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Mammutbaum-Projekt "Burgsalach"
denniz:
Ich habe mal im Knüllwald eine Misch-Anpflanzung aus BM und verschiedenen Laubgehölzen
gesehn, in der über die Hälfte der BMs abgestorben sind bei 7-9m Höhe.
Einige wenige waren nur an der Spitze noch grün, und die übgrigen waren bis zum Boden
dicht benadelt.
Es gibt da Empfehlungen mit welchen Baumarten man BM mischen kann, und welche Abstände
im Forst funktionieren. Letztendlich muss jeder selber entscheiden was er/sie da anlegt.
Aber ich würde meine BMs auch nicht mit Pappe mulchen.
lg denniz
sequotax:
Liebe Waldfreunde,
der Versuch mit der Pappe geht eigentlich auf einen Tipp von dir, Micha ('Tuff') zurück - auch wenn du mir jetzt wieder davon abrätst... ???
Im Areal 1 hatte ich im letzten Jahr damit sehr gute Erfahrungen gemacht, allerdings mit kleiner, eingeschnittener Pappe um Eichen und Buchen.
Um das Unkraut zurückzudrängen, versuche ich es jetzt großflächiger im Areal 3 mit schwerer Kartonpappe, die auch nicht so leicht davonfliegt. Hier liegt tiefgründig lehmige Braunerde mit hoher Wasserspeicherkapazität vor, so dass ich die Trockenheit kaum fürchten muss. Andererseits hatte ich große Probleme mit Botrytis, was wiederum durch dichtes Unkraut gefördert wird...
So gesehen bin ich guten Mutes. Außerdem habe ich den Boden nicht hermetisch versiegelt...
Die in einigen Jahren vorzunehmende Läuterung sehe ich ebenfalls (noch) entspannt. Wenn ich andere Berichte so lese wie über den 'Mammutbaumwald in Straßenhaus' (Zitat: "Frostschäden waren nämlich in der Anfangsphase ein Problem. Durch die Frostschäden und damit einhergehende Schwächung konnten sich Pilze wie der Hallimasch ansiedeln und das hat zum Ausfall vieler der ursprünglich gepflanzten Bäume geführt. Im Alter von 40 Jahren sind in Straßenhaus deshalb nur noch ein Drittel der ursprünglichen Anzahl Bäume vorhanden."), warte ich doch lieber erst einmal ab, wieviele Bäume denn überhaupt bis dahin überleben werden...
In jedem Fall plane ich vornehmlich eine Negativauslese. Ich habe also auch vor, ggf. einzelne Baumgruppen stehen zu lassen, wenn mehrere vitale Pflanzen beieinander stehen sollten...
Anbei nochmal ein Einblick in die Wildnis. Im Sommer sähe man da kaum mehr etwas - außer dem Unkraut... :)
Im Bedarfsfall Gewehr bei Fuß stehend !!!
Remi
Tuff:
Remi,
Genau, und ich habe auch ein wenig ein schlechtes Gewissen....was ich hätte deutlich machen müssen: Baumscheiben aus Pappe müssen auf die 'richtige' Weise angelegt werden. Vorschlag: Stampf mit einem Besenstiel eine Menge Löcher in jede Pappe. Da wächst dann zwar wieder etwas durch, aber der positive Effekt (Wasserdurchlass) ist wichtiger.
Wenn bei lang anhaltender Trockenheit nur gelegntlich geringe Niederschläge fallen, saugt die Pappe diese Feuchte weg. Da kann man die Pappe dann eigentlich nur entfernen. Andererseits reichen so geringe Niederschläge für BM sowieso nicht aus und wenn man sowieso auf der Fläche was tun will, kann man auch gleich wässern. Dann würde man unter die Pappe gießen, wonach die Pappe wiederum gegen Austrockung schützt.
Ich bin von Pappe abgekommen weil ich nicht neben meinen Flächen wohne und im 'Katastrophenfall' nicht immer rechtzeitig da sein kann. Die Baumstubben die ich auf die Wurzelteller meiner ältesten BM gelegt habe, räumte ich nach ca. 7 Jahren aus dem Weg, bis dahin waren sie wartungsfrei. Unbedingt nötig waren sie in der Fläche aber sowieso nicht. Übrigens kann ein Ring aus Baumstubben auch die Rehböcke vom Fegen (gegen April) abhalten. Hungrige Rehe werden aber auch klettern um etwas zu fressen zu finden.
Baumgruppen: Nach wie vor finde ich das eine schöne Idee, welche die Diversität und Naturnähe erhöht. Waldbaulich gibt es hierzu in Deutschland wenig Erfahrung (in den Alpen vielleicht etwas mehr) aber praktisch alle Urwälder (auch in der Taiga) zeigen daß es gut funktioniert; und wahrscheinlich geht es Dir ja sowieso nicht um optimierten Holzertrag.
sequotax:
An alle Geduldigen !
Nach über 3 Jahren im Wasser treibt ein KM-Schnittling aus Burgholz nun endlich Wurzeln :) :) :) - mir zugesellt und anvertraut ( ;) ) hat sich dieser treue Zweig seinerzeit am 03.01.2009 unter den wachsamen Augen von Vroni, Bischi und Micha in der Hoffnung auf eine neue Heimat in Mittelfranken...
Wer es also wirklich ernst meint, der werfe seine Flinte nicht zu früh in's Korn !!!
(Weitere 15 KMs harren immer noch aus...)
Stoisch,
Remi
Zinnauer:
Hallo Remi,
auch auf die Gefahr mich zu wiederholen:
Wenn ich diese Bilder vom Areal 3 sehe, kann ich dein "Beharren" auf soviel Kraut,- Strauch- und Jungbaumgestrüpp nicht verstehen. Abgesehen von der Konkurrenz (Licht, Wasser, Nährstoffe) für die MBs kann es doch wirklich nicht angenehm sein, sich im Sommer durch dieses Zeug zu kämpfen - oder?
Ich finde das auch inkonsequent. Auf der einen Seite (direkt am MB) versuchst du Unkraut fernzuhalten (Karton mit Vor- und wie Tuff anmerkt - diversen Nachteilen), auf der anderen Seite (in etwas weiterem Umkreis) lässt du alles wuchern. Und dabei vergisst du, dass dieses Zeug mehr Licht, Wasser und Nährstoffe schluckt als du (wahrscheinlich) vermutest.
LG
Michael
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