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Autor Thema: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes  (Gelesen 51913 mal)

Tom E

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #30 am: 11-Juni-2015, 18:36 »

Guten Abend,
welche Wurzel "mag" Sonne? Vermutlich keine, sie bringt ihr auch keine großen Vorteile. Man kann sich aber Gründe zusammenreimen, wie das doch irgendwie passen könnte.

Version 1: Die Wurzeln mögen es eher trocken und suchen daher die von der Sonne stärker ausgetrockneten Bereiche auf. (Besonders, wenn es sehr nass wäre)
Version 2: Die Wurzeln würden nicht zur Sonne, sondern davon weg wachsen, da das Substrat dort weniger stark austrocknet. (Besonders, wenn es sehr trocken wäre)

Eine Wurzel die aktiv nach Wärme/Licht sucht macht eigentlich wenig Sinn, aber warum muss alles für einen Menschen Sinn ergeben.  ::)


Bezüglich der Veränderung des Wurzelsystems. Vermutlich kommt es eher vor, dass eine Pfahlwurzel mit dem Alter aufgegeben wird, als dass sich irgendwann eine bildet. Das ist zumindest von manchen Baumarten bekannt. Eine verspätete Pfahlwurzelbildung kann man vielleicht eher von Stecklingen oder bei geschnittenen Wurzeln erwarten.
Bei der Benennung ist es eigentlich auch so eine Sache, denn was überwiegt wirklich? Als Baby ist es noch ein Pfahlwurzelsystem, aber kann man das später noch so bezeichnen, wenn sie Pfahlwurzel vielleicht 2m lang ist, die horizontalen Wurzeln aber bereits 20m?

Gruß
Tom
« Letzte Änderung: 11-Juni-2015, 19:37 von Tom E »
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Steffen

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #31 am: 11-Juni-2015, 21:47 »

Was ich beim Bergmammutbaum imm wieder aufs Neue am Erstaunlichsten finde ist die Länge der Wurzel, schon bei Keimlingen. Ich habe vor Jahren dazu schon angefangen im Wiki etwas zu schreiben.

Ich kenne keinen anderen Baum der so schnell so lange Wurzeln bildet....

Vgl. http://mbreg.de/wiki/index.php/Wurzelsystem
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Tuff

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #32 am: 17-Juni-2015, 20:59 »

Steffen,

Schönes Foto, in der Wiki ! (dem Wiki ?)

Hast Du da etwas Deinen Ehering als Maßstab daneben gelegt ??

Das Maß aller Dinge ... :)

Im Bereich von Bewässerungskanälen oder Wiesenrändern erreicht das Wurzelsystem eine maximale radiale Ausdehnung von 12 ... 15 m.

Wer hat das denn gemessen ?

Als Mimimum kommen 15m besser hin.

Der Knackpunkt ist das Alter. Warum sollen wir 50 Jahre veranschlagen und nicht 100 oder 200 ?
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Steffen

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #33 am: 17-Juni-2015, 22:56 »

Die Daten habe ich glaube ich damals aus dem Schütt Lexikon der Nadelbäume geklaut, kann aber auch einer dieser grünen Naturführer (übrigens sehr gut, hat mein Vater über den Bertelsmann Buchclub immer bestellt)) aus den 80ern gewesen sein.... die Erkenntnis mit den langen Wurzeln beruht auf eigenem Gedankengut, und als Maßsstab hatte ich damals pragmatisch Hand und was daran war hergenommen, ja das Maß aller Dinge, guter Spruch..... ich habe irggendwo auf meiner Festplatte noch mehr Fotos der Wurzeln bis zum 3-4 jährigen Töpfling, aber bislang nicht eingestellt, weiß ja auch jeder selbst der Mammutbäume zieht, dass die Wurzeln echt krass abgehen....
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Tom E

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #34 am: 10-Juli-2015, 21:58 »

Hallo Steffen,
würdest du die Wurzelbilder der etwas älteren BM bei Gelegenheit bitte posten? Selbst wenn jeder weiß wie sie abgehen, über ihr nacktes Aussehen hört/sieht man seltenst etwas... leider. Wenn dem nicht so sein sollte, bitte verlinken/zeigen etc..

Hier noch ein Thread der sich auch mit Würzelchen beschäftigt.  ;)

Gruß
Tom
 
« Letzte Änderung: 10-Juli-2015, 22:03 von Tom E »
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Tuff

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #35 am: 13-Juli-2015, 16:47 »

Ich kenne keinen anderen Baum der so schnell so lange Wurzeln bildet....

