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Autor Thema: Mannbarkeit von Mammutbäumen  (Gelesen 992 mal)

Joachim H.

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Mannbarkeit von Mammutbäumen
« am: 18-Juni-2020, 02:26 »

Bei meinem aus Samen selbst gezogenen 12 Jahre alten Urweltmammut habe ich gestern 5 Zapfen entdeckt.

Eigentlich sollen die ja erst zwischen 20-30 Jahren mannbar werden. Aber was bedeutet "Mannbarkeit" bei Nacktsamern? Wikipedia schreibt von der Fähigkeit, Früchte zu bilden. Mammutbäume bilden als Nacktsamer aber keine Früchte. Ist die Mannbarkeit nun dann erreicht, wenn keimfähige Samen gebildet werden - oder ist ein Zapfen bereits Zeichen der Mannbarkeit, auch wenn da noch gar keine keimfähigen Samen drin sind?

Und wie "zählt" der Baum die Jahre? Offenbar hängt die Mannbarkeit von der Größe (vielleicht Stammdurchmesser?) ab, aber nicht von dem tatsächlichen Alter. Denn frei stehende Bäume werden laut Wikipedia früher mannbar als Bäume im Bestand. Wenn ja, wie "misst" ein Baum sowas (physiologisch betrachtet)?

Mein UM steht völlig frei. Die Zapfen hängen an 2 vom Hauptstamm in einer Höhe von ca. 1 m abgehenden Ästen ganz außen. 2 davon sind durchwachsene Zapfen. An einem Ast wollte sich scheinbar ein Zapfen bilden. Die Astgabel hat so eine Art Schuppen (sieh Bilder).
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Steffen

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Re: Mannbarkeit von Mammutbäumen
« Antwort #1 am: 18-Juni-2020, 09:56 »

Hallo Joachim,

Die Mannbarkeit ist keine fixe Größe und kann sich ändern, vor allem wenn es Stressoren durch die Umwelt gibt.

Auf schlechten Standorten oder/und bei Trockenheit kann eine Fruktifikation auch früher erfolgen. Es ist meistens eine Notreaktion und ein Versuch des Baumes wenigstens noch für Nachwuchs zu sorgen sollte der Baum aufgrund dieser Stressoren eingehen.

Mannbarkeit beinhaltet glaube ich lediglich doie Fähigkeit zapfen zu bilden, ob diese dann keimfähige Samen bilden stet wieder auf einem anderen Blatt. (Achtung nur meine Vermutung, nicht genau sicher) 

VG Steffen
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Bakersfield

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Re: Mannbarkeit von Mammutbäumen
« Antwort #2 am: 18-Juni-2020, 12:19 »

Hi Joachim,

bei unserem BM hatte ich ja auch gerade erstmals Zapfen entdeckt (und es Fruktifikation genannt, mannbar hätte ich auch schreiben können). Ich werte es jedoch, ähnlich wie Steffen, als Reaktion auf die Dürrephasen der letzten beiden Jahre. Letztes Jahr hatte der Baum auch erstmals zwei Nadeljahrgänge abgeworfen. Zum Glück war er zuvor noch sehr dicht gewachsen und hatte dabei (inklusive des aktuellen) sogar fünf Nadeljahrgänge angespart. Daher steht er jetzt noch ganz gut da, hat aber trotzdem schonmal vorsorglich die Vermehrungsvoraussetzungen geschaffen.

Mal sehen, wie es in diesem Spätsommer wird. Bis jetzt ist das Jahr ja deutlich niederschlagsreicher.

Viele Grüße,
Frank
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Joachim H.

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Re: Mannbarkeit von Mammutbäumen
« Antwort #3 am: 19-Juni-2020, 00:25 »

Fruktifikation beschreibt das "Event" m.E. nicht ganz genau, da es einfach eine Fruchtbildung ist, die jedes Jahr stattfinden kann - wohingegen "Mannbarkeit" sozusagen ein Einzelereignis, die Geschlechtsreife bedeutet.

Ja, die Dürre könnte das gefördert haben. Allerdings war mir bisher nur bekannt, dass Stressoren für vermehrte Fruchtbildung bei bereits alten Bäumen sorgen können. Dass die Mannbarkeit damit "vorgezogen" wird, habe ich bisher noch nicht gehört.

Wie ein Baum "messen" kann, nach wievielen Jahren bzw. ab welcher Größe er geschlechtsreif wird, ist euch vermutlich nicht bekannt. Wie Pflanzen "zählen" (was sie ja können), fände ich schon irgendwie interessant. :)

Danke erstmal für die Antworten.
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Joachim H.

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Re: Mannbarkeit von Mammutbäumen
« Antwort #4 am: 28-Juni-2020, 19:34 »

Bei meinem zweiten UM (ebenfalls 12 Jahre alt, 5 m groß) habe ich jetzt auch erstmals einen Zapfen entdeckt.

Das hat offenbar nix mehr mit Zufall zu tun und die Erklärung mit dem Trockenstress der letzten 2 Jahre scheint richtig zu sein.
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