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Autor Thema: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank  (Gelesen 7654 mal)

Sandra

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Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« am: 15-April-2017, 15:15 »

Hallo zusammen,

unser Blauer Bergmammutbaum wurde im Sommer 2012 gepflanzt mit ca. 70 cm Höhe. Er ist mittlerweile über 3 m hoch. Im letzten Jahr hat er erstmalig in der Mitte der unteren Äste braune Nadeln bekommen und diese abgeworfen. Seit ca. 4 Wochen sieht er plötzlich richtig krank aus. Die Nadeln wurden bis in die Spitze des Baumes braun und trocken. Wir dachten, das es zuwenig geregnet hat. Mein Mann hat ihm deswegen täglich Wasser gegeben. Es hat nichts gebracht, er sieht von Tag zu Tag kranker aus. Könnt Ihr uns helfen ihn zu retten ?

Lieben Gruß

Sandra

PS: Bilder folgen gleich noch, habe Probleme beim Hochladen.
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Sandra

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #1 am: 15-April-2017, 15:19 »

Hier sind die Bilder:
« Letzte Änderung: 15-April-2017, 15:21 von Sandra »
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Michael D.

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #2 am: 16-April-2017, 08:56 »

Hallo,Sandra !

Zuerst einmal herzlich Willkommen :) !

Man sieht auf den Bildern zwar keine Eingänge,aber wie sieht es bei euch im Garten mit Scher-/Wühlmäusen aus ? Dies wäre ein Gedanke,den ich hätte.Der nächste ginge in Richtung Pilzbefall,schaut euch mal die Zweige genauer an,ob ihr Befallsstellen findet.

- Ich habe mir das 2.Bild nochmal angesehen,eigentlich sieht mir das,zumindest aus der Entfernung,nicht wie ein Pilzschaden aus.Im Moment denke ich daran,daß es schon lange nicht geregnet hat,und es sich einfach um einen Trockenschaden handelt.Und hoffe,daß sich ein schlimmer Verdacht nicht bestätigt :(.


Viele Grüße ! Michael
« Letzte Änderung: 16-April-2017, 10:01 von Michael D. »
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John Muir:Zweifellos würden diese Bäume gutes Nutzholz abgeben,sobald sie einmal durch ein Sägewerk gegangen wären,so wie George Washington,wäre er durch die Hände eines franz. Küchenchefs gegangen,sicherlich einen wohlschmeckenden Braten abgegeben hätte.

Tom E

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #3 am: 16-April-2017, 11:10 »

Hallo Sandra,

nach den Bildern wird man wohl nicht mehr viel retten können, das Leben scheint den Baum bereits verlassen zu haben.

Den Grund für das Absterben sehe ich bei den Wurzeln. Vielleicht könnt Ihr den Baum, sollte sich der Verdacht bestätigen, mal ausgraben und Bilder der Wurzeln machen, dadurch kann man womöglich noch etwas für die Zukunft lernen.
 

Gruß
Tom
« Letzte Änderung: 16-April-2017, 11:13 von Tom E »
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Gartenwetter: Awekas von den Bäumchen und der Heidi.

Bakersfield

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #4 am: 18-April-2017, 10:19 »

Hallo und Willkommen, Sandra!

Also das...

[...]Im letzten Jahr hat er erstmalig in der Mitte der unteren Äste braune Nadeln bekommen und diese abgeworfen.[...]

...hört sich noch nach dem normalen Abwurf der verbrauchten ältesten Nadeln im Spätsommer/Frühherbst an.

Doch leider sprechen alle anderen Indizien dafür, dass der Baum einen fatalen Wurzelschaden hat. Denn normale Trockenschäden würden nicht um diese Jahreszeit (noch vor dem Austrieb) sichtbar werden. Und nach einem Frost- oder Pilzschaden sieht es ebenfalls nicht aus.

