Forum ::: Mammutbaum- Community
Mammutbäume (öffentlicher Bereich) => Mammutbäume melden => Thema gestartet von: isbg33 am 11-April-2011, 15:27
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Hallo Mammutfreunde!
Ich war im Ahrtal und habe dort alte Bekannte gesehen. Einer gab zur Besorgnis Anlass!
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Hallo Ingolf,
unten am Stamm ist m.E. eine "Rinne" zu sehen.
Wurde er evtl. vom Blitz getroffen ?
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Hallo Jochen!
Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, denn ich war dort nur "Laufkundschaft"
Ich glaube es aber nicht, denn für einen Blitzschlag sieht sein Oberstübchen zu ordentlich aus.
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Sehr schade Ingolf,
das ist ein sehr ernster Zustand, vermutlich Trockenstress-Spätschaden + Botryosphaeria. Vor knapp 3 Jahren war davon noch nichts zu sehen (obwohl er relativ spärlich benadelt war und vor längerer Zeit einen deutlichen Kronenschaden hinnehmen musste).
Auf dass er seinen 150. Geburtstag im nächsten Jahr noch erleben darf...
LG Micha
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Hallo,Ingolf !
Oh je ! Es wäre sehr schade um dieses schöne Exemplar und das passende Ensemble,wenn er abstirbt.
Viele Grüße ! Michael
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...stimmt, da passt(e) echt alles, so ein mächtiger BM...wäre schade... :-\
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Hallo,
Laut Register ist er von 1862. Aus dieser Zeit gibt es in Deutschland nicht so viele BMs; das Register verzeichnet nur etwa zwanzig ältere. Um diesen hier wäre es tatsächlich sehr schade.
Was mir im Vergleich der Bilder auffällt: Die Einzäunung ist verschwunden. Überhaupt ist der Boden rund um den Baum ungemein stark versiegelt. Auf der Mainau haben sie extra die Baumscheiben freigemacht (und mit Anlagen zur Bewässerung versehen); diese Sorgfalt scheint hier zu fehlen. Ist das ein sorgloser, ja verantwortungsloser Umgang mit einem wertvollen und seltenen Denkmal? :(
Ferner scheinen die braunen Stellen vor allem eine Seite des Baumes zu betreffen. Wurden dort in den vergangenen Jahren Bauarbeiten durchgeführt, welche die Wurzeln beschädigt haben könnten?
Bedauernde Grüße,
Wolfgang
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Hallo Wolfgang,
zumindest in den letzten 3 Jahren scheint sich da bebauungstechnisch nichts getan zu haben. Fotos von 2008: ID 305 ist noch stärker zugepflastert, ID 303 steht auch sehr trocken und ist stark verrußt. Alle drei zeigen ähnliche Kronenschäden und besitzen mehrteilige Wipfel. Vielleicht schaffe ich es, bald mal vorbeizuschauen.
Der Riesenparkplatz samt Einkaufscenter/McD im Norden/Westen von ID 301 könnten vor nicht allzu langer Zeit entstanden sein. Das könnte eine Grundwasserabsenkung zur Folge gehabt haben – mit unvermeidbaren Auswirkungen auf den Baum.
Der Schaden zeigt sich allerdings auf der Südseite, möglicherweise hat die Sonneneinstrahlung zusätzlich zur Austrocknung beigetragen.
LG Micha
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Hallo Micha,
Vielleicht schaffe ich es, bald mal vorbeizuschauen.
Immerhin stehen im Register für Bad Neuenahr gleich 4 ältere BMs von 1862 im Register; das ist ja ein ganz ungewöhnliches „Nest“:
- ID 301 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=301&search=Suche): ohne Höhe, ohne Durchmesser, mit GPS;
- ID 303 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=303&search=Suche): ohne Höhe, ohne Durchmesser, mit GPS;
- ID 304 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=304&search=Suche): ohne Höhe, ohne Durchmesser, ohne GPS;
- ID 305 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=305&search=Suche): ohne Höhe, mit Durchmesser, mit GPS.
Ältere Grüße,
Wolfgang
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Hallo zusammen,
war gestern früh an Ingolfs Stelle unterwegs und konnte den Baum in Augenschein nehmen. Leider ist fast die Hälfte der Nadeln vertrocknet/bröselig, ich fürchte fast, der wird nicht mehr :-\ ...
Nordseite noch vital, der Baum scheint 1-2 Hexenbesen zu beherbergen.
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Zu den anderen Altbäumen in Ahrweiler:
ID 303 sieht noch ganz gut aus, Krone etwas schütter, eine kleinere braune Stelle.
