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Mammutbäume in der Slowakei
Waldläufer:
Hallo,
also ich glaube auch nicht, jetzt mal unabhängig von der geschilderten Pflanzgeschichte, daß die zwei Mammutbäume 160 Jahre alt sind.
Der abgebrochene Ast hat also 40 Jahrringe. Ca. 3m vom Stamm abgebrochen gebe ich ihm nochmals 10 Jahre.
In ca. 18m Höhe abgebrochen - dazu dürfte der Mammutbaum bei moderatem Wuchs ca. 50 Jahre gebraucht haben.
Das ergibt also zusammen 100 Jahre plus noch etwas allgemeiner Spielraum ergibt eigentlich höchstens ein Alter von 110 Jahren also um 1900.
VG Bernt
Otzberger:
Beide Bäume stehen, dem Wind und der Sonne ungeschützt ausgesetzt, an der Südseite des Kastiels. Der Stammansatz des Einen wirkt sehr imposant (vgl. Foto). Sie sind vermutlich auch öfters durch starken Frost geschädigt worden sein.
Wie sehen eigentlich die Jahresringe in Ästen in Deutschland aus? 12 cm für 40 Jahre erscheint mir sehr wenig zu sein. Da könnten die Experten vielleicht etwas sagen!?
VG
Thomas
Waldläufer:
Hallo,
nun sind die vorgestellen Bergmammutbäume bis auf die zwei lädierten ja ausgesprochene Prachtexemplare. Wobei ich es mir doch nicht verkneifen kann nochmals
darauf hinzuweisen daß die Berufung des Gm wohl doch eher als Schauobjekt denn als Forstbaum zu sehen ist.
Was mich hier überrascht sind die ausgesprochen ungünstigen Klimawerte. Die kältest möglichen Januardurchschnittswerte liegen noch unter Burgsalach im
fränkischen Jura auf über 500m ü. NN. In Jasov fallen gerade mal 680mm in Kosice nur 630mm im Jahr. Weinheim hat zwar auch nur 680mm dort liegt der Standort
aber an einem sehr wasserzügigen Hang. Außerdem hat Weinheim eine viel längere Vegetationszeit im Weinbauklima.
Nun wird im Bericht erwähnt daß es beim Standort Jasov genügend Wasser gebe, was wie erwähnt eigentlich von den Niederschlägen die nur im Sommer hoch sind
nicht zu erwarten wäre. Allerdings liegt Jasov am Rand eines karstgebirgszuges. Ich vermute mal daß in dieser Tallage versickertes Karstwasser im Boden fließt und für günstige Wasserversorgung sorgt. Desweiteren dürften in dieser Tallage sehr tiefgründige Böden vorliegen mit großer Speicherfähigkeit.
Fazit: Der Bergmammutbaum ist sehr anpassungsfähig an Boden und klima. Aber irgendwoher muß die gleichmäßige Wasserversorgung herkommen die er für gutes
Wachstum braucht.
VG Bernt
Otzberger:
Die vier BM's in Jasov stehen unweit eines größeren Bachslaufs. Das Grundwasser steht dort garantiert nicht tief unter der Geländeoberfläche. Wahrscheinlich sehen alle vier deshalb so vital aus!
Bei den Beiden in Šemša kann die Wasserversorgung nicht so optimal sein, trotzdem stehen sie voll im Saft. Auch für mich leicht unverständlich. Bei allen BM in der der Gegend sieht man keine braune Nadel, in Weinheim sieht das doch anders aus.
VG
Thomas
Otzberger:
Der BM in Österreich, Schloß Grünbichl in Kilb ist mit den beiden in Šemša in jeder Hinsicht zu vergleichen. Sollte er ein 1860iger sein, sehe ich Grund warum die beiden in Šemša nicht das gleiche Alter haben können, zumal die Klimabedingungen dort eher schlechter sind. Es könnte also doch stimmen, dass BM's relativ früh in die K.u.K-Monarchie gelangt sein können.
--- Zitat ---Ich kann einfach nicht glauben, dass BM-Samen noch vor dem Weg nach England in die K.u.K-Monarchie gelangt sein sollen
--- Ende Zitat ---
VG
Thomas
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