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3-stämmige Meta mit 2,2m DBH (Baum-ID 4234)
Bischi:
Hi Sonnenanbeter
Das auch ein Baum im Stammbereich einen Sonnenbrand kriegen kann war mir auch neu, ist aber bei genauerer Überlegung doch wieder logisch. Denke das die Borke der meisten Bäume entsprechend dünn und empfindlich bleibt, wenn kaum oder gar keine Sonne draufscheint, und nur dicker wird, wenn sie regelmäßig
UV-Licht abbekommt. Sogar Kakteen bekommen Sonnenbrand wenn sie nach der Überwinterung im Haus plötzlich in die volle Sonne gesetzt werden.
@ Tuff, das wird somit wohl nichts mit der Anpassung an das schwache Sonnenlicht der nördlichen Breiten zu tun haben. Übrigens ein toller Baum.
SichwiederSonnewünschende Grüße vom Jürgen
Tuff:
Habe noch ein Bild gefunden. Der 3-Stamm steht am Südrand des Gartens, daher traf ihn die Mittagssonne ungeschützt.
Tuff:
Jürgen,
Du hast schon recht. Ich stelle hier eine Schattbaumart einer 'nordischen' Arten gegenüber, und das ist eigentlich nicht korrekt - das eine bezieht sich auf eine Anpassung vor allem der Sämlinge an den Schatten anderer Bäume, das andere auf einen saisonalen Lichtmangel der alle Altersstadien gleich trifft. Meine Idee ist daß es dennoch Gemeinsamkeiten geben könnte. Ich meinte das so: Ein Baum der unter der kalifornischen Sonne wächst muß einiges an Sonne (UV) abkönnen. Auch die Rinde sollte wenigstens ansatzweise sonnenfest sein. Denken wir an Sequoia und Sequoiadendron (und jetzt erschlagt mich nicht mit Taxodium, vielleicht stehen die von klein an niemals im Schatten, ich weiß es nicht) - auch wenn die Rinde vielerlei Zwecken dient, der Punkt Sonnenschutz ist jedenfalls abgehakt.
Unsere Buche ist ein Baum der gemäßigten Breiten, und obwohl junge Buchen auch unter freiem Himmel aufwachsen können (weil sie dann von Anfang an 'sonnengehärtet' sind) ist das einfach nicht die Regel. Ihre Rinde bleibt zeitlebens relativ dünn. Die Buche gilt in der Forstwirtschaft als besonders sonnenbrandempfindlich bei plötzlicher 'Freistellung' (Fällen der Nachbarn gegen Süden).
Ein Baum der subtropischen Arktis (die es bis vor kurzem noch gab) braucht keinen entsprechend leistungsfähigen UV-Schutz, im Gegenteil, hier sollte die Strategie sein soviel Energie wie möglich aufzunehmen. Daher wundert es mich nicht, wenn solch ein Baum bei plötzlichem Freistellen Sonnenbrand bekommt.
Ich gebe zu das ist eine sehr lose und weit hergeholte Gedankenkette.
Auchnichtsonnengehärtetabersichetwassonnenbrandwünschend,
Micha
Bischi:
Hallo Micha
Deiner Gedankenkette kann ich nicht ganz Folge leisten (lasse mich aber gern belehren)
--- Zitat von: Tuff am 24-November-2008, 17:11 ---
Ein Baum der unter der kalifornischen Sonne wächst muß einiges an Sonne (UV) abkönnen. Auch die Rinde sollte wenigstens ansatzweise sonnenfest sein.
--- Ende Zitat ---
Das stimmt, pflanzt du diesen Baum aber in ein schattiges Gebiet, so 'verweichlicht' er schnell in Bezug auf Sonne/UV-Strahlen.
Jetzt hole ich mal was weit her,- ist wie beim Menschen, im Frühjahr, wenn deine Haut blass und sonnenentwöhnt vom Winter ist, bekommste viel schneller einen Sonnenbrand wie im Sommer, wenn deine Haut sonnengewöhnt ist. Bei Pflanzen ist das so doll anders auch nicht.
--- Zitat von: Tuff am 24-November-2008, 17:11 ---Unsere Buche ist ein Baum der gemäßigten Breiten, und obwohl junge Buchen auch unter freiem Himmel aufwachsen können
--- Ende Zitat ---
Junge Buchen wachsen doch eigentlich immer unter freien Himmel auf......
Nehme nochmal das Beispiel vom Kaktus, man meint diese Pflanze kann (naturgegeben) immer die volle Sonne ab.
Stellt man sie zum Überwintern allerdings für ein paar Monate ins Haus, und dann abrupt im Frühjahr gleich wieder in die Sonne, so bekommen sogar Kakteen einen Sonnenbrand.
Sie sind in der kurzen Zeit 'verweichlicht'.
Es scheint, als würden Pflanzen 'lernen' und auf UV-Strahlen/Sonnenlicht reagieren, ist keine Strahlung vorhanden, stellen sie recht schnell den Schutz dagegen ein.
Ich denke, das es bei Bäumen, die man ähnlichen Gegebenheiten aussetzt, ähnlich aussieht.
--- Zitat von: Tuff am 24-November-2008, 17:11 ---
Ein Baum der subtropischen Arktis (die es bis vor kurzem noch gab) braucht keinen entsprechend leistungsfähigen UV-Schutz, im Gegenteil, hier sollte die Strategie sein soviel Energie wie möglich aufzunehmen. Daher wundert es mich nicht, wenn solch ein Baum bei plötzlichem Freistellen Sonnenbrand bekommt.
--- Ende Zitat ---
Grade in der Arktis besteht ein besonders hoher UV-Anteil, lassen wir mal das noch relativ junge Ozonloch einmal außer Betracht, so ist dort die Sonneneinstrahlung sehr intensiv. Das Sonnenlicht kann
mangels Luftverschmutzung und fehlender Luftfeuchtigkeit nahezu ungehindert auf die Erde, und somit auch auf Pflanzen treffen. Ein guter Schutz dagegen ist m.E. überlebenswichtig, in den eh schon sehr wiedrigen Wachstumsbedingungen.
Mal wieder ein ineressantes Thema geworden.
Bin auf deine Meinung gespannt
Immernochfrierende Grüße vom Jürgen
Tuff:
Kurz gesagt, meine Gedankenkette ist sehr wackelig und vieleicht hast Du einfach recht. Aber mal ehrlich, Jürgen, ich habe keine Lust heute noch ein Thema unzuziehen. Wenn Du meinst, es ist wichtig, dann beginne doch einen eigenen Thread im Expertenforum. Ansonsten schlage ich vor, wir belassen es wenigstens hier dabei.
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