Wenn menschliche Einwirkung auf die Wurzeln ausgeschlossen ist, dann können es tatsächlich nur Fraßschäden an den Wurzeln sein. Und das ist für einen jungen Baum dieser Größe leider nicht mehr zu kompensieren. Wahrscheinlich wird er noch kleine frische Austriebe am Stamm bekommen, doch die kommen nur noch aus den Reserven im Stamm und verkümmern schnell wieder.

So leid es mir tut, aber am besten geht ihr schon bald dem unterirdischen Problem auf den Grund. Oft hilft es den Fraßfeinden der Wurzeln eine alternative Nahrungsquelle in der Umgebung des Baumes anzubieten, um sie von den Wurzeln fern zu halten. Da solche Schäden oft im Winter geschehen, wenn das überirdische Nahrungsangebot eingeschränkt ist, habt ihr ab der Pfanzung eines neuen Baumes bis zum Winter Zeit das Problem zu lösen. Und einen neuen Baum sollte man am besten noch in den nächsten Wochen setzen, um ihm möglichst viel Zeit zum Einwurzeln vor dem trockenen Hochsommer zu geben.

Also Kopf hoch, die meisten Mammutbaumfreunde hier mussten schon einmal so etwas durchmachen. Mich eingeschlossen. So lange die Bäume jung sind, ist es noch nicht allzu schlimm. Beim zweiten Baum kann es nur besser werden... :)

Viele Grüße aus dem Münsterland,
Frank
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Michael D.

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #5 am: 19-April-2017, 08:25 »

"Wenn menschliche Einwirkung auf die Wurzeln ausgeschlossen ist, dann können es tatsächlich nur Fraßschäden an den Wurzeln sein. Und das ist für einen jungen Baum dieser Größe leider nicht mehr zu kompensieren.

Also Kopf hoch, die meisten Mammutbaumfreunde hier mussten schon einmal so etwas durchmachen. Mich eingeschlossen. So lange die Bäume jung sind, ist es noch nicht allzu schlimm. Beim zweiten Baum kann es nur besser werden... :)"

Viele Grüße aus dem Münsterland,Frank
[/quote]



Hallo,Frank !


Genau in diese Richtung würde mein Verdacht gehen,wenn ein normaler Trockenschaden ausscheidet.Habe ich 2002 an meinem vorherigen Wohnort mit 2 BM´s ( Erstflanzung und Nachfolgebaum ) erlebt.Da mußte ich gleich daran denken,als ich das Bild gesehen habe...
Ich hoffe nicht,daß das hier auch der Fall ist.

Viele Grüße ins Münsterland !  Michael
« Letzte Änderung: 19-April-2017, 08:27 von Michael D. »
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John Muir:Zweifellos würden diese Bäume gutes Nutzholz abgeben,sobald sie einmal durch ein Sägewerk gegangen wären,so wie George Washington,wäre er durch die Hände eines franz. Küchenchefs gegangen,sicherlich einen wohlschmeckenden Braten abgegeben hätte.

Sandra

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #6 am: 19-April-2017, 23:55 »

Hallo,

ich habe Eure Antworten gerade erst gelesen und möchte mich zunächst für Eure Mühe bedanken  :)

Ihr habt wahrscheinlich mit Eurer Vermutung des Wurzelschadens recht. Da wir nichts an den Wurzeln gemacht haben, können es nur Tiere sein. Nach Löchern im Boden haben wir gesucht, aber es sind keine zu finden. Mäuse habe ich hier auch noch nie gesehen. Frostschaden ist auszuschließen, wir wohnen in NRW am Kamener Kreuz. Hier war es nicht kälter als  - 2 Grad diesen Winter. Geregnet hat es im Winter genug, nur die letzten Wochen war es zu wenig. Von dem Pilz, der die Mammutbäume in Europa befällt, habe ich in den letzten Tagen gelesen. Da ich dachte, Ihr könnt den Pilz evtl. auf meinen Bildern nicht richtig erkennen, waren wir gestern mit einem Ast zur Begutachtung in einer Baumschule. Dort wurde ein Pilz ausgeschlossen und auch auf einen Wurzelschaden getippt. Wir werden noch abwarten und hoffen, das unser Mammutbaum sich erholt. Wir hängen sehr an ihm und wollen gar nicht an einen neuen denken  :'( Wenn wir ihn dann wirklich ausgraben müssen, machen wir für Euch Bilder und berichten.

