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BM ID 528 in Nettetal-Kaldenkirchen

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Bakersfield:

--- Zitat von: denniz am 15-Mai-2015, 19:01 ---
--- Zitat ---Ich lach mich tot.....du bist echt der beste.....deine oberlehrermäßigen Sprüche kannst dir sonswohin schieben du Held....
--- Ende Zitat ---

Danke Wayne, zuviel der Ehre.. ;) Ich fasse das jetzt mal nicht als Beleidigung auf :-*

Besucherandrang ist mit Sicherheit eine ernstzunehmende Gefahr für den Bergmammutbaum.
Natürlich wäre eine Terasse dort völlig mit der Kanone auf den Spatz geschossen.
Mit der Hacke unter einem Baum zu arbeiten ist in der Tat nicht gut für das Feinwurzelsystem welches
sich auch dort direkt unter der Oberfläche befindet. Grosse Teile der Wurzelscheibe befinden sich ohnehin
schon unter Pflasterstein und Asphalt.

Lukas Wiesner hat doch meines Wissens nach eine Bewässerungsleitung an seinen Riesen gelegt,
Ein so besonderes Exemplar wie dieser Baum in der Jahnstrasse hätte sich das ebenfalls verdient.

beim Baum bleibend
Denniz

--- Ende Zitat ---

Ok, Denniz, ich stimme zu, dass man beim "Unkrautjäten" dort nicht zu rabiat vorgehen sollte. Die Feinwurzeln sind in den obersten ca. 20cm aber nicht betroffen. Die befinden sich mWn weiter unterhalb.

Ein großes Glück des Baumes und wahrscheinlich auch ein wichtiger Grund für sein immenses Wachstum sind, trotz der versiegelten Flächen, die großen Gärten mit Teich südlich und südwestlich von ihm. Von dort bekommt er das meiste Licht. Und dort werden sich auch die meisten seiner Wurzeln befinden.

Ich glaube auch nicht, dass er ein Wasserproblem hat. Trotzdem kann man natürlich über eine Vorrichtung für zusätzliches Wasser nachdenken. Aber sobald es trockener wird, wird bestimmt auch der Rasen im Garten gesprengt... ;)

Wir sollten den Baum aber definitiv genau beobachten und auch der Ursache für den seifigen Ausfluss auf den Grund kommen. Wobei ich zu 99% sicher bin, dass dieser keinen Zusammenhang zum Freiräumen der Ostseite hat.


denniz:
Hallo Bergmammutbaumfreunde,
Das habe ich ja auch nicht behauptet, dass die Schädigung mit der Säuberung der Fläche zutun hat.
Wollte auf die von euch veränderte Situation hinweisen, die zwar besucherfreundlicher ist, aber nicht
unbedingt für den Baum. Dieses Zitat von Tuff macht eigentlich klar worauf ich hinaus will:


--- Zitat ---Nochmal kurz zur Sierra: Ein über 10.000 Jahre gewachsener Boden kann nicht mit unseren seit 1000 Jahren fast überall und immer wieder mal 'gestörten' (gerodeten, beackerten, befahrenen) Böden verglichen werden. Auch kann ein Baum der in solch einer Umwelt aus einem Sämling wuchs, welcher also von Anfang (!) an seine Wurzeln der Feuchte auch lateral hinterher schickte, nicht mit einem ausgetopften Bäumchen verglichen werden.
Man kann die wertvollen besonderen Eigenschaften einer jahrtausendalten Wildnis auf keine Weise durch menschliche 'Rekultivierung' nachbauen. Und wenn, wäre der Aufwand unbezahlbar.
--- Ende Zitat ---

Der Boden, sein Zustand und eben auch die Bearbeitung bzw. Belastung scheint für den Bergmammutbaum eine grosse Rolle zu spielen.
Das mit dem Mulch ist eine super Idee Jochen! Ein Bewuchs, der zusätzlich den Boden lockert und vor Austrocknung schützt, aber nicht
den mächtigen Stammanlauf verdeckt wäre dann das Sahnehäubchen. (Farne?)

@Bakersfield: Feinwurzeln sind schon ab 1cm Bodentiefe anzutreffen.

--- Zitat ---Die Wasseraufnahme erfolgt über die Wurzelhaare und die feinen Seitenwurzeln. Ältere Wurzeln sind verkorkt und dienen nur mehr der Wasserleitung.
--- Ende Zitat ---
http://de.wikipedia.org/wiki/Wurzel_%28Pflanze%29



konstruktiven Gruß
Denniz



JNieder:

--- Zitat von: denniz am 15-Mai-2015, 10:12 ---........, auch schon wegen der vielen Vierbeiner, ........

--- Ende Zitat ---

Hinterlassenschaften von Vierbeinern waren nicht zu entdecken.
Aber von den Zweibeinern haben wir - als die Hecke noch davor stand - erheblich mehr "Dreck" weggemacht.
War so eine richtig perfekte "Kuschelecke" für Obdachlose, Säufer und sonstige Notdurftdürftige. 8)
Hatte der Baum definitiv auch nicht verdient.

