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Wilhelma-Quartett bei Vellberg
xandru:
Hallo Ralf,
Irgendwer hat neulich geschrieben:
--- Zitat von: TaunusBonsai am 13-Juni-2010, 00:51 ---meine Einschätzung: der Baum hat sich geteilt
--- Ende Zitat ---
Das war anhand des alten Bildes (rechts).
Inzwischen kann man die Frage vielleicht besser beurteilen. Wobei die Starfotos dieses Starzwillings erst noch kommen werden.
Wir denken auch, dass jeweils zwei Pflänzchen zusammengewachsen sind (auch bei den anderen beiden). Wieso sie aber so gesetzt wurden und was dort anfangs vielleicht stand und eingegangen ist, bleibt erst einmal rätselhaft.
--- Zitat ---einen tollen Job macht
--- Ende Zitat ---
Danke. Offenbar machen diese Riesentüten eben auch süchtig. Vielleicht auch nur ein ganz klein wenig. Man merkt es kaum ;)
Vertröstende Grüße,
Wolfgang
edit 2012-11-15: altes Großbild eingebettet – wolf
Waldläufer:
Hallo Wolfgang und Ralf,
deutsche Sprache schwere Sprache, was hat Ralf gemeint. Also ich verstehe es so - dieser Zwilling sei ein Einzelbaum der sich geteilt hat.
Und du Wolfgang meinst es sind zwei einzelne Bäume die zusammengewachsen sind.
Ich glaube ebenfalls letzteres. Auf Anhieb ist es zwar unverständlich daß man zwei Mammutbäume so dicht gesetzt hat aber es könnte folgende
Erklärung geben.
Früher hatte man mehr als heute kleine Baumschulen für den Forst im Wald. Dort wurden auch solche Exoten erst einmal kultiviert und natürlich auch
eng gesetzt. Es konnte schon passieren daß man versäumt hat diese endgültig umzupflanzen u. da kaum Konkurrenz war konnten sich beide
entwickeln. Später wurden die meisten Quartiere aufgelassen und wieder zu Wald. Dies ist das Bild das man heute sieht.
Ungeteilter Gruß Bernt
xandru:
Hallo Bernt,
Ja, ich glaube ich habe Ralfs „Einzelbaum“ in den falschen Hals bekommen.
Eng gesetzt und dann vergessen – das wäre eine Erklärung. Wenn sich ein Baumstamm teilt, wird er es vermutlich an irgend einer Stelle tun und nicht zwangsläufig in drei benachbarten Fällen immer in Bodennähe. Dies wäre der Fall der genetisch bedingten Neigung zum Zwieselwuchs.
Oder könnte es sein, dass mehrere Jungbäume in den ersten Jahren gleichzeitig ihre Spitze verloren haben und dann mit jeweils zwei Leittrieben weitergewachsen sind?
Könnte der extrem schlanke – zumal mit dem sichtbaren Schaden – vielleicht auch einmal einen Zwilling gehabt haben?
Es ist wirklich schade, dass von ganzen Wilhelma-Aussaat so wenige Berichte übrig sind.
Viele Grüße,
Wolfgang
Waldläufer:
Hallo Wolfgang,
grundsätzlich kann man natürlich nicht ausschließen daß eine Jungpflanze des Bergmammutbaumes zwei Leittriebe entwickelt und diese beibehält was
theoretisch zu so einem Zwillungsstamme führen könnte.
Ich halte diese Version jedoch für den Bergmammutbaum für höchst selten weil dieser doch eine starke Tendenz hat einstämmig zu wachsen und Seitenstämme
zu unterdrücken. Zwiesel kommen vor doch eher in der oberen Kronenregion.
Sequoia sempervirens hingegen neigt stark zu solcher Vielstämmigkeit etwa nach jugendlichem Frostschaden.
Im Schönbuch gegenüber dem Siebenmühlental wurden im Wald ebenfalls zwei Mammutbäume ganz eng gepflanzt.
Viele Grüße Bernt
liluz:
Wolfgang, beim Thema "Pflanzabstand der Wilhelma-Saat" fiel mir doch gleich wieder das Dekret zur Anpflanzung der Mammutbäume in Welzheim (vom 17.4.1866, verfasst vom Königlichen Forstamt Lorch) ein. Herr Häberle sendete mir für eine Veröffentlichung im letzten Jahr eine fast vollständige "Übersetzung" dieses Erlasses.
vG - Lutz
--- Zitat ---Dringend!
Dem
K. Revieramt Welzheim
wurden gemäß Decrets v. 3./4. DM No. 2820 - 50 Stck der heute dahier von der Gärtnerei der Wilhelma angelangten einjährigen Pflanzen der Wellingtonia gigantea aus Kalifornien zum alsbaldigen Verschulen in einer hierfür geeigneten herrschaftl. Saatschule mit folgender näherer Anweisung zugesendet
1)Die Saatschule muß eine frostfreie Lage haben
2)Die Pflanzbeete sind gut vorzubereiten u. zu lockern, auch mit Compost- oder Haide-Erde zu untermengen.
3)In der Saatschule sind die Pflanzen in einer Entfernung von nicht unter 2 Fuß nacheinander zu setzen, um mit Umgehung wiederholten Verschulens gehörig starke Heister zu erziehen. Sogleich nach der Ankunft u. bis zu dem möglichst zu beschleunigenden Verschulen sind die Pflanzen vorsichtig an einem passenden Ort einzuschlagen, nöthigenfalls auch zu begießen.
4)Für die erste Zeit sind die Pflanzen gegen die Mittagssonne durch Bedecken der Beete mit Zweigen oder ein leichtes Schutzdach aus Stotzen u. überlegten Stänglein mit Nadelreis bedeckt zu schützen u. in den ersten Wintern durch Bedecken mit Laub gegen die Kälte zu verwahren. Überhaupt ist diesen zu Versuchen bestimmten zur Zeit noch ziemlich kostspieligen Pflanzen die größte Sorgfalt zuzuwenden, insbesondere auch Schutz gegen Wild.
5)Die durch den Transport u. das Verschulen der Pflanzen entstehenden Kosten sind in dem Kulturkostenplan und Verzeichniß 1866 zu verrechnen.
Lorch, den 17. April 1866
K. Forstamt
(gez.) Dietlen
P.S.
Die…..ist bis auf….
P.S.
Bey eingermaßen günstiger Witterung wünsche ich dem Revier Welzheim am Freitag, den 20t. noch einen Besuch zu machen und bitte daher, mich Morg. 9 ½ Uhr im Staatswald Rübländer erwarten oder mir im Verhinderungs-Fall den……oder einen Hutwächter (?) dorthin bestellen zu wollen. Sollte das Wetter am 20t. ganz ungünstig sein so gilt die Bestellung (?) für Samstag 216.
……… D.
--- Ende Zitat ---
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