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Mammutbäume in der Slowakei
xandru:
Hallo Thomas,
Du spielst jetzt aber nicht auf den „Klaatu-Nebula“ an, denke ich?
Spatz beiseite: Ich kann einfach nicht glauben, dass BM-Samen noch vor dem Weg nach England in die K.u.K-Monarchie gelangt sein sollen. Da wären doch stärkere Beweise nötig als eine einzige mündliche Überlieferung.
Ein Jahrzehnt kann ich natürlich nicht rekonstruieren. Ich wollte nur plausibel machen, dass es sich nach meiner optischen Einschätzung viel eher um einen frühen BM aus dem 19. Jahrhundert handeln dürfte als um ein Gewächs aus der Zeit nach Trianon. Wie gesagt: von 1855 bis 1870 halte ich alles für möglich.
Haltende Grüße,
Wolfgang
Otzberger:
Das Kastiel wurde in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts umgestaltet. Es ist denkbar, dass nach dem Ändern des Baustils (Barock -> Klassizismus) der Park neu angelegt wurde. Der Baum soll von CHARLES SEMSEY gepflanzt worden sein, der 1851 in New York war http://www.sk-szeged.hu/statikus_html/vasvary/newsletter/04jun/beszedits.html. Er könnte also damals Samen mitgebracht haben. Natürlich ist das alles nur Spekulation!
Bakersfield:
Hi Thomas,
ich habe mir die Lebensgeschichte des Herrn Semsey gerade einmal durchgelesen. Er war nur von 1851-53 in New York, ist dann nach Europa zurück und von dort 1858 wieder nach Amerika, wo er auch starb. Es wäre zwar sehr knapp mit den gerade in 1852 entdeckten Bäumen und den langwierigen Transportwegen, aber durchaus möglich, dass das einer der allerersten BMs auf europäischem Boden ist. 100% wasserdicht ist da eh nichts nachzuweisen. Muss ja auch gar nicht, es ist in jedem Fall eine Superentdeckung, die du da gemacht hast... :o
Gratulierende Grüße,
Frank
xandru:
Hallo Thomas,
Wenn ich den Artikel richtig lese, ist Charles Semsey im Jahre 1911 in den Staaten gestorben.
1851 kam er als Kálmán Semsey nach New York und nannte sich Charles; er ließ sich für den Krimkrieg 1853–56 rekrutieren und heiratete in Europa eine Deutsche. Die gemeinsame Tochter wurde 1858 in London geboren und bereits 1859 wurde der Sohn – wiederum Kálmán – in New York geboren. Im übrigen scheint die Familie ursprünglich aus Šemša zu stammen, das auf ungarisch Semse heißt. Der Name Semsey heißt nichts anderes als „aus Semse“.
So gewinnt die Zeit von 1853 bis 1858 einiges an Wahrscheinlichkeit. Vielleicht hat er auf dem Weg von der Krim nach London die Heimat seiner Väter besucht?
Chronologische Grüße,
Wolfgang
Otzberger:
Im ehemaligen Ungarn, zu dem auch die Slowakei gehörte, dürften einige von solchen BM's stehen. Auffallend ist jedenfalls diese Giganten alle an ehemaligen Herrschaftssitzen stehen, von denen es dort eine große Anzahl gibt. Vermutlich gibt es noch einiges zu entdecken!
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