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UM-Reihe auf der Sequoiafarm

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Bernhard:

--- Zitat von: Waldläufer am 31-Oktober-2013, 19:36 --- Ich glaube dem Verein täte gelegentlich
auch der frische Wind der Erkenntnis von außerhalb ganz gut.


--- Ende Zitat ---

Genau ! Das wäre doch mal eine Maßnahme !

Was sind wir nur für ein unwissender Verein, und kochen unsere eigene Suppe, ohne Wissen und Erfahrung.

Man sollte mal auf Experten hören !

Devoter Gruß

Bernhard






 :P ::)

Tuff:
Habe gerade mit einem Pilzsachverständigen (speziell für Forstfragen) telefoniert. Er hat auch die online Fotos gesehen. Er sagt auch Wurzelschwamm. Wir können das übrigens vor Ort leicht klären, der Wurzelschwamm macht aus dem Holz so eine weißliche Holz-Pappe (er löst das braune Lignin auf) mit typischen schwarzen Linien (Demarkationslinien) darin. Ich habe das schon oft gesehen und vielen von euch wird es auch bekannt vorkommen, man findet derart zersetztes Holz in vielen Wäldern.

Er sagt die Ausbreitung durch Sporen spielt beim Wurzelschwamm kaum ein Rolle, wenn bereits so viele Bäume befallen sind. Der Pilz verbreitet sich nämlich hauptsächlich durch Wurzelkontakte der Bäume untereinander, also von Baum zu Baum. Das Fruchtkörper entfernen kann man sich also sparen.

Auch er kennt als 'Bekämpfung' nur das Fällen der befallenen Bäume; wenn man einen weiteren unterirdischen Befall ausschließen will, müsste man eigentlich auch die Nachbarn fällen.

Die einzige Frage die sich wirklich stellt ist wie lange kann ein Baum noch sicher stehenbleiben bevor es soweit ist.

cbk:
Könnte man daraus kein Zuchtprogramm machen?

Wo auf der Farm schon winterharte Küstenmammuts selektiert wurden, wäre es doch eine Aufgabe Keimlinge zu selektieren, die mit dem Pilz klarkommen?
Klar ist das alles eine langfristige Angelegenheit, aber da in einer anderen Diskussion schon über die Verjüngung des Bestands diskutiert wird, könnte man doch für die Neupflanzungen in die Richtung experimentieren.

Also was passiert, wenn man den Pilz auf tausende Keimlinge losläßt? Ob sich da wohl einzelne Pflänzchen resistent gegen den Pilz zeigen?


Selektive Grüße
Chris Benjamin

xandru:
Hallo Chris Benjamin,

Man hat wahrscheinlich auch schon versucht vegetarische Katzen zu züchten… Aber die Natur hat auch Grenzen.

Soweit ich weiß, gehen Pilze an gestresste Bäume. Die Bemerkung von Denniz, dass UMs auf dem sandigen Boden der Farm zu Trockenstress neigen, leuchtet mir ein. Faktisch ist das ja eine Maas-Düne. Ein guter Meta-Standort sieht wohl anders aus.

Es hängt aber vom zu erstellenden Farm-Konzept ab, ob Metasequoia dort tatsächlich eine Zukunft hat. Die Martins haben wahrscheinlich mit dieser Spezies experimentiert – oder von wann stammen die UMs? Aber unter Umständen gelangt so ein Experiment auch mal an seine natürliche Grenze. Das könnte die Botschaft dieses Pilzes sein.

Begrenzte Grüße,
Wolfgang

Bakersfield:
Hallo CJ,

Wurzelschwamm, Hallimasch und Co. suchen sich gezielt geschwächte Exemplare. Oder besser gesagt, gegen gesunde und vitale Bäume, die Ihnen genug Widerstand leisten können, haben sie eher schlechte Karten. Ich glaube kaum, dass die Genetik da eine große Rolle spielt.

Die UMs wurden experimentell eng gesetzt, konnten im Wachstum mit den sie umgebenden Koniferen nicht mithalten (wahrscheinlich auch wegen mangelndem Wasser = viele besonders feuchtigkeitliebende Bäume auf wenig Raum), sind dadurch durch zusätzliche Schattierung weiter gehemmt worden und drohen jetzt so langsam den langjährigen Kampf mit den holz- und wurzelnzersetzenden Pilzen zu verlieren. Andere UMs auf der Farm, die aus dem gleichen Saatgut stammen, aber nicht eng in Reihe gesetzt wurden, zeigen diese Symptome nicht.

Das beste Mittel gegen den Pilz ist ein gesunder Organismus mit natürlichen Abwehrkräften.

Viele Grüße,
Frank

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