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Autor Thema: Haltbarkeit von Metasequoia Zweigen  (Gelesen 1266 mal)

TR

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Haltbarkeit von Metasequoia Zweigen
« am: 20-Dezember-2019, 14:33 »

Hallo,

Am 5. Mai 2019 hab ich ID21829 entdeckt. Das sind 2 Metasequoias.

Dort hab ich am selben Tag einen kleinen Zweig abgebrochen und in eine Vase gestellt. Standort ist ein Nordfenster, mit geringen jährlichen Temperaturschwankungen (Küche mit Erdkeller darunter). Das Wasser wurde nie gewechselt, sondern immer nur nachgefüllt. das Wasser ist klar und weist keinen Geruch auf. Beigaben wurden keine verabreicht.

Hier der Link zum Bericht, wo auch der Zweig abgebildet ist: http://mbreg.de/forum/index.php/topic,10970.msg129433.html#msg129433

Das folgende Bild stammt vom selben Zweig, und wurde heute am 20. Dezember 2019 gemacht.
Der Zweig steht seit 7,5 Monaten in der Vase, und ist immer noch grün, zu einer Jahreszeit, wo es draussen längst keine grünen Metasequoia Zweige mehr gibt. 
Wurzelansätze sind keine sichtbar.

Ich lasse den Versuch bis auf weiteres weiterlaufen.

Gruss,
TR
 
« Letzte Änderung: 20-Dezember-2019, 23:08 von TR »
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TR

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Re: Haltbarkeit von Metasequoia Zweigen
« Antwort #1 am: 13-Januar-2020, 02:09 »

10. Januar 2020:
Der Zweig ist in den letzten 3 Wochen vertrocknet  / verwelkt / gelb geworden. Am 20. Dezember 2019 hab ich das Wasser gewechselt. Das war der erste Wasserwechsel überhaupt, davor wurde immer nur nachgefüllt. Das war mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst gewesen, denn um diesen Zweig hat sich bis dahin die Hausherrin gekümmert.
Der Wechsel des Wassers hat diesem Zweig also den Garaus gemacht.

Zusammenfassung:
Da steht ein Urweltmammutbaumzweigchen 7,5 Monate lang in einer Vase, deren Wasser nie gewechselt, sondern immer nur aufgefüllt worden ist.
Das Wasser weist keinerlei Geruch auf, und das Zweigchen sieht nach dieser Zeit nur leicht mitgenommen aus.
Dann wird das Wasser (versehentlich) gewechselt, und das Zweigchen geht innerhalb von nur 3 Wochen ein.
Das Wasser wurde stets aus demselben Hahn entnommen.

Gruss,
TR
« Letzte Änderung: 13-Januar-2020, 02:19 von TR »
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Tuff

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Re: Haltbarkeit von Metasequoia Zweigen
« Antwort #2 am: 16-Januar-2020, 14:06 »

Ich bin nicht sicher ob man das alles so einfach voraussetzen kann ... Hat es denn keine typische Rotfärbung gegeben ?
Metas sind ja sommergrün - im Winter würde der Zweig also ganz natürlich 'welk' werden. Daß es bis Januar gedauert hat, könnte daran liegen, daß in der Wohonung die Kälte als Trigger gefehlt hat, wodurch sich das vielleicht verzögern kann.

Nun ist es ja möglich, daß der Zweig ohne nennenswerte Wurzelentwicklung bereits so schwach war, daß er den Laubabwurf quasi nicht überlebt hat, bzw. den Winter sowieso nicht überlebt hätte. Aber man hätte ihn auch einfach mal kühl und dunkel stellen (also Winter simulieren) und den Frühling abwarten können.

Der Wasserwechsel kann natürlich auch was ausmachen. Im alten Wasser hat sich wahrscheinlich eine spezielle Algenflora angesiedelt, möglicherweise waren pH und Ionengehalt in einem fragilen Gleichgewicht ? Wenn frisches Leitungswasser stark kalkhaltig ist, könnte es einen  initialen Wurzelkallus empfindlich treffen (pH-Schock) oder feinste Poren welche den Zweig gerade so noch versorgen verstopfen. Nur so als Theorie ins Blaue hinein. Man sollte für Stecklinge vielleicht generell besser sauberes, weiches Regenwasser nehmen.


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TR

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Re: Haltbarkeit von Metasequoia Zweigen
« Antwort #3 am: 23-Januar-2020, 11:53 »

(...) Hat es denn keine typische Rotfärbung gegeben ?

Hallo,
Überhaupt keine Rotfärbung.
Dafür Gelbfärbung, oder gelbliches Grün, begleitet von Vertrocknungserecheinungen.
Das Zweigchen ist nach dem Wasserwechsel dem Anschein nach einfach verwelkt, und zwar ziemlich schnell.

Ich werde den Versuch demnächst wiederholen, ohne Wasserwechsel.

TR
« Letzte Änderung: 23-Januar-2020, 11:56 von TR »
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Tuff

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Re: Haltbarkeit von Metasequoia Zweigen
« Antwort #4 am: 05-März-2020, 02:47 »

Das ist auf jeden Fall irgendwie interessant.

Aber bevor man zuviel hineindeutet, müsste man das mal mit einer größeren Zahl Zweige machen (sagen wir mal 10?), jeder in einer eigenen Vase. Und dann irgendwann bei der Hälfte Wasser wechseln.

Eine Möglichkeit ist daß sich im Wasser Algen oder Bakterien entwickelt haben, die in der Lage waren, ganz feine sensible (vielleicht fast unsichtbare) Kalluswürzelchen zu ernähren. Und die zb. auch den pH des Wassers abgepuffert haben.  Und diese empfindliche Zönose wurde durch den Wasserwechsel zerstört. Aber das ist total spekulativ und basiert nicht auf mir bekannten, belegten Kenntnissen.

Intuitiv würde ich sagen. daß KEIN Wasserwechsel vielleicht generell besser ist für Stecklinge. Die Vorgänge um die Bildung neuer Wurzeln sind so empfindlich, daß man sie auf keinen Fall stören sollte. 
« Letzte Änderung: 05-März-2020, 02:50 von Tuff »
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