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Küstenmammutbaumwirrnis in Weinheim

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Odysseus:
Wie sich die zuständige Försterei in Weinheim um die Mammutbäume kümmert,
sah man besonders 2003 im heißen Sommer.
Keinen Schlag hat man gemacht.

Erst als die Bevölkerung rebellierte, sich der Gemeinderat nach mehrwöchiger totaler Trockenheit und großer Hitze einschaltete, hat man sich dazu bequemt, die Feuerwehr zu holen, die dann ein wenig herumspritzte, als es zu spät war.

Viele Mammutbäume sind damals kaputt gegangen, andere wurden schwer geschädigt. Sieht man heute noch. Wo der Forumsmammutbaum steht, sind allein mindestens drei große Bäume der Trockenheit zum Opfer gefallen.

So viel zu den Fürsorgemaßnahmen in Weinheim.

Grüße
Walter

Waldläufer:
Hallo,
ich würde auch empfehlen zumindest in längeren Trockenphasen vorerst zu wässern.
Das Wurzelsystem hat sich über 5 Jahrzehnte aufgebaut, da sind die letzten paar Jahre nicht so entscheident.
Oft sterben Bäume nach Trockenschäden erst Jahre später an Sekundärbefall etwa durch Hallimasch oder Borkenkäfer.
Trittbelastung ist ebenfalls wichtig. Obschon in der Sierra sandiger Boden vorliegt ähnlich der Farm wird doch über Bodenverdichtung
um vielbesuchte Bäume geklagt. Wo sich Mb zu nahe sind sollte man über eine frühzeitige Entnahme nachdenken und evtl.
passende Begleitvegetation nachpflanzen.

                                                   VG                Bernt

Odysseus:

--- Zitat ---Wo sich Mb zu nahe sind sollte man über eine frühzeitige Entnahme nachdenken und evtl.
passende Begleitvegetation nachpflanzen.
--- Ende Zitat ---

Lieber Bernt,

mir ist in Kalifornien aufgefallen, häufig stehen die Mammutbäume in Gruppen. Sehr dicht zusammen beispielsweise im "House" oder im "Senate" im Giant Forest. Die Stämme berühren einander. Häufig haben auch die Wurzeln nebeneinander stehender Mammutbäume miteinander Kontakt. Im Heidelberger Arboretum wurde oben rechts am Eingang ein Mammutbaum gefällt, dessen Stumpf nach einigen Jahren immer noch weiter bis zu einer mehrere Zentimeter dicken Schicht völlig überwallt wurde. Er muss von einem der Nachbarbäume versorgt worden sein.

Mein Vater und ich haben auch schon Fichten in engen Gruppen stehen lassen, und sie sind jetzt nach 50 Jahren 35 m hoch und sehen prächtig aus. Z. T. besser als Einzelbäume in der Nähe.

Ich würde die Mammutbäume auf der Farm nicht weiter stellen.

Grüße
Walter

Waldläufer:
Ja Walter,
wer im Graben steht soll nicht mit Dreck werfen, sagte mal ein Politiker.
Über Jahre wurde doch der forstliche Gm- Anbau als easy doing angesehen. Man pflanze im Reinbestand - über den Pflanzabstand wird man sich schon einig werden. Dagegen hatte ich schon immer darauf hingewiesen, daß der Gm eigentlich eine Mischbaumart ist.
Nun hat sich eben wenn auch erst nach 140 Jahren im Fall Weinheim herausgestellt daß entsprechend den Klima- und Bodenverhältnissen Auflösungserscheinungen eintreten. Es liegen bei diesem Bestand keine homogenen Bodenverhältnisse vor.
Der Bestand stockt im wesentlichen auf einem mäßig frischen lehmigen Grushang, im Westen etwas Löß. Im Osten ist eine mäßig
frische Mulde.(entnommen Münch u. Wilhelm 140 jährige Gm in Weinheim). Am Oberhang zeigte sich schon früh, daß es hier etwas zu trocken für Gm ist. Dort entstanden 2003 die meisten Ausfälle. In der feuchteren Mulde stehen demgegenüber die höchsten Gm
relativ dicht nebeneinander.
Ist nun das Forstamt schuld, daß die Gm nicht wie die meisten anderen Arten den Trockensommer aushielten?
An sich ist es nicht üblich den Wald zu bewässern. Nun werden jetzt einige sagen es ist halt ein Exotenwald mit besonders kostbaren
Arten. Dann muß man aber auch zumindest für den Gm zugeben daß er hier nicht Reinbestandstauglich ist und man ein Kunstprodukt
erhält. Ich glaube also nicht daß es die Aufgabe des Forstamtes ist jeden Exoten mit Riesenaufwand durchzuschleppen.
Halte es für angebrachter die Leistungen die zu diesen schönen Beständen führten zu würdigen.

                                                    VG                 Bernt

denniz:
Hallo Bernt,

Die Sequoiadendrongruppe in der Farm, die wirklich sehr eng gepflanzt wurde, zeigt einen deutlichen
Vitalitäts-Unterschied vom Rande hin zur Mitte der Gruppe. Dort sind bereits zwei Exemplare abgestorben,
die anderen Bäume innerhalb der Gruppe sind wesentlich dünner und weniger beastet als die randständigen BM.
Die KM-Gruppe zeigt einen ähnlichen Habitus, wohl aber weniger ausgeprägt. Tatsächlich sollte abgewägt werden ob
Entnahme oder Bewässerung die bessere/kostengünstigere Lösung ist.

Hier zeigt sich das der Pflanzabstandsdiskussion unter forstlichen Bedingungen einen weiteren Faktor
enthalten sollte, nämlich die Wasserspeicherkapazitäten des Bodens. Bodenverdichtung sorgt ebenfalls für
eine verminderte Aufnahme von Niederschlag.

Ein altes Gärtnersprichwort sagt: Einmal Hacken ist besser als zweimal giessen.

verschiebenden Gruß
Denniz

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