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Autor Thema: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht  (Gelesen 20727 mal)

Joachim Maier

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #15 am: 13-September-2008, 11:22 »

Den muss ich mir auch noch mal genehmigen!

Ich hab zwar schon länger von ihm gehört, aber noch nicht "live" gesehen!
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Lukas Wieser

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #16 am: 17-November-2008, 11:17 »

An Sir Cachelot: Hallo Peter, habe Deinen Bericht über den Rappenloch-BM in Dornbirn gelesen!:-) Sehr beeindruckender Baum, Kompliment!:-) Ich denke allerdings, daß der maximal 48-50m hoch ist, dafür spricht auch sein Umfang von 7.10m!:-) Mein Gigant in Walenstadt hatte 1961 bei 50m Höhe einen Brusthöhenumfang von 7.50m... Du hast im September 07 von gelben Nadeln geschrieben, und daß der Baum gelitten hat... Du hast vermutet, daß der Baum wohl zu wenig Wasser bekam... Nun, am Wasser hats 2007 sicher nicht gelegen!:-) Die gelben Nadeln sind BM-typisch für Anfang September, zuerst werden die alten Nadeln gelb, später orangebraun... Grad in feuchten Jahren ist die Abnadelung besonders stark, wenn ein BM schnell wächst, geraten umso mehr Nadeln im Kroneninnern in den Schatten und werden nicht mehr gebraucht!:-) Viele Leute denken dann daß es einem Mammutbaum nicht gut geht, doch meistens ist genau das Gegenteil der Fall!:-) Der Rekordbaum in Alosen zeigte 2007+2008 Rekordabnadelung, Gruss
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Joachim Maier

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #17 am: 17-November-2008, 12:08 »

Meines Wissens werden auch die dreijährigen Nadeln abgeworfen!

Müsste allerdings noch von ensprechender Stelle bestätigt werden, da ich die Quelle nicht mehr sicher weiß!

Möglicherweise sind die Dreijährigen auch diejenigen, welche kein Licht mehr bekommen!  ;)
« Letzte Änderung: 17-November-2008, 14:01 von Joachim Maier »
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Sir Cachelot

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #18 am: 17-November-2008, 14:29 »

Lukas, glaub mir, der ist so hoch wie ich ihn dieses Jahr gemessen habe. Wenn das mit den gelben Nadeln stimmt wäre es ja gut.
Die Wasservermutung habe ich diesen September geschrieben - am 7.09.2008.
Tuff hat da glaub ich auch noch so eine Theorie.
« Letzte Änderung: 17-November-2008, 14:37 von Sir Cachelot »
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Tuff

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #19 am: 17-November-2008, 20:36 »

Hi Peter,

dass er am Anfang von der Schlucht steht und es um ihn herum höher ist

Genau das ist der Punkt ! So geschützt kann ein Mammutbaum besonders hoch werden (das heißt, auch die Wipfelspitze bricht im Sturm nicht öfter mal ab). So sollte man Sequoia pflanzen, dann würden wir noch mehr ins Staunen kommen als bei dieser Art sowieso schon.

Lukas: Richtig, die Nadeln werden natürlich regelmässig erneuert (übrigens immer ganze Zweige oder "Büschel" auf einmal, bei den cupressoiden). Die gelben Zweige werden dann braun und fallen im Spätsommer oder frühen Herbst ab, wie wir alles bereits beobachtet haben. Manche Baumbesitzer haben dann Mühe ihre Rasenfläche wieder freizuschaufeln. (Deinen Tip, Lukas, Äste bis zum Boden zu belassen, möchte ich übrigens voll und ganz unterstützen.)

