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Costa, Lenin und Mao

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Tuff:
Bin nicht sicher ob man ET auf Koniferennadeln beziehen kann. Bei denen sind ja die Spaltöffnungen entscheidend, und die Wachsschicht.


Mein KM ist nun deutlich gelbgrün geworden, aber noch ist er ok. Ich glaube wenn das (bis zu -17 Grad) soweit alles war, wird er problemlos in den Frühling starten. Aber wenn die Sause nochmal kommt, oder sovar noch öfter, wird er sicher auch deutliche Schäden davontragen. Offensichtlich (da sonnengesxhützt) handelt es wich auch um teine Frostwchäden, man sieht zB. jetzt schon verkrümmte Nadeln an den jüngsten, nicht ausgereiften Jahrgängen. Die Knospen sehen aber alle noch ok aus.
Ich schätze mal, ein KM täte hier im Oberbergischen gut daran, langsamer zu wachsen und früher im Jahr "Schluss" zu machen.

Tom E:
Hallo Micha,
man könnte sicher auch die Artspezifische ET berechnen, wenn man gewisse Dinge wissen würde. Aber mir geht es dabei auch gar nicht darum, was effektiv aus dem Baum verschwindet, sonder nur um die potentielle Neigung des Wassers die Pflanze zu verlassen.  ;)

Einfach mal das Trieblein anheben und darunter schauen, inzwischen sollte man einen Schaden aufgrund des Durchfärbens der Nadel leicht erkennen. Nur verfärbte Nadeln haben das nicht.

Gruß
Tom

Michael D.:
Moin,Tom !

Bei meinen kleinen KM´s sind ebenfalls ähnliche Schäden,oder auch stärker,wie auf deinen Bildern festzustellen,während die beiden "Großen" kaum Schäden aufweisen.Einen Spitzentrieb wird es gekostet haben,das wird aber relativ schnell wieder ausgeglichen.

Sempervirige Grüße ! Michael

Tom E:
Schönen trüben Tag, (zumindest hier)

ich führe den Spaß mal fort. Inzwischen zeigen sich die Probleme natürlich immer deutlicher, was anfänglich nur eine leicht komische Färbung ist, ist inzwischen ein Totalausfall für jeden auch auf Bildern ersichtlich.

Fangen wir mal mit dem Martin-Steckling an. Das schöne an diesem Pflänzlein ist, dass die Faktor Sonne bei ihm nicht vorhanden ist, da er 100% Schatten genießt. All seine Schäden sind also reine Temperatur Schäden mit etwas (abgeschwächtem) Windeinfluss. Wie schon lange gesagt, haben es viele Nadeln hinter sich, zudem ist einer der Triebe unterhalb der Spitze abgestorben. Auf den Bilder lässt sich im mittleren Bereich dieses jungen Triebes eine leicht gelbliche Farbe erkennen, der Teil dahinter wird absterben. Ob sich weitere (schlimmere) Schäden verstecken weiß ich nicht, womöglich zeigt sich ein Teil auch erst, wenn er im weiteren Februarverlauf mal wieder von der Sonne erfasst wird.

Bei Costa finde ich es schon viel interessanter, da hier die Bandbreite der Zustände viel größer ist. Es ist einfach alles dabei, von vollständig abgestorbenen Nadeln, über verfärbte Nadeln bis zu absolut gesunden Nadeln. Das ist zum einen der verschiedenen Nadeljahrgänge geschuldet, zum anderen natürlich der vielfältigen Bedingungen je nach Position im/am Baum. Sehr deutlich zu sehen, dass die Sonne den wohl größten Einfluss auf die bisherige Entwicklung hat. Während die meisten exponierten Nadeln aller Jahrgänge inzwischen Tod sind, haben der Sonne abgewandte Triebe zum Teil keinerlei Schäden davongetragen. Besonders zu erwähnen, die krüppeligen Nadeln des letzten Jahres. Meine Vermutung der eigentlich offensichtlichen Tatsachen ist ganz einfach, dass diese Nadeln aufgrund des Wasserstresses eine besonders dicke Wachsschicht aufgebaut haben, welche jetzt auch im Winter gegen die Austrocknung durch die Sonne geschützt hat. Interessant finde ich, dass die Temperaturen um -20°C also gar nicht zwingend Nadelschäden zur Folge haben, lediglich mit der Sonne in Kombination kann es zu Schäden kommen. Einmal mehr kann man diese Schäden in die Frosttrocknisschublade schieben.

Eine für mich interessante Sache spielt sich an der Spitze ab, wo normal gewachsene Nadeln ebenfalls sehr gut aussehen, obwohl sie weder krüppelig noch früh im Jahr gewachsen sind und unter vollen Sonnengenuss stehen.
Triebschäden an Costa sind bisher noch keine erkennbar, was natürlich auch dem geschuldet ist, dass der Baum die letzten beiden Jahre kaum gewachsen ist. Allerdings ist das nicht überall der Fall, es gibt ein paar Äste im oberen Bereich, welche spät im Jahr noch ein paar dm gewachsen sind, bzw. auf jeden Fall mehr als der ebenfalls nicht groß gewachsene Martin-Steckling.

Mal sehen was sich noch so ergibt bis zum Wachstumsbeginn.

Im Anhang:
-Martin Nadelschäden und Triebschaden
-der wohl am stärksten geschädigte Costazweig (unterer Bereich nach Westen)
-grünblaue 2016er Krüppelnadeln am 2015er Leittriebteil
-ungeschädigte der Sonne abgewandte Nadeln
-Seitentrieb der 2016er Spitze

Gruß
Tom

Tuff:
Wenn Deine Analyse so stimmt, Tom, dann wäre die Handlungsvorgabe für KM in Deutschland: Ab Spätsommer nicht mehr giessen (auch und gerade wenn damit der Höhenwuchs eingeschränkt wird) damit er kürzere, 'dickere' Nadeln macht; sowie kleine KM im Winter vor direkter Sonne schützen. Als Standort wäre generell eine gegen Süden schattige Lage zu empfehlen, möglicherweise einfach im Schatten eines anderen hohen Baumes. Man könnte zum Beispiel gegen Süden vor jeden KM einen anderen KM pflanzen, oder vielleicht besser noch eine Thuja o.ä.

Interessante Frage, an welchem Standort bzw. in welchem Klima es eine Tendenz zur Herbstrockenheit gibt (anstatt Frühjahrstrockenheit, wie bei uns leider oft der Fall).

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