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Autor Thema: Das Wetter  (Gelesen 60018 mal)

Bernhard

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Re: Das Wetter
« Antwort #1620 am: 27-Januar-2021, 07:51 »

Apropos 'jetzt kommt Regen' .... zieht euch mal rein was in den nächsten 3 Tagen in Kalifornien abgeht:

In den tieferen Lagen über 300 mm Regen, in der Sierra bis zu 3 m Schnee. 

https://www.wpc.ncep.noaa.gov/discussions/hpcdiscussions.php?disc=pmdspd

A strong frontal system will push onshore California by tonight and will usher in gusty winds, heavy rain for coastal and lower elevation areas, and mountain snow throughout the day on Wednesday. Snow levels across northern California are forecast to start as low as 500 to 2500 feet, before slowly rising Wednesday. Higher up in elevation, whiteout conditions due to extremely heavy snowfall rates are possible across the Sierra Nevada. Several feet of snow (as much as 10 feet) will add up through Thursday night, with road closures and travel delays very likely. Winter Storm Warnings and Blizzard Warnings have been issued for this area. At the same time, several inches of rainfall are expected across parts of central and southern California, WPC has identified a Moderate Risk area for excessive rainfall and debris flows from nearby burn scars on Wednesday. A Flash Flood Watch has been posted as well. Over the next three days, as much as 10 to 15 inches of rain could fall along the central California coast roughly between Monterey and Santa Barbara. This amount of rain in a 72-hour period is very rare for this region, with an annual exceedance probability of only 2 percent.

Auf deutsch :

Ein starkes Frontsystem wird bis heute Abend an Land nach Kalifornien drängen und böige Winde, starken Regen für Küsten- und tiefer gelegene Gebiete und Bergschnee den ganzen Tag über am Mittwoch einleiten. Es wird erwartet, dass die Schneehöhen in Nordkalifornien bei 500 bis 2500 Fuß beginnen, bevor sie am Mittwoch langsam ansteigen. In höheren Lagen sind in der Sierra Nevada Whiteout-Bedingungen aufgrund extrem starker Schneefallraten möglich. Bis Donnerstagabend summieren sich mehrere Fuß Schnee (bis zu 10 Fuß), wobei Straßensperrungen und Verspätungen sehr wahrscheinlich sind. Für dieses Gebiet wurden Wintersturmwarnungen und Schneesturmwarnungen ausgegeben. Gleichzeitig werden in Teilen von Zentral- und Südkalifornien mehrere Zentimeter Niederschlag erwartet. WPC hat am Mittwoch ein Gebiet mit mittlerem Risiko für übermäßige Niederschläge und Ablagerungen von nahe gelegenen Brandnarben identifiziert. Eine Flash Flood Watch wurde ebenfalls veröffentlicht. In den nächsten drei Tagen könnten an der zentralkalifornischen Küste etwa zwischen Monterey und Santa Barbara bis zu 10 bis 15 Zoll Regen fallen. Diese Regenmenge in einem Zeitraum von 72 Stunden ist in dieser Region mit einer jährlichen Überschreitungswahrscheinlichkeit von nur 2 Prozent sehr selten.
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Joachim Maier

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Re: Das Wetter
« Antwort #1621 am: 28-Januar-2021, 12:15 »

Dann können sich ja unsere Freunde, die Sequoien, endlich erholen! :)
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Bernhard

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Re: Das Wetter
« Antwort #1622 am: 30-Januar-2021, 14:57 »

Der Januar ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber er ist bisher niederschlagsmäßig, zumindest bei uns, schon sehr erfreulich : 112 Liter pro Quadratmeter.
Wenn der Februar auch so wird und der März vielleicht auch noch, ist das Wasserdefizit im Erdreich fast wieder auf normal.

Hoffnungsvolle Grüße,

Berni
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Steffen

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Re: Das Wetter
« Antwort #1623 am: 06-Februar-2021, 16:48 »

So wie es aussieht kommt auf uns eine gröbere Nordost-Wetterlage zu. Wenn es eintrifft, was die Meteorologen sagen wird dies möglicherweise ein Selektionswinter, auf jeden Fall für die Küstenmammutbäume.


