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Vevey/Schweiz - ein dicker Hund!
Fritz:
Hallo MB-Freunde!
Ist es für MB-äste eingentlich "normal", dass sie sich "nach unten" stärker verbreitern? Quasi der Schwerkraft folgen wie eine (sehr) zähflüssige Masse? Bei anderen Baumästen (inkl. MB) ist mir so ein hängendes Wuchsbild der Jahresringe noch nie aufgefallen - evtl. weil man (ich) solche (abgesägten) fetten Aststummel noch nie gesehen habe ???
fragende Grüße
Fritz
P.S. respektabler (Photo-)Einsatz Peter!
Sir Cachelot:
Hallo Fritz,
vermutlich kann das Holz Druckkräfte besser aufnehmen wie Zugkräfte.
Deshalb gibt es eine Verdickung an der Unterseite des Astes, da hier die Druckkräfte verlaufen.
Bischi:
Das hat nur etwas mit Statik zu tun.
Im Ast treten im Übergangsbereich zum Stamm im unteren Bereich enorme Druckkräfte, im oberen Astbereich starke Zugkräfte auf, bei einem 4-5 to Ast kommen gewaltige Kräfte zustande.
Zum Vergleich haltet mal ein gefülltes 1/2-Liter Wasserglas am ausgestreckten Arm....
Diese statische Belastung kann nur mit Höhe ausgelichen werden (Astquerschnitt), darum sind bei solch starken Ästen die Astquerschnitte im unteren Bereich immer sehr stark rechteckig (siehe den Monsterast im Schloßpark Kronberg, Breite am Stamm: 23cm, Höhe 110cm), bei den Wasserglashaltern würde jetzt der Bizeps gut wachsen. ;)
Aufklärende Grüße vom Jürgen
Sir Cachelot:
Hi Bischi,
das erklärt aber nicht, warum der Ast nicht nach oben "zulegt".
Theoretisch könnte er ja über die Zugkräfte die Last abtragen indem er nach oben zulegt.
Bischi:
Hallo Peter
Stimmt, ne richtige Erklärung speziell dafür war das nicht, eher für solche Äste allgemein gehalten.
Holz ist wesentlich druckbeständiger wie zugbeständig, kann also viel besser Druck vertragen.
Da Druckkräfte in einem Ast hauptsächlich im Querschnitt unten auftrten, stellt sich der Baum darauf ein und produziert dort besonders viel druckbeständiges Holz, sieht man auch daran, dass der Ast zum Stamm herabläuft. Folglicher weise wird der Ast hier unten schneller dicker als im Zugbereich oberer Querschnitt.
Lukas schrieb in so einem Zusammenhang mal, das die Äste viel empfindlicher gegen Hochdrücken bei Sturm seien (Zug im unteren Astbereich), wie duch Drucklasten von oben, beispielsweis durch Schnee, darum hat er die Äste an seinem Baum auch nach unten befestigt.
Bessererklärende Grüße vom Jürgen
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