Es guckt ja aber auch selten mal einer nach ... ich kann mir vorstellen da' die meisten Pionierbaumarten so etwas machen (in gutem Boden). Extrem schnell wachsen in der 'Kindheit' ja auch Douglasie, Lärche, Salweide, Birke, und eine Menge Exoten wie Paulownie oder Essigbaum.
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Bischi

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #36 am: 14-Juli-2015, 08:17 »

Hallo zusammen
Hier mal ein Link zu der tiefsten im Erdreich gefundenen Baumwurzel.
Hatte letztens mal einen Bericht dazu gesehen, durch Höhlen und Spalten kann man tatsächlich bis fast zum Ende der Wurzel kriechen.
http://www.forschung-und-wissen.de/magazin/tiere-pflanzen/die-tiefste-wurzel-der-welt-13372054
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Tom E

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #37 am: 30-August-2015, 10:25 »

Hier ein wenig über Würzelchen im Topf, eigentlich nichts neues.  ;)

*Klick*

Gruß
Tom
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Tuff

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #38 am: 30-August-2015, 13:31 »

Interessant Seite ! Es ist aber ein wenig Panikmache gleich von 'zerstörten Wurzeln' zu sprechen. Andererseits geht es um die Pflanzung in Trockengebieten, bzw. auch um Sturmfestigkeit, und da gibt es keine passt-scho-Kompromisse: Wer keine unversehrte Primärwurzel hat, wird nicht überleben.

Was das Flaggschiff der Holländischen Armada angeht ... ich habe selber mit solchen Konstruktionen experimentiert, und sehe in dem Konzept einen Denkfehler ... man sollte das wenige Regenwasser nicht nach innen leiten, sondern im Gegenteil, an den Außenrand; und nur bei großen Scheiben auch in der Mitte versickern.

(Oder ich habe die Konsruktion nicht richtig verstanden - sieht so aus als gäbs ein flächiges Reservoir unter dem Deckel ?)

Zur Bewässerung in den ersten Wochen nach dem Pflanzen muss man natürlich trotzdem gezielt innen an die Wurzel giessen, aber das ist kein Widerspruch. Das 'Loch' für den Sämling muss nur ein wenig grösser sein damit man es mit einem Schlauch leichter trifft. Dort könnte ein Schäufelchen Steinchen / Lavabrösel o.ä. die Oberschicht bilden damit der Boden nicht zu sehr geschlaucht wird.

(Spannende Frage aus welchem Material das xxx Ding sein soll, damit es rechtzeitig verrottet - ein Wiederverwenden ist keine gute Alternative, weil man bei grossen Stückzahlen den Zeitaufwand nicht leisten kann.)
« Letzte Änderung: 30-August-2015, 13:49 von Tuff »
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Bakersfield

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #39 am: 30-August-2015, 13:42 »

Neu nicht, aber trotzdem interessant. Danke, Tom... 8)

Ich habe im dritten Jahr (2014) auch endlich die richtigen Töpfe gefunden. 6x6x12,5cm, ganz glatt und mit komplett ebenem Gitterboden. Auf einer 20er Palette stehend. Die Wurzeln wachsen gerade nach unten. Und dann einfach nach draußen. Dann sollte man irgendwann innerhalb der nächsten Tage/Wochen umtopfen.

Oder man verpasst es doch manchmal. Ist aber dann nur halb so schlimm, da die Wurzeln entweder zum Nachbarn rüberwachsen oder vielleicht auch rundum zwischen Topf und Palette.  Aber eines machen sie definitiv nicht: wieder hochwachsen... ;)

Und entwirren lassen sie sich ganz leicht.

Ich habe die verschiedenen Stadien mal fotografiert. Hoffentlich reicht die Qualität der recht bescheidenen Tablettkamera aus. Bei knapp 30 Grad setze ich mich jedenfalls nicht an den PC... :)

Herkünfte von links (Sämlinge von April/Mai 2015):

Kronberg, Hessen (Danke, Micha D.)
Payerbach, Österreich (Danke, liebe Judith...  :-* )
USA (stammen vom Margidsche*, danke, liebe Margit... :-* )
Sequoiafarm, Versuchsfläche (Danke für die Sammelerlaubnis, Chris)

Bitte jetzt keine Wachstumsvergleiche Europa - USA anstellen. Es gibt von fast allen Herkünften solche und solche... ;)

