru:
Hallo zusammen,

Der größere Baum trägt ganz klar sichtbare Spuren eines gewaltigen Kronenschadens! Die obere Spitze ist aber bereits so hoch und so wolkig, dass ich allein dieses Ereignis in die Zeit zwischen den Weltkriegen einordnen würde.

Aber bereits in doppelter Garagenhöhe scheint der Stamm einen deutlichen Versatz nach links zu zeigen. Insofern dürfte bereits dort ein bedeutender Schaden entstanden sein; wobei die „untere“ Spitze (also der Mittelteil) absteigende Äste zeigt, die auf ein Alter von etwa 100 Jahren hinweisen. Angesichts des deutlichen Versatzes muss der Stamm damals bereits eine beachtliche Dicke aufgewiesen haben.

Damit habe ich mal versucht den „Charakter“ zu buchstabieren. Plusminus 1860 halte ich nach wie vor für möglich; habe aber im Register „18xx“ eingetragen und nur als Bemerkung „evtl. 185x“ hinzugefügt. Im Zweifel sind wir lieber vorsichtig.

Historische Dokumente könnten da vielleicht Klarheit bringen.

Thermianische Grüße ;)
Wolfgang

Bakersfield:
Und das Astfoto zeigt auch tatsächlich überwachsene Brandspuren. Nach dem Zusammenhang mit einem Bauwerk kann man aber sicher verlässlicher ein Pflanzjahrzehnt vor 150 Jahren rekonstruieren als durch Auswertung von Fotos. Da wird es dann doch nebulös... ;)

Ob 185/6/7/8 oder 9x ist dann auch nicht mehr entscheidend, finde ich. Ein starker Charakter-BM ist er in der Zeit allemal geworden... :)

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