In Franken soll es so werden:

"Ab Donnerstag und wahrscheinlich bis über das nächste Wochenende hinaus liegen wir im Zustrom extrem kalter Luft aus Nordwestsibirien. Über Schnee ist mit Tiefsttemperaturen zwischen -20 und -30 Grad zu rechnen. Tagsüber ist es recht sonnig und es werden Höchsttemperaturen bis -5 Grad erreicht."

Quelle: www.wetterochs.de
« Letzte Änderung: 06-Februar-2021, 17:03 von Steffen »
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Bernhard

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Re: Das Wetter
« Antwort #1624 am: 06-Februar-2021, 19:56 »

So wie es aussieht kommt auf uns eine gröbere Nordost-Wetterlage zu. Wenn es eintrifft, was die Meteorologen sagen wird dies möglicherweise ein Selektionswinter, auf jeden Fall für die Küstenmammutbäume.

Eine Horrorwinternacht reicht aus, um einen moderaten Winter für die Küstenmammutbäume zum Garaus zu machen. Standort und Alter sind hier entscheidend.
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Tuff

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Re: Das Wetter
« Antwort #1625 am: 08-Februar-2021, 06:58 »

Das ist grad interessant zu sehen:

Die Windströme sind momentan sehr stabil (und es wird so bald auch nicht wieder wärmer, im Gegenteil). Sie ändern sich sogar mit zunehmener Meereshöhe nicht wesentlich, sind also auch homogen.

Dennoch gibt es derzeit einen krassen Unterschied von 12° in den Lufttemperaturen über dem Atlantik nordwestlich von Europa, gegenüber sagen wir mal lediglich 1,5 km Höhe (1000 hPa) ! Es kann sich doch nur um die gespeicherte Wärme des Atlantikwassers handeln welche immer noch 'abstrahlt' ?

Siehe Bildchen unten.

Das ist jetzt meine eigene Deutung, und ich bin kein Wetterexperte. Aber ich denke die Folgen des warmen Atlantiks sind für uns direkt spürbar: Im großen Atlantikwirbel, der sich wie üblich zwischen Amerika und Europa bildet, steigen die (wie immer, weil letztlich aufgrund der Erddrehung:) von Westen strömenden Luftmassen aufgrund der Erwärmung über dem Atlantik nach oben, was bei der gegebenen Bewegung automatisch diesen Wirbel erzeugt und verstärkt; und schaffen es sozusagen dann nicht mehr bis auf unseren Kontinent. Weil bei uns also keine Gegenkraft da wäre, die es verhindern könnte, strömen stattdessen die kalten Luftmassen aus Skandinavien und Rußland zu uns herüber.
Und boing, tiefe Kälte.

Erstes Bild: Atlantikwirbel ungefähr bodennah, 12°
Zweites Bild: Atlantikwirbel 850 hPa ~ 1500m, 0°
Das ist die Vorhersage für Freitag.

Man orientiere sich an den Umrissen Spaniens rechts.
« Letzte Änderung: 08-Februar-2021, 07:30 von Tuff »
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Tuff

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Re: Das Wetter
« Antwort #1626 am: 08-Februar-2021, 07:26 »

Man sieht in dem Modell auch recht schön den Unterschied zwischen Nord- und Süddeutschland bzw. Österreich.

Für den Verlauf der Kältefront kann man sich ganz grob am Verlauf der Donau orientieren (im Nullschool-Globe gerade noch zu erkennen). Derzeit decken sich die Verläufe, die Kälte wandert in den nächsten Tagen nach Bayern herunter.
 
Je nach Vergleichsort, innerhalb Deutschlands oft ein Unterschied von gut 15°C.

Bei uns sind jetzt für Mittwoch nacht um die -15° vorhergesagt und gegen das kommende Wochenende wirds eventuell auch nochmal richtig kalt. Weiter in die Zukunft wird wohl kaum jemand schauen, aber wie gesagt ist die Lage derzeit sehr stabil.