Solche und solche Sonntagsgrüße aus'm WML,
Frank
« Letzte Änderung: 30-August-2015, 13:54 von Bakersfield »
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Bakersfield

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #40 am: 30-August-2015, 13:51 »

 *zu den US-Sämlingen: Wayne, weißt du noch woher das Saatgut genau stammte, welches du Margit mal zu einem Treffen in 2009 oder 2010 mitgebracht hattest?
« Letzte Änderung: 30-August-2015, 13:56 von Bakersfield »
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Tom E

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #41 am: 17-Oktober-2015, 13:03 »

Heute habe ich hier mal einen kleinen Vergleich zum Wurzelwachstum unserer Mammutbäume. Und zwar habe ich hier eine junge Douglasie im Topf, seit über 2 Jahren steckt sie inzwischen im selben Topf - man beachte die Wurzeln. Das ist die Monatsleistung eines Bergmammutbaumes. Die Wurzeln von Nr.3 musste ich nach nur 4 Monaten bereits wieder 50cm weit verlegen, obwohl beim Eintopfen garantiert keine Wurzel am Topfrand war.

Der Mammutbaum ist einer der Fünf, nach dem ersten Jahr im größeren Topf. Die "ausgerollten" Wurzeln waren zu dem Zeitpunkt über einen Meter lang.

Vergleichender Gruß
Tom
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Bakersfield

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #42 am: 24-Oktober-2015, 21:54 »

Hallo Tom,

schöner Vergleich. Hatte ich bis eben übersehen... :-[

Irgendwie ist diese Wurzelexplosion beim BM schon extrem. Wenn man ihm genug Wurzelraum gibt und er ihn auch ohne Hindernisse durch Deformationen erschließen kann, dann sollte er auch in unseren Breiten jede Dürre überstehen und jede Pilzattacke abwehren können.

Ich möchte wetten, dass bei einem Großteil der vertrockneten Altbäume der letzten Jahre eben diese beiden o.g. Punkte nicht gegeben waren... :-\

Viele Grüße,
Frank
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Tuff

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #43 am: 25-Oktober-2015, 01:46 »

Frank, bei deinen Töpfen verstehe ich noch nicht wieso Du von 'entwirren' sprichst ... bedeutet das, Du schneidest die Töpfe zum Auspflanzen auf ? Denn sonst bekommt man die Wurzeln doch niemals unversehrt aus dem Topf.

Die Bilder von Tom und Dir zeigen eines deutlich: Eigentlich ist kein Topf groß genug für die BM Wurzeln, und man sollte konsequent zum Air Pruning oder ähnlichen Verfahren gehen.

Aus dem Gefäß herauswachsende Wurzeln sind im Zweifelsfall sogar gut, jedenfalls besser als wenn sie sich innendrin ineinander und im Kreis winden. Man kann die hinauswachsenden Wurzeln zum Pflanzen kappen; wenn Pflanz-Zeitpunkt und Boden optimal sind, sollte der Baum das überstehen.

Dann muss man sich aber auch mal fragen wozu der Topf überhaupt noch notwendig ist: Nämlich nur noch zum Transport an den Pflanzort. Zur Anzucht an sich könnte man aber auf ihn verzichten, und die BM etwa in große Kästen (auf Rollen) oder einfach in den Boden säen.

Der Vorteil gegenüber den Einzeltöpfen ist die anfängliche Zeitersparnis: Kein Pikieren, kein Umtopfen. Ohne Pikieren mehr Sicherheit für den empfindlichen Keimling. Dafür innerhalb eines Kastens im 2. Jahr evenutell Auseinanderpflanzen, was aber sehr schnell geht und in dem Stadium kein großes Risiko ist. Zum Auspflanzen hat man auch etwas mehr Arbeit.

Ich verwende durchlöcherte 90 Liter Mörtelkübel, mit circa 30cm Tiefe, was ich als das absolute Minimum ansehe. Eigentlich sollten die Kisten eher doppelt so tief sein. Ich steche die Pflanzen mit einem ø 20 cm Rohrstück aus. Man kann dieses primitive Werkzeug konstruktiv verbessern, so daß der 'Klumpen' auch sicher im Ganzen mit herauskommt. Ich verwende allerdings einen Heber den ich drunterschiebe.

