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Der kleine Bruder der Mammuts - die Sicheltanne auf den Azoren

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Kiefernspezi:
Hallo, die gelten nicht als Plage, sondern werden weiter forstlich angepflanzt.  Von Renaturierung keine Spur. Es gibt zwar auch Naturverjüngung, aber bei den Cryptomerien Wäldern handelt es sich nicht um invasive Verbreitung, sondern um forstlichen Anbau. Erkennt man auch daran, dass sie in Reih und Glied stehen.
Mehr Vielfalt hielte ich auch für wünschenswert. Diese besteht derzeit allerdings ebenfalls aus eingeführten Bäumen: Eukalyptus.

Viele Grüße

Sempervirens 08:
Ich war vor 4 Jahren auf Sao Miguel . Hab dort bei einem Naturschutzverband geholfen. Diese wiederum meinten dass besagte Sicheltanne die Einheimischen Arten verdrängen würde! Vielleicht stimmt das vielleicht auch nicht! Fand sie jedenfall durchaus schön!

Kiefernspezi:
Hallo, das stimmt schon. Damit sind aber weniger Bäume gemeint, als vielmehr alle anderen Pflanzen. Die können in den dunklen Wäldern nicht existieren. Die Cryptomerienwälder sind überwiegend echte Monokulturen. Andere Bäume konnten nicht verdrängt werden, da die Insel diesbezüglich bereits bei der Besiedelung dem Erdboden gleich gemacht wurde.
Ein weiteres Problem ist, dass selbst die wenigen nicht- oder licht bewaldeten Standorte kaum Platz für die kaum zu findende heimische Flora lassen. Natürlich ist da zum einen die intensive Nutzung von Weideflächen zu nennen. Die Übernutzung ist derart hoch, dass sämtliche Kraterseen durch den beim Regen herabgespülten Kuhdung verseucht sind. Und da wo keine Nutzung erfolgt, haben meist invasive Arten wie z.B. die Hortensien oder die asiatische Ingwerpflanze die Herrschaft übernommen. Die einheimische Flora findet man i.d.R. nur noch in abgelegenen, abenteuerlich steilen Gebieten.

Viele Grüße

Steffen:
Ich habe diesen Thread erst gerade entdeckt, tolle Bilder, aber auch hier hat der Mensch wieder ordentlich die Natur durcheinandergewürfelt

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