Hier für Donnerstag früh:
« Letzte Änderung: 08-Februar-2021, 07:40 von Tuff »
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Tuff

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Re: Das Wetter
« Antwort #1627 am: 08-Februar-2021, 08:08 »

was bei der gegebenen Bewegung automatisch diesen Wirbel erzeugt und verstärkt; und schaffen es sozusagen dann nicht mehr bis auf unseren Kontinent

Mir wird auf einmal und total überraschend klar, daß man das Wetter bei uns entscheidend verbessern könnte, indem man den Kontinent Europa einfach um 1000 Kilometer nach Westen verschiebt !

Daß ich da nicht schon früher drauf gekommen bin....

 8)
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Tuff

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Re: Das Wetter
« Antwort #1628 am: 12-Februar-2021, 03:58 »

Im großen Atlantikwirbel, der sich wie üblich zwischen Amerika und Europa bildet, steigen die (wie immer, weil letztlich aufgrund der Erddrehung:) von Westen strömenden Luftmassen aufgrund der Erwärmung über dem Atlantik nach oben, was bei der gegebenen Bewegung automatisch diesen Wirbel erzeugt und verstärkt; und schaffen es sozusagen dann nicht mehr bis auf unseren Kontinent. Weil bei uns also keine Gegenkraft da wäre, die es verhindern könnte, strömen stattdessen die kalten Luftmassen aus Skandinavien und Rußland zu uns herüber.
Und boing, tiefe Kälte.

Hier etwas professioneller und globaler ausgedrückt:   ;D
 
 https://www.dw.com/en/cold-winter-global-warming-polar-vortex/a-56534450

(Leider auf englisch aber hübsche selbsterklärende Grafik)

Wenn von der Erwärmung am Nordpol die Rede ist, stellen sich manche vor daß die Eisbären die Jacke ausziehen und im T-Shirt rumlaufen. Oder ist das dann ein H-Shirt ?

Jedenfalls um es mal ganz knapp auf den Punkt zu bringen: Gemeint ist eine Veränderung von total-mega-sch**** kalt zu lediglich super-sch**** kalt.

Das genügt schon, daß der globale (circumpolare) Jetstream nicht mehr rund läuft.

Und immer wenn der wabert, bedeutet das für uns Probleme. Sowohl im Sommer als auch im Winter: Die lediglich nur super-sch**** kalte Luft die dann nach Europa rüberschwappt, ist schon zuviel des Guten. Oder zuwenig.

Der polare Jetstream ist die ordnende Kraft der die Welt wie wir sie kannten, im Lot hielt.

Genau wie in der Weltpolitik die .... aber lassen wir das ;D

(Man könne es auch so vermenschlichen: Fieber führt oft auch zu Schüttelfrost.)


Auch der folgende Satz wird gerne schnell überlesen und oft - ganz unbewusst - komplett ignoriert, weil er so unverständlich erscheint; obwohl er vielleicht der Wichtigste in dem ganzen Thema ist: 

"Climate change, however, doesn't only lead to higher temperatures, but to more extreme weather."

Mehr extreme Wetterlagen - aller Arten.

Vielleicht sollte man statt von der missverständlichen 'Klima-Erwärmung' (global warming) besser von von Klima-Störungen sprechen oder vom Klima-Schleudern (climate skidding) ?
« Letzte Änderung: 04-September-2021, 01:10 von Tuff »
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Tuff

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Re: Das Wetter
« Antwort #1629 am: 04-Mai-2021, 02:11 »

Jetzt gerade schlägt das Wetter in Nordeuropa um von trocken-kalt zu regnerisch und eher mild.

Denn momentan haben wir einen 'fast' normalen, circumpolar 'fast' geschlossenen Westdrift-Jetsream !

https://earth.nullschool.net/#2021/05/05/1600Z/wind/isobaric/700hPa/orthographic=-30.88,83.89,374/loc=7.871,52.215

(zu-spät-comer bitte das Datum auf den 04. Mai 2021 setzen)

Nur im Pazifik an der Westküste der USA bricht er unvermittelt ab.