Im zweiten Frühjahr pflanze ich manche BM auseinander oder konsolidiere Vereinzelte in einem einzelnen Kasten. Dazu setze ich sie gleich etwas erhöht auf einen kleinen Hügel, so daß sie noch tiefer wurzeln können. Im selben Jahr im Herbst pflanze ich sie normalwerweise aus, es gibt aber bei meinem speziellen Verfahren (Water Pruning in der Tiefe)  keine Eile damit und ich kann auch getrost noch 1 Jahr warten. Die minimale Pflege-Notwendigkeit war einer der Hauptgründe, dieses System zu entwickeln.

Typischerweise zeigen die BM in der Umstellung von Water Pruning auf normale Bodenverhältnisse im ersten Jahr einen deutlichen Pflanzschock, und müssen bei Trockenheit gegossen werden. Ich stelle mir vor, daß die Wurzel keinen 'Pfahl' ausbilden kann und sich daher eher dicht verzweigt, bei reduziertem Gesamtwuchs aufgrund des zunehmenden Sauerstoffmangels in der Tiefe. Vermutlich wird im Jahr der Auspflanzunug daher die ganze Energie in die Umorganisation der "Wasserwurzel" gesteckt. Im nächsten Jahr wachsen die BM dann bereits kräftig zu und brauchen auch nicht mehr zwingend eine Bewässerung.

Natürlich gehören zu dem Gesamtsystem noch eine Menge wichtiger Details. Ich kann aber inzwischen bestätigen, daß es bei den letzten Dutzend so Ausgepflanzten trotz schwieriger "Wildnis-"Bedingungen keine Ausfälle mehr gegeben hat. Ich habe inzwischen für meine Fläche das Vertrauen, einem so gezogenen und gepflanzten BM 99% Überlebenschance zu geben - und die 1% Vorbehalt gelten nur dem Mauskragen, dem ich immer noch nicht absolut sicher trauen mag, obwohl er bisher (bei 20 Pflanzen und hoher Mäusedichte) noch nicht unterwandert wurde.

Water Pruning mittels Durchflusswasser ist ein System, welches die Wasserversorgung bei nicht existenter Pflege (also praktisch in Abwesenheit) sichern kann. Der resultierende Pflanzshock ist aber ein deutlicher Nachteil gegeüber dem Air Pruning, welches wiederum existentiell von kontinuierlichem Bewässern abhängig ist.

Andererseits ist es für einen BM in der Sierra nicht untypisch, in einer feuchten Mulde oder einer Frühjahrs-Schmelzwasserpfütze zu keimen, welche dann im Sommer trockenfällt. Das sind genau die Bedingungen die ich mit meinem Design simuliere, allerdings leider mit zuwenig Wurzelraum in der Tiefe. Leider konnte ich aus Zeitmangel im letzten Jahr nicht daran arbeiten, die Mängel zu beseitigen. Vermutlich werde ich stattdessen aber nochmal zurück auf "Start" gehen und etwas ganz neues bauen.
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Tuff

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Re: Die Entwicklung der Wurzel des Bergmammutbaumes
« Antwort #44 am: 07-November-2015, 22:03 »

Nachtrag zu "Pfahlwurzeln" .... heute habe ich ein paar Lärchen umgepflanzt, welche zu dicht standen und in Zukunft wohl gekappt worden wären. Sie sind alle aus Naturverjüngung und an Ort und Stelle gekeimt. Die größten 2 waren 3m hoch, im Unterstand unter Fichten und in dichter Verjüngung aufgewachsen und so um die 5 Jahre alt.  Das interessante ist, dass diese nur einen sehr kleinen Wurzelballen hatten, von dem erwartungsgemäss oberflächennahe einige sehr weit (mindestens 2m)  streichende eher dünne Wurzeln ausliefen;  und eine Art "Pfahlwurzel" (mittig nach unten) die dick aber nur sehr kurz war, nur ca. 15 cm lang aus dem Wurzelballen herausragend und dann plötzlich in einem dünnen Zipfel auslaufend.

Der Boden darunter ist etwas steinig, aber nicht undurchdringlich, und diese Hauptwurzeln (ich nenne es lieber so, da die Lärche kein spezieller Pfahlwurzeltyp ist) hätten den Steinen ja auch einfach ausweichen können.

Ich konnte kein Foto machen da ich aufgrund großer Zeitnot im Dunkeln bis spät nachts arbeite (mit der Kopflampe). Ich könnte allenfalls eine Zeichnung machen wenn diese Beschreibung nicht ausreicht.

Ich hätte diese Art von zentraler Wurzel bei einer Lärche nicht erwartet, die Kürze  bestätigt aber wohl nur daß sie kein echter Pfahlwurzler ist.
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