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BM ID 528 in Nettetal-Kaldenkirchen

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JNieder:
 Der ist sogar als Naturdenkmal gekennzeichnet.

JNieder:
Am Freitag, dem 08.Mai 2015 - im Rahmen des MV-Wochenendes - haben Thomas und ich das Umfeld vom Naturdenkmal
mal wieder bearbeitet:
D.h., das Schild wieder eingegraben, Unrat entfernt, Büsche geschnitten  und alles sauber geharkt.

Dabei ist uns cremiger weißer Schaum unten am Baum aufgefallen.
Sah aus und fühlte sich an wie Rasierschaum.
Haben es einfach entfernt.

Am nächsten Tag nachmittags sind Ralf, Bischi, Martin und ich nochmal hingefahren.
Es hatte sich an gleicher Stelle neuer, gleicher Ausfluss gebildet.

Zu befürchten ist, dass es sich um einen Pilz handeln könnte. :(
Durch Druck auf die Borke im oberen Bereich der Schadstelle,
gluckste das weiße Zeug hinaus.

Hat jemand eine Idee, um was es sich handeln könnte ?

Gruß mit ungutem Gefühl
Jochen


ac-sequoia:
Moin Jochen,

ich hab darüber mal was gelesen.
Vor allem bei Buchen und Kastanien, soll das nach starken Regenfällen vor kommen.
In der Borke sind wohl Saponine (Seifenstoffe) eingelagert zwecks Schädlingsbekämpfung. Diese werden dann bei starkem Regen aufgeschäumt. Da die in hoher Konzentration in der Borke enthalten sind, passiert das "schäumen" vor allem nach einer Verletzung und anschließendem Regen.

Könnte evtl. ja auch der Grund sein bei dem BM.

Wäre ansich dann erstmal nicht Schlimm, nur das deutet auf eine "Verletzung" mit Rindenschaden hin (sieht man ja auch auf dem Foto). Das wiederum ist ein Eintrittstor für Pilze, Bakterien, Viren.


Ich hoffe mal das es nur oberflächlich ist.
gruß
Andreas

JNieder:
Hallo Andreas,

von der Borke hatten wir etwas oberflächlich entfernt,
um dahinter schauen zu können.

Aber Deine Erklärung könnte passen.
Auf jeden Fall muß das beobachtet werden.

LG
Jochen

Tuff:
Das habe ich noch bei keiner Taxodiazee gesehen. Bei einheimischen Bäumen verheisst Ausfluß jedenfalls nix Gutes, etwa kann man ihn manchmal sehen, wenn der Baum intensiv gegen einen Pilz- oder Käferbefall kämpft. Ich meine hier holzbohrende Käfer, keine Borkenkäfer. Am Stammfuß auch Holzameisen.

Vieleicht trifft Andreas Beispiel zu, und es ist eigentlich nichts. Vieleicht ist es auch einfach ein Überschuss an Zuckersaft aus der Krone, der hier austritt ? Aber, es ist ungewöhnlich, und was wenn es doch eine mikrobiell schwelende Verletzung ist ?

Ich würd die Stelle wo sich die Flüssigkeit bildet (etwas höher?) daher noch weiter aufschneiden. Besser der Baum überwallt eine saubere Wunde (und das Überwallen geht beim BM ja schnell) als dass sich darunter ein xyz unbekannt befindet welches unter Umständen ja sehr viel schlimmerer ist.

Gerade wenn es nichts ist, sollte der Baum die Wunde schnell überwallen (oder zuborken) können.

Also ich meine das so, erstmal nur bis kurz vor den Bast schneiden, nur wenn offensichtlich nötig, auch tiefer. Chirurgisch glatte Ränder erzielt man mit Obstbaum- oder  Teppichmesser, und danach sorgfältig auswaschen und nachhaltig desinfizieren (ja, tatsächlich, und warum auch nicht). Danach trockenhalten und vor Sonne schützen, aber nicht mit sogenanntem 'Baumwachs' sondern rein konstruktiv.

Bei einem Naturdenkmal ist das leider keine triviale Entscheidung. Das mitverantwortliche Amt zu beteiligen heisst allerdings im Heuhaufen stochern, oder wie sagt man. Die schicken dann erstmal ihren eigenen Gutachter, der höchstwahrscheinlich auch keine sichere Diagnose hat und am Ende, um lieber nicht verantwortlich zu sein, lieber nichts unternimmt. Dann kann man es auch gleich lassen.

ps. Habt ihr vielleicht ein hochaufgelöstes Bild von der Stelle ? (Eventuell per Email?)

pps. Übirgens können auch Geruch oder Geschmack einen Hinweis geben. Saponine riechen ja anders als etwa Alkohol welcher bei Käferbefall auftritt wenn sich Bohrmehl zersetzt (Gärung). Hefepilze wiederum deuten auf Zersetzung von Kohlehydraten.

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