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Der Beurener Riese zwischen Obstbäumen und Wiesen (ID 74)
Michael D.:
Hallo,Bernt !
--- Zitat von: Waldläufer am 02-Juni-2010, 12:49 ---Auch ich bin der Meinung daß der Beurener Mammutbaum dort gut steht und ein Hingucker ist. Er dominiert hier seine Umgebung und der Platz ist gut gewählt.
Ich warne allerdings vor einer unüberlegten Anpflanzung in solchen typischen Streuobstwiesenbeständen wie sie z.B. hier vor der Alb zu finden sind. Ausnahmen gibt es bekanntlich immer sollten aber wohlüberlegt sein.
--- Ende Zitat ---
Das sehe ich doch genauso.
Ich denke mal,wenn ein Grundstücksbesitzer,egal in welcher Landschaftssituation,einen (Mammut- od.anderen) Baum setzen will,kann und wird er das auch tun,unabhängig davon,ob du davor warnst oder nicht,oder ? Er wird halt mit eventuell aufkommender Kritik leben müßen.
Demokratische Grüße ! Michael :)
xandru:
Hallo Michael,
Einige Streuobstwiesen am Fuße der Alb – gerade im Raum Nürtingen – stehen meines Wissens genauso unter Landschaftsschutz wie manche Wacholderheiden oben auf der Hochfläche.
Hier hat die Mehrheit demokratisch entschieden, dass der Schutz einer Kulturlandschaft, die für die Region charakteristisch ist, höher gehängt wird als des Recht des Grundstücksbesitzers.
Es ist also sicherlich unklug einen, Mammutbaum mitten in ein ortstypisches Landschaftsbild zu setzen; das ruft Kritiker geradezu auf den Plan.
Schützende Grüße,
Wolfgang
Michael D.:
Hallo,Wolfgang !
Ich glaube,da hast du mich jetzt falsch verstanden.Ich meinte das allgemein in Deutschland,nicht speziell auf die Schwäbische Alb bezogen.
Viele Grüße ! Michael :)
Waldläufer:
Hallo Michael,
ich habe mich bewußt diplomatisch ausgedrückt. Ich habe schon öfters registriert daß landschaftsfremde Gehölze in der sogenannen freien Landschaft
entfernt wurden, die im gärtnerischen Überschwang gesetzt wurden. Das heißt die Naturschutzbehörde kann einem auch nahetreten.
Ich kenne mich allerdings mit den Kriterien u. deren letztendlichen Vorgehensweisen nicht weiter aus. Wenn man diesbezügliches vorhat sollte man sich vorher
besser erkundigen um späteren Ärger zu vermeiden. Bei großen Bäumen pflanzt man nicht nur für sich sondern auch für andere.
Viele Grüße Bernt
xandru:
Hallo Michael,
Ich habe die Alb nur als ein Beispiel genannt. Ob es sich nun um die architektonische Bebauung eines Grundstücks im Ort oder um die gärtnerische Bepflanzung außerhalb des Ortes handelt – oft gibt es eben Grenzen und nicht jeder Besitzer darf mit seinem Grundstück anstellen, was ihm behagt.
Manchmal existiert schon ein ausdrücklicher Beschluss über den baulichen Charakter eines Stadtteils oder über die Nutzung von Freiland. Manchmal regt sich erst der Unmut erst im konkreten Fall, wenn jemand eine unpassende Villa oder ein dominierendes Gehölz hinstellt.
--- Zitat ---Er wird halt mit eventuell aufkommender Kritik leben müßen.
--- Ende Zitat ---
Das ist manchmal eine unerfreuliche soziale Folge, wenn der Besitzer meint sein vermeintliches Recht durchsetzen zu müssen. Je kleiner der Ort, desto stärker ist erfahrungsgemäß die soziale Kontrolle.
--- Zitat ---Wenn man diesbezügliches vorhat sollte man sich vorher besser erkundigen um späteren Ärger zu vermeiden.
--- Ende Zitat ---
Ich empfehle eben zur Vermeidung von Ärger nicht nur darauf zu achten, welches lokale Recht bereits gilt. Manchmal ist es auch klug, im Voraus nichts zu tun, was den Gesamteindruck eines Stadtviertels oder eines Geländes massiv verändert.
Ein ausladender Bergmammut in einem Villenviertel mit riesigen Grundstücken und altem Baumbestand passt; der gleiche BM in einer Reihenhaussiedlung passt nicht. Ein Mammutbaum vom Waldbesitzer im eigenen Wald gepflanzt wird niemanden stören; der gleiche Baum in einem Kleingartengelände wohl schon. Wie viele Konflikte – und Fällungen – sind die Folge davon, dass der Besitzer eines Grundstücks meint sich um seine Nachbarn nicht scheren zu müssen.
Da hat dieser Beurener Baum einfach Glück gehabt, dass sich an seiner Fremdartigkeit niemand gestört hat. Häufig beobachte ich in der Umgebung von alten Mammutbäumen eine auffällige Häufung von jungen Mammutbäumen. Und so denke ich, dass diese ID 74 und die benachbarte ID 1073 in ihrem Bannkreis viel getan haben für die Akzeptanz dieser Spezies – wobei die Wellingtonien in Württemberg und Baden ohnehin seit Generationen beliebte Ausflugsziele sind.
Es gibt allerdings auch Städte in der Nähe von Wilhelma-Standorten, in denen das Verhältnis BM pro Einwohner geringer ist. Hier einige Beispiele:
Tsd. Ew.Se gi im Register Se gi pro Tausend Einwohner72631 Aichtal9,8331212/9,833 = 1,2275323 Bad Wildbad 10,6801111/10,680 = 1,0372622 Nürtingen40,3952828/40,395 = 0,69370*** Stuttgart600,068 283283/600,068 = 0,4772336 Balingen34,04999/34,049 = 0,267303* Göppingen57,33699/57,336 = 0,16727** Reutlingen112,1761515/112,176 = 0,13
Statistisch gesehen dürften in den weiter unten stehenden Städten noch einige Überraschungen auf uns warten :D
Viele Grüße,
Wolfgang
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