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ID 304 wird wohl von der Ästhetik her nie mehr richtig gut aussehen, die leichte Bräunung kann mit der tiefstehenden Sonne bzw. genereller Winterfärbung zu tun haben. Scheint vital.
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ID 305 zeigt wohl leider auch einen erkrankten Bereich, hoffen wir mal, dass hier noch rechtzeitig eingegriffen wird.
So weit der aktuelle Zwischenstand.
LG Micha
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Hallo Michael,
Ich finde gerade im Web einen Artikel von 1986 über die Geschichte der alten Mammutbäume in Ahrweiler: http://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1986/hjb1986.32.htm
Wenn ich den Text richtig lese, sollt Georg Kreuzberg in Ahrweiler 1862 12 Mammutbäume gepflanzt haben, von denen im Jahre 1986 noch fünf Mammutbäume standen:
- „Südseite von St. Laurentius“ (1 von 2 gefällt 1958) – wohl einst hier (http://v4.cache1.c.bigcache.googleapis.com/static.panoramio.com/photos/original/41732002.jpg?redirect_counter=2);
- „Anfang der Bossardstraße“ – ID 305 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=305&search=Suche);
- „im Hof des jetzigen Postgebäudes an der Wilhelmstraße“ – ID 304 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=304&search=Suche)?
- „vor dem Landratsamt“ – ganz klar ID 303 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=303&search=Suche).
- „am Ende der Wilhelmstraße nahe bei der Auffahrt zur A 61“ – ID 301 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=301&search=Suche)
Zwei weitere Mammutbäume soll Georg Kreuzberg im Jahre 1871 gepflanzt haben; der Text lässt sich aber über den Standort nicht aus.
Zum Thema Naturdenkmal äußert sich http://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/hjb1954/hjb1954.24.htm wie folgt:
- „10. Wellingtonbaum vor der Kirche in Ahrweiler“ – wohl vor St. Laurentius;
- „11. Wellingtonbaum vor dem Landratsamt in Ahrweiler“ – sicher ID 303;
- „12. Wellingtonbaum vor dem Postgebäude in Ahrweiler“ – wohl ID 304?
Vermutlich ebenfalls um Mammutbäume handelt es sich bei den folgenden beiden Naturdenkmalen in anderen Gemeinden des Kreises:
- „28. Cedern und Wellingtonkiefern bei der Villa Sölling und Schröder in Rolandseck am Bahnhof“
- „29. Wellingtonkiefer und zwei Cedern im Park an der Kreisgrenze an Bundesstraße 9“
Vielleicht lässt sich im Web eine aktuellere Liste der Naturdenkmale finden. Denn im Augenblick ist keiner der vier registrierten 1862-er bei uns als Naturdenkmal verzeichnet.
Ich finde im Landesserver:
- „Mammutbaum am Markt ND-7131-379“;
- „1 kalifornischer Mammutbaum vor der Kreisverwaltung ND-7131-380“;
- sowie in Remagen: „Mammutbaum am Rheinufer in Remagen-Rolandseck ND-7131-387“.
Die ID 303 ist also mit Sicherheit ein Naturdenkmal.
Das Schicksal des Baumes an der Laurentiuskirche ist indes unklar.
Recherchierende Grüße,
Wolfgang
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Hallo Wolfgang,
Richtung Bonn/Remagen gibts ziemlich viele Altbäume, ob mit oder ohne Plakette, weiß ich nicht.
Ziemlich sicher alle alten BM komplett im Register.
ID 303 ist ein ND (Schild + Info davor).
Vor der Kirche steht leider kein BM mehr.
LG Micha
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Hallo,Micha !
So wie das auf den Bildern aussieht,haben sowohl ID 301 als auch ID 305 u.A.auch eine beschränkte Nährstoffzufuhr.Mein Gedanke hierzu wäre,dort eine Bodenbehandlung durchzuführen und den Bodenbereich mit Langzeitnährstoffen zu verbessern,damit die Baumgesundheit gekräftigt wird.D.h.,falls das nicht nicht schon zu spät ist :-\.
LG Michael
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Hier nen Bericht +Bilder zu einem der letzten alten 1862 Ahrweiler BM`s.
Leider kein positiver :(, Ursache für Absterben unbekannt.
http://www.rhein-zeitung.de/region/bad-neuenahr_artikel,-Bad-Neuenahr-Ahrweiler-Mammutbaum-war-nicht-zu-retten-_arid,423790.html (http://www.rhein-zeitung.de/region/bad-neuenahr_artikel,-Bad-Neuenahr-Ahrweiler-Mammutbaum-war-nicht-zu-retten-_arid,423790.html)
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Hallo Heiko,
sehr schade um den imposanten Veteranen... :'(
Im Zeitungstext ist von zwei verbliebenen Bäumen die Rede. Im Register stehen noch drei Alte. Hoffen wir mal nicht, dass dort vorher einer unbemerkt "abgegangen" ist... :(
LG
Frank
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(...) Überhaupt ist der Boden rund um den Baum ungemein stark versiegelt.(...) Ferner scheinen die braunen Stellen vor allem eine Seite des Baumes zu betreffen.