Wenn man im Nullschool-Globe das Menü aktiviert (Taste 'e') und dann RH (Relative Humidity) statt Wind auswählt, sieht man dort ein riesiges Gebiet trockener Luftmassen.

In Kalifornien ist (mal wieder) extreme Dürre, diesmal aber im Winter (!) der eigentlich Regen bringen sollte, und so schlimm wie schon sehr lange nicht mehr. Die Obstplantagen gehen dort gerade quadratkilometerweise ein.

Es wird voraussichtlich der nationale (State-) Notstand ausgerufen. Das bedeutet, man muss dann Wasser von woanders her bekommen - wo, ist die spannende Frage.

In der online-Animation besser zu sehen:
« Letzte Änderung: 04-Mai-2021, 02:13 von Tuff »
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Tuff

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Re: Das Wetter
« Antwort #1630 am: 12-Juni-2021, 19:42 »

California wird zunehmend unbewohnbar ... !

https://www.upi.com/Top_News/US/2021/06/12/weather-heat/4081623507468/

Schön gesagt:  "Temperatures more typical of July and August will begin to be felt this weekend as the jet stream bulges northward and allows the hot air to flow into the region."

Das ist genau was auch bei uns passiert, wenn die Westdrift zum Erliegen kommt: Entweder strömt heiße trockene Luft aus Afrika herauf zu uns (im Sommer) oder eiskalte Luft vom Polarkreis runter (im Winter).

Oder, der schlimmste Fall, es strömt überhaupt nix mehr bei wolkenfreiem Himmel, ob nun heiß oder kalt.

Das soll ja kommende Woche für (hoffentlich nur!!) mindestens 2 Tage der Fall sein, und da werden in D wohl allenthalben die 30° im Schatten übertroffen.


 
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Tuff

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Re: Das Wetter
« Antwort #1631 am: 12-Juni-2021, 19:43 »

In Südkalifornien gab es dieses Jahr bisher nur 33% des 'normalen' Regens, der an sich schon wenig genug ist; und das nach mehreren Jahren der allgemeinen Dürre

Interessanterweise liegt die 'Wetterscheide' ab der es doch ein wenig mehr regent und etwas kühler ist, sehr oft in der Gegend der San Francisco Bay Area; was ich in Verbindung bringen möchte mit einer neueren Untersuchung der einheimischen Küstenmammtubäume, aus der hervorging daß man die kalifornischen KM zwar genetisch kaum voneinander abgrenzen kann, daß sich aber am ehesten noch ein Unterschied zwischen den Populationen nördlich und südlich der Bay zeigt.

 
« Letzte Änderung: 12-Juni-2021, 19:46 von Tuff »
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Re: Das Wetter
« Antwort #1632 am: 14-Juni-2021, 22:34 »

Am Freitag (18. 06.) erwartet man in Südkalifornien, zb. in der Region um Bakersfield Temperaturen von 45° C.

Da sollte man sich hierzulande vlt nicht so schnell über schlappe 30° beschweren ....
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Re: Das Wetter
« Antwort #1633 am: 02-Juli-2021, 13:57 »

Ich poste das mal hier unter 'Wetter' und nicht unter Klimawandel, weil eine klimabedingte Ursachenkette ja gar nicht beschrieben wird. Man kann aber was übers Wetter lernen.

https://www.deutschlandfunk.de/extremwetter-was-steckt-hinter-der-rekordhitze-im.676.de.html?dram:article_id=499657
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Tuff

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Re: Das Wetter
« Antwort #1634 am: 02-Juli-2021, 14:00 »

Dabei sollte man aber festhalten, daß Wetter, welches 'aus den Fugen gerät' - und zwar zu plus wie zu minus - immer von den ganz großen Dingen bestimmt wird, also den großen Wettersystemen, den Jetstreams und Meeresströmungen, und damit eben doch vom Klima.

Nur wird es nicht einfach nur 'wärmer' sondern vor allen Dingen chaotischer und extremer. Man sollte daher nicht mehr von Klima-Erwärmung sprechen, weil das falsche Vorstellungen weckt, sondern besser von Klimastörung.
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