Ich habe das 'gelbe Zweige' Phänomen in diesem Jahr in ganz verschiedenen Orten Deutschlands gesehen, Süden wie Norden, und bereits früh im Sommer. Bei den gut Wasserversorgten fiel es bereits im Herbst kaum mehr auf, andere sahen aber noch schütter aus. Ich frage mich ob in diesem Frühjahr die UV-Strahlung besonders stark war, was besonderen Stress für die Nadeln bedeutet haben würde, besonders die älteren, weswegen sie diesmal früher und in größerem Umfang gelb wurden. Meine Keimlinge hatten bereits im Mai auffälligen 'Sonnenstress' weswegen ich sie beschatten musste. UV-Stress kann an geringerem Wasserdampfgehalt der Luft liegen, oder an einem Ozonloch. Ist nur einer Idee.
« Letzte Änderung: 18-November-2008, 00:20 von Tuff »
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Bischi

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #20 am: 17-November-2008, 20:46 »



Ich frage mich ob in diesem Frühjahr die UV-Strahlung besonders stark war, was besonderen Stress für die Nadeln bedeutet haben würde
Hallo Tuff
Die Strahlung war im Frühjahr (April-Mai) längere Zeit besonders stark (Ostwind, extrem trockene saubere Luft,-
wirkt wie ohne Filter......)
Bernhard hatte seine KM (glaub ich) auch der Sonne ausgesetzt und sie hatten Schäden.
Erinnernde Grüße vom Jürgen
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Sir Cachelot

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #21 am: 18-November-2008, 08:07 »

In Badenweiler gibt es ja auch zwei BM wovon einer gelb ist und der andere nahezu nicht.
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Tuff

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #22 am: 19-November-2008, 00:41 »

Man muß das im Einzelfall unterscheiden. Was aus der Ferne ähnlich wirkt, kann ganz verschieden sein (wie Fichtensterben und Lärchen im Winter).
Ich favorisiere zwei Ideen (gleiche Wasserversorgung und Bodenqualität vorausgesetzt):
(a) Unterschiedliche Alterszyklen (ähnlich wie bei Bambus), möglicherweise einfach durch unterschiedliches Pflanzdatum, vieleicht aber auch durch unterschiedliche Dauerhaftigkeit der Zweige ?
(b) Oder unterschiedliche Anfälligkeit für Botryosphaeria, das habe ich in Freiburg schon bei direkten Nachbarn gesehen.

Wenn es genetisch bedingt ist wäre das für die Züchtung von europäischen Sorten von großer Bedeutung.
« Letzte Änderung: 19-November-2008, 00:43 von Tuff »
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Lukas Wieser

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #23 am: 19-November-2008, 06:42 »

Wenn 2 BM nebeneinander stehen, hat meistens der schnellerwachsende und grössere BM mehr und früher gelbe Nadeln!:-) Die Blüten können einen BM optisch ebenfalls gelb einfärben!:-) Der 10m Umfang-Riese im Spitalpark Walenstadt bildet bereits wie wild Blüten!:-) Im Februar/März sieht er von Weitem oft richtig goldbraun aus... Gruss Lukas Wieser.

An Sir Cachelot und Tuff!:-) Glaubt mir, das mit den gelben/braunen Nadeln dieses Jahr hat schon seine Richtigkeit und hat bei Sequoiadendron Giganteum ab ca 3m nichts mit der UV-Strahlung zu tun!:-) Ich lebe ja seit vielen Jahren mit einem von Europas mächtigsten BM quasi im gleichen Haushalt!;-) Mein Gigant steht nur 13m von meiner Terrasse weg südlich meiner Stube im Garten... Ich beobachte ihn Sommer, Herbst, Winter und Frühling, bei Sturm, Frost, Hitze, Regen, Hagel, Trockenheit und Kälte... Dazu kommen meine täglichen Rundgänge im Spitalpark Walenstadt, meine Besuche in Alosen und Beobachtungen an hunderten Schweizer BM!:-) 2007 und 2008 waren beide SEHR feucht, zumindest in der Schweiz und im südlichen Deutschland... 2006 waren Juni+Juli extrem heiss und trocken, als ich im Juli 06 nach Corseaux sur Vevey kam hatte ich einen Schock-der Gigant hatte unter Trockenstress bereits mehr als einen Drittel seiner Nadeln absterben lassen, sofort organisierte ich eine Bewäßerung!:-( Gruß
Ps: Der Gigant von Corseaux wurde sofort eine ganze Nacht exzessiv bewässert, und wie ich den Bildern von Peter entnehmen konnte hat er sich prächtig erholt!:-) Das Bild 2006 war traurig, der Baum liess sogar Triebe im äusseren Bereich einfach verdorren, der dickste Ast war bereits dem Tod nahe!:-( Die Erde um den Stamm war staubtrocken, rund um Vevey sah man überall abgestorbene Wiesen+Rasen, die Luft flimmerte in der Gluthitze von fast 40 Grad!:-( Vielleicht habe ich dem Monster-BM von Corseaux sur Vevey das Leben gerettet-nur er weiss das... Hauptsache er lebt weiter!:-) Gruss Lukas Wieser.