Kuscheliger Gruß
Jochen

Bakersfield:

--- Zitat von: denniz am 16-Mai-2015, 08:18 ---Hallo Bergmammutbaumfreunde,
Das habe ich ja auch nicht behauptet, dass die Schädigung mit der Säuberung der Fläche zutun hat.
Wollte auf die von euch veränderte Situation hinweisen, die zwar besucherfreundlicher ist, aber nicht
unbedingt für den Baum. Dieses Zitat von Tuff macht eigentlich klar worauf ich hinaus will:


--- Zitat ---Nochmal kurz zur Sierra: Ein über 10.000 Jahre gewachsener Boden kann nicht mit unseren seit 1000 Jahren fast überall und immer wieder mal 'gestörten' (gerodeten, beackerten, befahrenen) Böden verglichen werden. Auch kann ein Baum der in solch einer Umwelt aus einem Sämling wuchs, welcher also von Anfang (!) an seine Wurzeln der Feuchte auch lateral hinterher schickte, nicht mit einem ausgetopften Bäumchen verglichen werden.
Man kann die wertvollen besonderen Eigenschaften einer jahrtausendalten Wildnis auf keine Weise durch menschliche 'Rekultivierung' nachbauen. Und wenn, wäre der Aufwand unbezahlbar.
--- Ende Zitat ---

Der Boden, sein Zustand und eben auch die Bearbeitung bzw. Belastung scheint für den Bergmammutbaum eine grosse Rolle zu spielen.
Das mit dem Mulch ist eine super Idee Jochen! Ein Bewuchs, der zusätzlich den Boden lockert und vor Austrocknung schützt, aber nicht
den mächtigen Stammanlauf verdeckt wäre dann das Sahnehäubchen. (Farne?)

@Bakersfield: Feinwurzeln sind schon ab 1cm Bodentiefe anzutreffen.

--- Zitat ---Die Wasseraufnahme erfolgt über die Wurzelhaare und die feinen Seitenwurzeln. Ältere Wurzeln sind verkorkt und dienen nur mehr der Wasserleitung.
--- Ende Zitat ---
http://de.wikipedia.org/wiki/Wurzel_%28Pflanze%29


konstruktiven Gruß
Denniz

--- Ende Zitat ---

Hallo Denniz,

das Mulchen ist sicherlich der kleinste gemeinsame Nenner, den wir hier erreichen können.

Über die Wurzeln könnten wir noch lange diskutieren. Wo man welche Wurzeln bei welchem Baum genau vorfindet, ist wahrscheinlich ein Thema, welches den Rahmen hier sprengt. Danke für den Wikipedia-Link. Von der "1cm Tiefe" habe ich zwar nichts gefunden, dafür zeigt dieses Zitat...


--- Zitat ---Die dünnen Feinwurzeln besitzen oft nur eine kurze Lebensdauer und sind für die Wasser- und Nährstoffaufnahme zuständig.
--- Ende Zitat ---

...dass gelegentliche mechanische Schäden an einigen Feinwurzeln für den Baum kein Problem sein sollten. Von den Grobwurzeln werden unaufhörlich neue Feinwurzeln gebildet.

Von meiner Seite soll's das in der Wurzel- und Freiräumdiskussion gewesen sein. Ich begrüße, dass der Baum für die Besucher und die Anwohner nun besser erlebbar geworden ist. Es ist langfristig nicht nur zu seinem Besten sondern auch für die Baumart an sich. Denn als herausragender Stellvertreter wird er hoffentlich viele Menschen für diese Bäume im Speziellen und die Natur im Allgemeinen begeistern. Ebenso wie wir es uns mit der Sequoiafarm erhoffen... :)

Naturbegeisterte Grüße,
Frank

denniz:

--- Zitat ---Wichtig: Im Sommer nicht austrocknen lassen, vor allem nicht über einen längeren Zeitraum bei Hitze! Am besten die Baumscheibe mulchen. Durch Trockenheit geschwächte Bäume werden seit einigen Jahren durch den Schadpilz Botryosphaeria dothidea befallen. Diese gefährliche Pilzkrankheit, kann auch einen alten Mammutbaum zu Absterben bringen.
--- Ende Zitat ---
http://www.gartendatenbank.de/wiki/sequoiadendron-giganteum

Nun, leider finde ich zur Wurzeltiefe keinen "Beweis" im Internet, habe aber selber schon solche Wurzeln in dierekter Bodenschicht
aus Versehen freigelegt. Jedenfalls fand ich diese Info noch ganz hilfreich. Eigentlich müsste unter dem Baum auch mächtig
Nadelstreu liegen. Wurde diese abgeräumt? Mir ist aufgefallen wie langsam (fast überhaupt nicht) sich die BM-Streu zersetzt.
So könnte man sich eben durch absolute Unterlassung doch sogar das mulchen sparen... ;)

aktivitätsoptimierten Gruß
Denniz

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