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Autor Thema: Waldbau und Pflanzungen bei Dürre und Klimawandel - was tun  (Gelesen 13473 mal)

Tuff

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Re: Waldbau und Pflanzungen bei Dürre und Klimawandel - was tun
« Antwort #105 am: 24-Oktober-2020, 17:53 »

Die Fläche welche überdeckt wird (auf die beschriebene Weise) ist circa 500 qm. (...) Ich mach derzeit im Garten was ähnliches, auf ca. 100 qm.

Es sind im Garten nun doch eher 300+ m² geworden und auch eine 'Zwischenlage' mehr als geplant (sandiger heller Lehm mit kleinen Steinen). Die war notwendig weil sich sonst der LKW mit dem Mutterboden in den bis dahin hauptsächlich organischen Schichten festgefahren hätte. War mir aber recht, sandig perkoliert ja gut und so kam ich doch noch auf die ursprünglich anvisierte Endhöhe. Nach dem Zusammensacken und Verrotten rechne ich grob mit 40 - 50 cm.

Inzwischen ist es soweit 'fertig' und nach dem letzten Überdecken mit einer dünnen Schicht Häcksel, bereits eingesät, mit einem dutzend Grasarten (teilweise selbst gesammelte Wildgrasarten) sowie verschiedene Wildblumen; und damit es im Winter schon mal 'durchwurzelt', Winterroggen und Triticale.

Von diesem neuen Bodenbereich profitieren werden die ca. 70jährigen Koniferen im Einzugsbereich (Meta, Lawsoniana, Edeltanne, und eine riesige Esche) sowie die bereits vor ~5 Jahren gepflanzte nächste Generation (Thuja, Küstentanne, BM und KM). Es soll insgesamt ein parkartiger Charakter werden.

Als nächstes kommt die 'Randbepflanzung' der neuen Fläche, welche selber sonnig bleiben wird da nach Südwesten keine Bäume stehen werden. Hier beginne ich zunächst mal mit Latschenkiefern, die sich bereits in einer Saatkiste tummeln.

Im Eichenwald oben habe ich rund um die neue Fläche (die erstmal befahrbar bleiben soll) ein dutzend Eiben gepflanzt. Die meisten aus der Schweiz (Dank Remi !), plus ein paar Einheimische. Es werden sich aber dort sicher auch die Zitterpappeln wieder ausbreiten, welche angrenzend wachsen.

Wir haben das Glück hier im Winter massig Regen zu haben (im zweiten Bild am Rande des großen blauen Flecks im Osten von NRW, das Bergische Land) und die Regenzeit beginnt diesmal offenbar schon im Oktober (im Gegensatz zu 2018 ...) - in diesem Oktober bereits über 120 mm: Meine neuen Bodenschichten tanken und tanken und tanken *freu*  ;D
« Letzte Änderung: 08-Februar-2021, 01:14 von Tuff »
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Tuff

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Re: Waldbau und Pflanzungen bei Dürre und Klimawandel - was tun
« Antwort #106 am: 24-Oktober-2020, 18:29 »

Hier sieht man den aktuellen Stand (vor einer Woche, bin im Moment nicht mehr dort.)  Warum das Wintergetreide unregelmässig aufgeht ? Wahrscheinlich weil ich es in die Häckselauflage eingerecht habe und diese an vielen Bereichen doch zu dicht war. Es sind ja Lichtkeimer. Spätestens im nächsten Frühling wirds dann aber überall grün.

Damit man sich das mal vorstellen kann: Bedeckte Gartenfläche eingezeichnet in ein Bild vom Winter 2019. Die Endhöhe  ist ungefähr auf der Oberkante der Grenzsteine der ebenfalls neu angelegten Arbeits-Plattform aus Steinplatten. Es  ist ein leichter Hang daher kann man das nur ungefähr sagen.

« Letzte Änderung: 24-Oktober-2020, 18:33 von Tuff »
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Tuff

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Re: Waldbau und Pflanzungen bei Dürre und Klimawandel - was tun
« Antwort #107 am: 08-Februar-2021, 01:48 »

Ein Update der Fläche vom 25. November 2020.  Der sehr  späte Saatzeitpunkt war für diesen Fall gerade noch ok, würde ich sagen.
Hier kommts natürlich auf Höhenstufe und das jeweilige Wetter an.

An der Kante vorne habe ich bereits Pinus mugo Sämlinge gepflanzt, nur 5 cm groß -  geschützt durch konkurrenzschwache Sumpfbinsen. Die Sumpfbinse ist in der Anzucht eine unkomplizierte und vielseitig verwendbare Begleitpflanze.
« Letzte Änderung: 08-Februar-2021, 01:55 von Tuff »
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Tuff

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Re: Waldbau und Pflanzungen bei Dürre und Klimawandel - was tun
« Antwort #108 am: 08-Februar-2021, 01:49 »

Wie sich zeigte, keimen die Triticale Arten zwar schneller.  Hier sichtbar in zwei Flecken links mittig und recht oben - sind sind aber überall dazwischen.

Die Gräser  (hier eine Mischung aus Wildgräsern sowie 'Berliner Tiergarten') setzte sich dann aber trotz  tiefer Temperaturen und wenig Sonne  beharrlich durch. Die Gräser hätten also schon ausgereicht zur Winterbegrünung. - Versuch macht kluch :D
« Letzte Änderung: 08-Februar-2021, 01:59 von Tuff »
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