Das trifft ins Schwarze.
Für mich sieht das genau wie ein Frosttrocknis-Schaden aus. Würde mich schwer wundern wenn die braune Seite nicht Süd ist.
Ferner sieht man im Hintergrund einen evtl. neuen McDonald, für den möglicherweise ein neuer Parkplatz gebaut wurde ? Der Weinberg im Hintergrund könnte die Richtung sein aus der Wasser unterirdisch herbeifließt. Ein neuer Komplex genau in dieser Richtung bedeutet auch itefe Kanäle (Abwasser) und Fundamente. BM Wurzeln streichen mindestens 50m weit wenn sie sonst kaum Wassrer finden, und der Baum sieht auch auf Micks Bild nicht gut wasserversorgt aus.
Daher tippe ich auf Dürreschaden wegen Baumaßnahmen im wichtigesten Wasseraufnahmegebiet des Baumes, dadurch von vorneherein schlechte Verfassung, dann kam ein hartes Früh-Frühjahr und der Baum hatte keine Chance die Schäden zu reparieren.
Nachtrag: Las jetzt erst Micks nachfolgednen Kommentar. Liegt ja genau auf derselben Linie.
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Von unten nach oben lesen und anschauen:
5. Mai 2013. Frostschaden, der gerade erst sichtbar wurde. Dieselbe Südseite, fast derselbe Ausschnitt, wie 2009. Im Verlauf des Jahres starb diese Seite komplett ab, und blieb auch bis heute tot und braun. Mal sehen was nächsten Frühling passiert.
28. Oktober 2012: Krone schon deutlich schütterer. Der Baum ist in den letzten Jahren rapide gewachsen und stieß jetzt an sein Wasser-Limit.
01. Juli 2009. Der Baum sah bis in die Krone üppig aus.
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Ich gehe aber davon aus daß alle Äste auf dieser Seite entnommen werden, wenn nicht gleich der ganze Baum, der sowieso zu nahe an gleich 2 Gebäuden, und direkt an einem vielfrequentierten Weg (Klinikbesucher und Patienten), und dauernd kontrolliert und gelegentlich entastet werden müsste. Man wird die Kosten scheuen.
Coords 50.748166, 7.088914
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Das Bild der Wurzelscheibe finde ich sensationell
http://www.rhein-zeitung.de/cms_media/module_img/1213/606955_1_org_606955_1_org_11baum.jpg (http://www.rhein-zeitung.de/cms_media/module_img/1213/606955_1_org_606955_1_org_11baum.jpg)
man sieht daß die rinde der stammanläufe tief eingewachsen ist, und daß sich an so einem kanal ein riß von außen durchs mark zieht. es gibt weitere solche risse. interessanterweise sind sie bis tief innen mit rinde gefüllt. ich frage mich wie es zustande kommt. ob in jungen jahren verdreht wurzeln die rinde im inneren so einwachsen ließen ? das ganze muß nicht heißen daß der baum umbricht, es ist aber bedenklich.
(die dunklen streifen halte ich für schmier-/hitzeflecken vom kettenöl)
das stammstück in ~4m höhe sieht dagegen kerngesund aus.
http://www.rhein-zeitung.de/cms_media/module_img/1213/606960_1_org_606960_1_org_5baum.jpg (http://www.rhein-zeitung.de/cms_media/module_img/1213/606960_1_org_606960_1_org_5baum.jpg)
-- bis auf einen nicht perfekt verheilten aststummel, der oberhalb der dicken borke abgesägt wurde, man sieht die reste, wahrscheinlich ist es beim BM besser tiefer drinnen abzutrennen, also nicht wie bei zB. glattrindigen laubbäumen (obstbäume).
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Hallo Micha,
das kommt, denke ich, einzig und allein von der Spannrückigkeit.
Das "Problem" werden wohl die meisten UM und BM haben. Ist es denn ein Problem?
Auch der junge BM hier fängt bereits an seine Rinde einzuwachsen und irgendwann
wird es wohl so aussehen wie auf deinem geposteten Bild.
Meist sind die Bäume nur im unteren Bereich so stark spannrückig, daher siehst du in
4m Höhe davon nichts mehr.
Gruß
Tom