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Experiment mit Bergmammutwald gescheitert?
Otto:
Hallo Hiltrud und Werner,
ich war heute in Büderich und suchte einen BM, den ich anlässlich einer Beerdigung im Januar gesehen hatte, fand ihn aber nicht mehr, nur eine freie Stelle mit schütterem Gras umgeben.
Gerade habe ich mir Eure Funde in Büderich angesehen und stelle fest, der vermisste Baum ist Eure ID8905 auf dem Friedhof von Büderich.
Den Abgang werde ich an der richtigen Stelle melden.
VG Otto
Tuff:
(Nachtrag) Ich kann nur unterstreichen was Zinnauer gesagt hat. Das erste Ziel eines forstlichen Anbaus sind vatale und robuste Bestände, weil aufgrund der langen Umtriebszeit immer mit Witterungsextremen gerechnet werden muß (Sturm, Eis, ...). Ein Risiko-Anbau zur Erzielung eines besonders astfreien Schaftes, auf Kosten der Stabilität und unter Wachstumseinbußen, ist keine gute waldbauliche Praxis. Man sollte stattdessen die Beschattungszone der Schäfte schrittweise nach oben setzen, etwa durch Schattbaumarten die im Wuchs entsprechend nachziehen.
Im Übrigen sei nochmal wiederholt, was Clemens schrieb: Ob die Schäfte in der Sierra Nevada beschattet werden oder nicht spielt fast keine Rolle, weil die untersten Äste sowieso verbrennen. Die Hitze eines durchschnittlichen Bodenfeuers steigt ohne weiteres 50 m hoch.
Zu regelrechten 'Feuerstürmen' dürfte es hingegen in einem Urwald mit natürlichem Feuerzyklus von 15 - 30 Jahren nur extrem selten kommen. Aber es gibt immer Ausnahmen von der Regel, der bekannte Naturpionier John Muir hat um 1900 herum einem Kronenbrand mehrere Tage und Nächte lang aus nächster Nähe zugesehen und beschreibt, wie 'jüngere' BM (was auch immer er darunter verstand) Feuer fangen, welches offenbar über die fransigen Rindenkanäle (sic) nach oben geleitet wurde, und wie eine Fackel verbrennen.
Die Details die er berichtet sind von unschätzbarem Wert. Außer Muirs Beobachtungen kenne ich keine einzige die konkret über brennende Giant Sequoia berichtet.
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