Lieben Gruß

Sandra
« Letzte Änderung: 20-April-2017, 00:04 von Sandra »
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PaddyPatrone

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #7 am: 20-April-2017, 20:36 »

Wird, bzw. wurde direkt um den Baum denn gärtnerisch gearbeitet oder irgendetwas gespritzt? Sieht so Sauber aus.
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steffen129

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #8 am: 21-April-2017, 17:42 »

hallo
das schadbild deutet auf einen wurzelpilz hin. mir sind daran auch schon welche eingegangen. in erster zeit super gewachsen dann tot.
aus diesem grund sollte an diese stelle wenn er denn eingeht, was sehr warscheinlich ist nicht wieder ein neuer baum gesetzt werden.
den ereilt dann in kürze das selbe schicksal.

MFG Steffen
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Steffen der Waldfreund aus Thüringen

Michael D.

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #9 am: 21-April-2017, 19:47 »

Hallo,Steffen !

Nicht unbedingt ! Bei einem Einzelbaum besteht die Möglichkeit eines gründlichen Erdaustauschs an der befallenen Stelle.Danach kann man durchaus wieder einen Baum an diesem Platz setzen.Ist halt etwas Arbeit,lohnt sich aber.

Zuversichtliche Grüße ! Michael
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Bakersfield

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #10 am: 22-April-2017, 15:06 »

Hallo Steffen!

Was könnte das denn für ein Wurzelpilz sein? Hallimasch und Wurzelschwamm sind doch in Wohngebieten nicht so präsent wie bei dir im bewaldeten Gebiet.

Wir werden es ja erfahren, sobald der Baum ausgegraben ist.

Viele Grüße,
Frank
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Tuff

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #11 am: 22-April-2017, 15:44 »

Sandra,

Junge Bergmammutbäume sind noch relativ regenerationsfähig. Ich würde auch erstmal abwarten, was passiert, mindestens bis Ende Juni.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

(1) Treibt von innen her an manchen Stellen wieder neue Triebe. Wenn es genug sind, kann der Baum überleben.

(2) Treibt am Stamm neu aus. Die alten Triebe sterben ab. Das sieht hässlich aus, aber auch hier gilt, wenn es genug Triebe sind, kann der Baum überleben.

In beiden Fällen muss man den Baum bei trockenheit jetzt gut wässern. Und zwar nicht direkt am Stammfuß, sondern in einem Bereich bis zu 2m drumherum; und nicht jeden Tag ein bißchen, sondern je nach Witterung alle 3 - 7 Tage richtig gründlich. Und zwar abends oder früh morgens (keine direkte Sonne) und bei der Gelegenheit das Grüne auch immer einsprühen.

Über die möglichen Ursachen wurde schon viel gesagt. Pilz ist unwahrscheinlich. Was aber auch ohne Wühlmäuse gut sein kann, ist eine falsche Behandlung der Wurzeln, d.h. falsches Wässern auf den Punkt am Stammfuß, so daß der Baum nie ein weitstreichendes Wurzelwerk ausbilden konnte (bei der Größe sollten die Wurzeln längst ein paar m außerhalb des Blumenbeetes angelangt sein, Faustregel sowas wie Baumhöhe x2) und dann bei der geringsten Trockenheit sofort verdurstet ist. Ein vitaler Baum in dieser Größe saugt mit seinen Feinwurzeln auch geringe Niederschläge auf einer Fläche von einigen dutzend Quadratmetern auf. Hat er aber nur einen dichten Wurzelkloß um den Stamm, ist er einer Dürre hoffnungslos ausgeliefert.

