Forum ::: Mammutbaum- Community

Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Autor Thema: Big Charlotte - der Thread  (Gelesen 21073 mal)

Michael D.

  • Hero Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 5243
Re: Big Charlotte - der Thread
« Antwort #75 am: 24-November-2018, 06:58 »

Moin,Tuff !

Im Prinzip hast du recht,was die Kletterei usw. betrifft.Der Knackpunkt ist aber das "Wieviel" ! Wenn mal ein paar Kinder ( oder auch Erwachsene ) auf einem Baum ´rumturnen,oder die Wurzelscheibe betreten - geschenkt,das macht überhaupt nichts.Wenn das aber hunderte oder tausende machen,kostet das den Baum auf Dauer das Leben,auch wenn man das nicht glauben möchte.
In der Fasanerie ist eine hohe Besucherfrequenz,ähnlich wie auf der Mainau oder ähnlichen Orten,etwa Weinheim oder Arboretum Heidelberg.Man hat dort ( Fasanerie )  vor ein paar Jahren an den beiden großen BM´s gesehen,wie der untere Stammbereich sehr leidet.Durch die Trompetenform des unteren Bereichs konnte man darauf ´rumsteigen,was offensichtlich viele gemacht haben und die Borke regelrecht abgescheuert wurde.Der Boden drumherum ist ziemlich verdichtet,die Bäume haben gelitten.Ich hoffe,daß sie jetzt wieder "aufatmen" können.
Die Amerikaner haben das Problem schon früher erkannt,und auch einen Begriff für das Phänomen : Die Bäume werden "totgeliebt".Das heißt,durch das viele Betreten wird der Boden zum Einen verdichtet,zum Anderen abgetragen.Es trägt zwar jeder nur ein paar Krümel Erde davon,mit der Zeit summiert sich das zu einer großen Menge.Bei Bildern vom "Grizzly Giant" kann man das gut sehen,wenn man Fotos aus verschiedenen Zeiten sieht.Im Vergleich zu den Zwanzigern dürften dort bereits 1 m bis 1,30 m Boden davongetragen worden sein ! In den USA hat man daraus Schlüße gezogen,und die großen,stark frequentierten Bäume mit Bohlenzäunen umgeben,damit die Leute nicht mehr direkt herantreten können.
Hier wird das Problem inzwischen auch war genommen,auf der Insel Mainau hat man das m.M.nach sehr gut gelöst,indem man Bohlen ausgelegt,und darauf Bretter befestigt hat.Das heißt,die Leute kommen direkt an die MB´s heran,ohne den Boden zu belasten oder schädigen.In Schotten steht zur Zeit eine provisorische Absperrung.

"Ich würde auch sehr gerne solche ( Kletter - ) Bäume gezielt anpflanzen"

- Das ist eine sehr gute Idee,die man unbedingt - z.B. in Parks - umsetzen sollte !


LG Michael
« Letzte Änderung: 24-November-2018, 07:00 von Michael D. »
Gespeichert
John Muir:Zweifellos würden diese Bäume gutes Nutzholz abgeben,sobald sie einmal durch ein Sägewerk gegangen wären,so wie George Washington,wäre er durch die Hände eines franz. Küchenchefs gegangen,sicherlich einen wohlschmeckenden Braten abgegeben hätte.
 

Seite erstellt in 0.034 Sekunden mit 18 Abfragen.