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KM in Otzberg

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Otzberger:
Hallo Bernt,
da ich über die Einstufung in WHZ zu wenig weiss, mag die Einschätzung mit 7a richtig sein. Das der Otzberg nicht an den Odenwald anschließt stimmt aber nicht. Er schließt direkt an den Böllsteiner Höhenrücken den Böllsteiner Odenwald http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6llsteiner_Odenwald an, der sich bis auf 443 m erhebt. Ob sich das dann klimatechnisch gravierend von den 400-450m unterscheidet will ich nicht entscheiden.
Das Höhenrelief kannst du gut in Googlemaps erkennen. Woher bekommst du eigentlich
--- Zitat ---Die Januarmittelwerte vom genauen Standort Gemeinde Hering
--- Ende Zitat ---
, einer Gemeinde die vor 40 Jahren in der Gemeinde Otzberg aufgegangen ist und wo meines Wissens gar keine Wetterstation betrieben wird?
Das erste gepostete Bild zeigt den KM von Westen, unten nun von Norden. Die Detailaufnahme zeigt einen kleinen Ast auf der Nordseite. Die Burgmauern könnten im Winter die Südseite des KM ein wenig vor der Wintersonne schützen, da dort keine besonderen Schädigungen zu erkennen sind!

VG
Thomas

Waldläufer:
Hallo Thomas,
ich habe mir das ganze wie nicht anders zu erwarten auf Google Earth angeschaut. Die Veste Otzberg grenzt sowohl an den Odenwald an als auch an das
beschriebene Tiefland Richtung Darmstadt. Die Berge gen Odenwald haben in der Nähe etwa gleiche Höhe und werden durch tiefgelegene Täler gegliedert.
Man sieht aber deutlich, daß die Veste ins Tiefland vorspringt. Dies ist offensichtlich der Grund, daß das Gelände klimatisch der Zone 7a zugeordnet ist und nicht dem
etwas weiter südöstlich anschließenden Keil um Buchen mit Zone 6b.
Wie Reisecommunity im einzelnen ihre Daten ermittelt weiß ich nicht. Natürlich gibt es nicht in jeder Ortschaft eine Wetterstation. Auf jeden Fall sind sie sehr zutreffend. Diese Monatsmittelwerte sollen auch nur ein Baustein in einer breiter gefächerten Betrachtung sein wie ich es schon ausgeführt habe.
Es spricht ja für Reisecommunity wenn sie so einen Ort wie Hering der nicht unbedingt weltbekannt ist drin haben. Hering hat als kältest mögliche Januarvariante
-2,2°C und Burgsalach in Zone 6b immerhin -5,2°C, also nochmals ein deutlicher Unterschied.
                                                             VG                 Bernt

Otzberger:
Hallo Bernt,
wie gesagt habe ich keine große Ahnung von den Details der WHZ. Auch ist mir egal ob er denn in 6b, 7a oder sonstwo liegt.
Da ich den Baum auf ca. 30 Jahre schätze (das Pflanzjahr werde ich noch bestimmen) und in diesem Zeitraum sicher Temperaturen von -25° auftraten, halte ich den Standort, mit all seinen anderen Nachteilen, für einen KM für sehr bemerkenswert.
Die Wetterstation in Lengfeld weist für die Jahre 2006-12 ein Temperaturminimum von -16.6° mit einen minimalen Januardurchschnitt von -1.93° aus. Das absolut Minimum in Lengfeld seit 1977 war nach meiner Erinnerung -28°!
Wie genau meteorologische Parameterprojektionen sind, vermag ich auch nicht zu sagen.
Auf jeden Fall ist der Otzberg der nördliche Endpunkt des Böllsteiner Odenwaldes den in Nord-Süd-Richtung keine Täler zerschneiden. Bei Bedarf mache ich gerne eine Führung mit dir. Dann könntest du dir ein genaues Bild von der optischen, topologischen und geologischen Zugehörigkeit des Otzbergs machen.

Viele Grüße aus Lengfeld/Odw.
Thomas

Waldläufer:
Hallo Thomas,
fürs Publikum ist es immer schön, wenn sich zwei beharken. Daß jeder recht haben will ist auch klar. Wenn ein kleiner Lerneffekt dabei für die Leser rauskommt
umso besser. Liege ich richtig, daß mit Lengfeld die Station nahe Würzburg gemeint ist. Diese wäre ca. 65km entfernt und nach meiner Ansicht nicht mehr treffend.
Stationen sollte man nur innerhalb einer Website vergleichen. Hering Januar wie genannt -2.2°C - Würzburg -2,9°C. Das heißt Station Würzburg/Lengfeld ist deutlich
kälter. Ich versuche dir klarzumachen, daß die Veste Otzberg leider nicht Zone 6b(-20,5°C bis -17,8°C) ist wie du anfangs behauptet hast. Alle genannten Daten gehen klar in Richtung Zone 7a. -16°C hatte auch ich in den letzten Jahren. 
Daß in der nächst milderen Zone 7a auch Fröste bis ca -24°C auftreten können hatte ich schon erwähnt.
In Wikepedia Würzburg wird -24°C in den 1950 ern als absolutes Minumum angeben. Grundsätzlich kann kein Redwood noch viel tiefere Temperaturen überleben.
Es ist doch völlig abwegig daß eine Pflanze die in der Heimat ganz selten -10°C aushalten muß in Zonen überleben kann wo z.B. -28°C auftreten. Irgend welche
Jungpflanzen unter Schnee oder Wintervlies oder im Vollschatten sind kein Maßstab. Daß auch größere Redwoods bei Temperaturen unter -20°C schwere Probleme
bekommen zeigen doch die Altexemplare auf der Mainau, in Kiel ist auch mal ein ca. 70 jähriger eingegangen. Natürlich kommt es auch darauf an wie lange diese
Temperaturen einwirken. In den milden Regionen meist extrem kurz. Eine Viertelstunde im Kühlhaus in der Badehose kein Problem - eine Nacht schon.
Daß dein Redwood schon harte Tiefsttemperaturen überstehen mußte ist kein Thema, aber er ist auch kein Beweis dafür daß ein Anbau in der nächst
kälteren Zone 6b erfolgreich wäre. Bereits diesem Redwood sieht man an, daß da wachstumsmäßig nicht mehr viel drin ist. Also was soll das?
                                                 VG             Bernt

Otzberger:
Hallo Bernt,

es ist
--- Zitat ---mir egal ob er denn in 6b, 7a oder sonstwo liegt.
--- Ende Zitat ---
Ich habe nie darauf bestanden...
...es war nur eine Vermutung
--- Zitat ---die Klimazone vermutlich 6b ist
--- Ende Zitat ---
.
Die Wetterstation liegt in Lengfeld im Odenwald http://www.northcup.de/ nicht bei Würzburg, das kann ich noch gut auseinander halten. Alle anderen Aussagen entsprechen auch den Tatsachen (selbst gemessen!). Niemals wollte ich irgendetwas mit KM und 6b oder ähnlichem beweisen.
Also was soll was?

Ich denke, ich und 'KM in Otzberg' sind nicht die richtigen Ansprechpartner für deinen Feldzug gegen KM's in WHZ<=6b.
Der Thread soll den KM an der Veste Otzberg, wegen der extremen Standortbedingungen, begleiten. Alles Andere möge bitte aus diesem Thread herausgehalten werden.

Vielleicht kann auch Remi Stecklinge für sein tolles Projekt gebrauchen?


Viele Grüße aus Lengfeld im Odenwald (nicht bei Würzburg)
Thomas

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