Plus möglicherweise Düngen oder düngerhaltige Blumenerde, ebenfalls nu im Blumenbeet, mit ungefähr demselben Effekt.

Ferner könnte es sein, daß der Baum bereits ab Baumschule (?) im topf massiv verdrehte Wurzeln hatte, was letztendlich ebenfalls eine zügige Wurzelentwicklung blockiert und damit densselben Effekt hat.

Also, ich würde sagen, gelassen abwarten und nicht traurig sein, wenns diesmal nicht klappt -- sondern einfach mit den gewonnenen Erfahrungen einen neuen Versuch starten. Aber eine gewisse Chance gibt es noch.

tuff-michael

(ps. Zeigen sich demnächst frische Triebe, könnte man erwägen, in sonnenstarken Zeiten den Baum mit einem Sonnenschutz gegen die direkte Mittagssonne zu versehen, damit er es wenigstens in diesem Jahr etwas leichter hat. Etwa ein leichtes Vlies auf einer Seite drüberwerfen oder eine lange Stange mit irgendwas dran davorstecken. Ne Fußballfan-Fahne vielleicht :)


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Sandra

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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #12 am: 19-Mai-2017, 23:26 »

Hallo Tuff und alle anderen,

es gab keinen neuen Austrieb und wir haben unseren Mammutbaum aufgegeben  :'( :'(. Da er fast keine Wurzeln hatte, konnten wir ihn ohne zu Graben rausholen. Das die Wurzeln so verdreht aussehen und kaum vorhanden sind, ist mir völlig unerklärlich. Er wurde im Frühjahr 2012 direkt nach dem Kauf eingepflanzt. Verdrehte Wurzeln hatte er damals nicht. Seit dem bekam er fast ausschließlich im Sommer von uns zusätzlich zum Regen noch Wasser, wenn wir den Eindruck hatten, das es zu trocken wird. Sicher haben wir dann oft den Fuß und das gesamte Beet gewässert, aber auch oft einen Rasensprenger aufgestellt, der den gesamten Vorgarten im Sommer dann beregnet hat. An Dünger gab es nur einmal im Jahr etwas Koniferendünger für ihn. Die anderen Pflanzen im Beet wurden nie gedüngt und neue Blumenerde haben wir nicht aufgefüllt. Allerdings ist das Beet mit Rindenmulch bedeckt, welches ab und an aufgefüllt worden ist. Komisch ist auch, das an der rechten Seite von dem Beet auch fast alle Osterglocken und Tulpen bereits seit dem letzten Jahr weg sind.

Traurige Grüße

Sandra
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Re: Unser blauer Bergmammutbaum ist krank
« Antwort #13 am: 20-Mai-2017, 12:09 »

Hallo Sandra,

die stark verdrehten Wurzeln erklären das Vertrocknen, Verkümmern tatsächlich. Ob es noch eine zweite, begleitende Ursache gab, kann man jedoch nicht ausschließen.

Und auch wenn es euch beim Einpflanzen nicht aufgefallen ist, die Wurzeln waren auch da schon verdreht. Denn nur durch den Topf bekommen sie diese Form. Es ist zwar viel Arbeit, aber man kann den Wurzelballen am besten vorher auflösen und die Hauptwurzelstränge möglichst natürlich ausbreiten.

Denn diese Hauptwurzeln nehmen schnell an Dicke zu. Und in eurem Fall haben sie dadurch fast das gesamte restliche Wurzelsystem abgewürgt.

Aber Kopf hoch. Diese wichtige Erkenntnis bedeutet, dass einem zweiten Baum nichts im Wege steht. Und wie ich bereits oben schrieb, beim zweiten Baum wird alles anders und besser... :)

Aufmunternde Grüße aus'm Westmünsterland,
Frank
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« Letzte Änderung: 23-Mai-2017, 10:36 von Bakersfield »
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Tuff

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