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dicker Stamm in Albstadt-Pfeffingen
xandru:
Liebe Freunde des Mittelgebirgs-Mammuts,
Unweit der Eyach-Quelle steht in einem Privatgarten ein BM, der jetzt bei uns die ID 14863 bildet.
Der Baum steht auf 755 Metern Höhe und hat eine etwas dickere Basis ausgebildet, wie ich sie in höheren Lagen oft gesehen habe. Vielleicht ist einfach das Höhenwachstum reduziert? Andererseits haben die unweit stehenden drei Wilhelma-Bäume von Balingen mit 1,20 bis 1,40 extrem schlanke Stämme.
Könnte es sein, dass Solitärbäume zu dieser Verdickung neigen, nicht aber Waldbäume?
Und wo ist die Grenze zum „swollen base“-Phänomen, das Lukas erwähnt hat?
Mittelgebirgige Grüße,
Wolfgang
isbg33:
--- Zitat von: xandru am 04-April-2012, 22:43 ---Könnte es sein, dass Solitärbäume zu dieser Verdickung neigen, nicht aber Waldbäume?
--- Ende Zitat ---
Ja!
Alle Bäume (nicht nur MB) haben geringeres Höhenwachstum und gehen dafür mehr in die Breite, wenn sie freistehen. Bei Waldbäumen erzwingt der Konkurrenzdruck der Nachbarn, schneller in die Höhe zu gehen, damit sie "am Licht" bleiben.
Bakersfield:
--- Zitat von: xandru am 04-April-2012, 22:43 ---Könnte es sein, dass Solitärbäume zu dieser Verdickung neigen, nicht aber Waldbäume?
--- Ende Zitat ---
Ich denke, man muss auch beachten, dass in Privatgärten oft die Stammbasis penibel sauber gehalten wird. Bei einem Waldbaum würden sicherlich 20-50cm der Basis dieses Garten-BMs im Wurzelhügel verschwinden.
--- Zitat von: xandru am 04-April-2012, 22:43 ---Und wo ist die Grenze zum „swollen base“-Phänomen, das Lukas erwähnt hat?
--- Ende Zitat ---
Die "swollen bases" der 500+ Jahre alten Bäume der Sierra Nevada lassen sich schlecht mit unseren relativen Frischlingen vergleichen.
xandru:
Hallo Frank,
Auf dem Foto ist zu sehen, dass schon diese Baum einen spürbaren Wurzelhügel aufgeworfen hat. Wenn dann also noch von oben das organische Material dazu käme (wie bei weniger gepflegten Standorten), dann müsste der Hügel über dem Pflanzpunkt schon beträchtlich sein.
Dazu kommt eine recht hohe Dicke, auch wenn die 1,30 höher beginnen.
Schließlich der mögliche Kronenschaden, möglicherweise sogar mehrere…
Könnte es demnach sein, dass der Baum gar nicht der junge Vorgartenmammut ist, als der er daherkommt? Könnte er vielleicht sogar auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurückgehen?
Immerhin finde ich gerade eine historische Ansichtskarte (gelaufen 1957), wo zwischen den beiden Häusern am rechten Bildrand bereits ein dunkler, stumpfer Baum an der gleichen Stelle zu sehen ist. Also Kronenverlust in den 1950ern?
Spekulierende Grüße,
Wolfgang
Bakersfield:
Hallo Wolfgang,
sicherlich ist der Baum deutlich älter als seine Höhe vermuten lässt. Die Bandbreite ist aber so groß, dass man zur Abkürzung des Ganzen am besten den Besitzer selber fragt.
Ist jedenfalls ein schöner stämmiger Bursche, den du da aufgestöbert hast... :)
Burschikose Grüße,
Frank
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