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Lukas Wieser

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #24 am: 20-November-2008, 08:49 »

An Tuff: Hallo Tuff, klar muss man den Einzelfall beurteilen!:-) Was ich hier beschrieben habe, bezog sich auf die Abnadelung und daß typische zuerst Gelbwerden der Nadeln!:-) Bei Trockenstress sind die Anzeichen ganz Andere: Bei Trockenstress kommt es oft zu Wipfeldürre und/oder zum Verdorren grosser Äste, und die Nadeln werden braun ohne vorher gelb zu werden... Zuerst entziehen die BM bei Trockenstress aber den Zapfen das Wasser, man kann überlebten Trockenstress oft nach Jahren noch an ganzen Truppeln brauner Zapfen ablesen!:-) Botrytis zeigt sich für das geübte Auge sofort an den typisch welken Trieben... Meine Beobachtungen haben gezeigt, daß dunkelgrüne, blaue und silberblaue BM weniger an Botrytis leiden als Hellgrüne und Gelbgrüne!:-) BM-Sorten wie Cannibal, von Martin, Pygmaeum, Powdered Blue, Bajojeka und Hazel Smith scheinen mir sehr resistent!:-) Sämlinge der Giganten von Trogen zeigen identisch mittelstarken Befall, Sämlinge meines Giganten nur wenig bis keinen!:-) Gruss
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RO2222

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #25 am: 27-Juli-2009, 16:40 »

Grüß Gott,

wir waren während des Bodenseeurlaubs auch in Dornbirn. Mit der Seilbahn auf den Karren (Hausberg 976m) und danach eine Wanderung auch durch die Rappenlochschlucht zurück nach Dornbirn.

In Gütle durften wir dann den dortigen Riesen bewundern. Uns sah er nicht wirklich kerngesund aus. Hatte eine lichte Krone und z.T. gelbliche Nadeln  >:(

Von den Älplern wird er offensichtlich viel als Ersatzkletterwand genutzt. Im unteren Stammbereich hat er deshalb kaum weiche Borke.

Hier unsere Eindrücke / Fotos.

Hiltrud und Werner
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RO2222

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #26 am: 27-Juli-2009, 16:43 »

.....hier noch eins und das obligatorische Beweisfoto!  ;D
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Mick Rodella

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #27 am: 27-Juli-2009, 17:36 »

Na servus,

mal wieder starke Bilder von dem Ausnahmebaum (vielleicht der höchste frei stehende BM Europas?)... Das Kletterbild find ich cool.

Ist sowieso ein Wunder, dass der Riese bei der exponierten Lage noch die komplette Krone besitzt. Könnte mir vorstellen, dass der Wind da öfter mal ein paar Ästchen raushaut und der Baum deshalb so licht ist. Wäre er dichter, hätte es vielleicht wegen der größeren Masse schon die Krone weggebrochen?

Mal gespannt, was ihr noch in der Pfanne habt!  ;)

Besten Gruß nach Gangelt,
Micha
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MaPr

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #28 am: 11-August-2009, 22:47 »

Hallo Hiltrud und Werner,

schöne Bilder habt Ihr da gemacht. Wirklich krank sieht der Baum aber auch nicht aus, finde ich ... klar, ein bisschen licht, aber bei dem Wachstum ist das kein Wunder, oder?

lg,
Martin
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Wayne

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Re: Bergmammut in Dornbirn/Österreich Rappenlochschlucht
« Antwort #29 am: 12-August-2009, 08:35 »

Und: Wenn der Baum im unteren Bereich noch seine vollständige Rinde hätte (gut zu sehen auf Rappenlochschlucht2 mit dem Kletterer) wäre der DBH um geschätzte 40-50 cm größer....ein Ausnahmebaum, ohne Zweifel!

gruß wayne
« Letzte Änderung: 12-August-2009, 08:39 von wayne1969martina »
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