Forum ::: Mammutbaum- Community

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 am: 22-Oktober-2025, 15:46 
Begonnen von Chris78 - Letzter Beitrag von Bakersfield
Eine andere Frage noch in die Runde: bei 4 Bäumchen mit dem stärksten Wachstum bisher wandelt sich die Farbe nun zu blass-grün mit teils braunen Spitzen. Ist das der normale Wechsel jetzt im Herbst (bei anderen Bäumchen hingegen gar nicht, die bleiben satt-dunkelgrün – und deshalb auch die Frage) und kein Grund zur Sorge oder deutet das auf einen Mangel hin? Ich hänge hier mal ein paar Bilder an, damit man sieht, was ich meine. Danke vorab für eine Info hierzu.
Hallo Chris,
da brauchst du dir keine Sorgen machen. Winterverfärbungen sind in dem Alter vollkommen normal. Solange das Gewebe elastisch bleibt, wird im Frühjahr alles wieder grün.

Viele Grüße,
Frank

 92 
 am: 20-Oktober-2025, 21:30 
Begonnen von Chris78 - Letzter Beitrag von Katteker
Moin Christian,
nur zum besseren Verständnis möchte ich nochmal auf die NSG-Verordnung eingehen. Eine NSG-Verordnung wird in einem Verfahren, das einen längeren Zeitraum -schon mal ein Jahr- dauern kann, ausgearbeitet und mit anderen Behörden (Ministerium) und anerkannte Naturschutzvereinen abgestimmt. Danach wird diese Verordnung durch Abstimmung im politischen Organ des Landkreises (Kreistag) in Kraft gesetzt. Für eine Änderung oder Zusatz müsste das ganze Paket wieder aufgeschnürt werden. Das ist unrealistisch und die Zeit kannst du dir sparen.
Wie findet man einen guten Standort?
1.Boden: Ein BM würde es auf staunassem und wenig belüfteten Standorten schwierig haben. Auch sind Fels und Gestein nicht gut zu durchwurzeln. Bei Nährstoffen und Wasser ist er                        weitaus genügsamer als wir denken. Schön ist es, wenn er in erreichbare Tiefe (3-5m) an Wasser kommen kann. Auf Bergen ist er eher den Blitzen und Stürmen ausgeliefert.
2.Licht: BM brauchen Licht und es darf kein Schattendruck von anderen Bäumen und Gebäuden entstehen.
3.Frost: In der Jugend leicht gefährdet. Die Frosttrocknis kann man auf Grund der Klimaerwärmung mittlerweile ausschließen. Eine Begleitbaumart würde Schutz bieten.
4.Wild: Genauso wie alle anderen Baumarten sind die Mammutbäume dem Fegen des Schalenwildes ausgesetzt. Eine kleine Drahthose aus Sechseckgeflecht sollte dem Vorbeugen.
5.Standortsicherheit: Wenn man sich Standorte unserer alten Mammutbäume (120 Jahre und älter anschaut) so sind sie oft in Gärten, Parks, Friedhöfe und öffentlichen Gebäuden zu finden. Warum sich nicht mal in Nähe umschauen, wo ein neuer Park angelegt, ein Friedhof erweitert oder ein öffentliches Gebäude errichtet wird. Manchmal fallen auch beim Straßenbau kleinere zu bepflanzende Flächen an. Vielleicht hat man auch die Chance eine kleine Fläche zur Aufforstung bei einer A und E-Maßnahme zu erhalten. Man muss nur schauen oder mal im Gemeindebüro nachfragen. Heute sind die Gemeinden oft für eine Begrünung mit Pflegezusage sehr offen.
So, dass soll es erst mal wieder gewesen sein.
Viele Grüße aus dem Norden
Katteker

 93 
 am: 18-Oktober-2025, 17:57 
Begonnen von Chris78 - Letzter Beitrag von Chris78
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die Rückmeldungen. Katteker, ja das sind sehr gute Hinweise hier – man sollte ohnehin besser auf verschiedene Standorte verteilen, damit sich das Risiko halbiert. Ich werde so oder so im Voraus auch Kontakt mit der zuständigen Behörde aufnehmen und besprechen. Am besten wäre es natürlich, wenn die Bäume dann in der jeweiligen Verordnung vermerkt werden können und somit zukünftig nicht gefällt werden, sofern das jetzt nicht zu naiv gedacht ist von mir. Sollte sich aber herausstellen, dass ein sicherer Platz nicht garantiert werden kann, geht die Suche nach einem besseren Platz weiter.

Eine andere Frage noch in die Runde: bei 4 Bäumchen mit dem stärksten Wachstum bisher wandelt sich die Farbe nun zu blass-grün mit teils braunen Spitzen. Ist das der normale Wechsel jetzt im Herbst (bei anderen Bäumchen hingegen gar nicht, die bleiben satt-dunkelgrün – und deshalb auch die Frage) und kein Grund zur Sorge oder deutet das auf einen Mangel hin? Ich hänge hier mal ein paar Bilder an, damit man sieht, was ich meine. Danke vorab für eine Info hierzu.

Behördenkontaktierende Grüße,
Christian

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 am: 12-Oktober-2025, 22:39 
Begonnen von dendroniker - Letzter Beitrag von dendroniker
Hallo BM-Freunde,
Streetview liefert ja bessere Bilder, Bildqualität hin oder her. Jetzt sind die beiden weg. Stehen schon drei neue Häuser auf dem Grundstück.Alle alten Obstbäume auch weg.Die Koordinaten hatte ich genau auf Luftbild gesetzt. - Egal.
Viele Grüße RalfH.

 95 
 am: 09-Oktober-2025, 22:23 
Begonnen von Chris78 - Letzter Beitrag von tigerroy
ja, anbei

Sorry. den Baum im Register gefunden, es ist ID364.
http://mbreg.de/forum/index.php/topic,622.msg77111.html#msg77111

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 am: 07-Oktober-2025, 21:13 
Begonnen von Mario - Letzter Beitrag von tigerroy
Laut dem Zeitungsartikel wachsen dort neben den vielen BMs auch KM und UM.
 @Mario: Da weit du ja, was du zu tun hast. Auch von den anderen Mammutbaumarten dort noch Fotos machen, Standort ermitteln und im Register anmelden. Laut dem Artikel gibs auf einem Spielplatz in Unterellen noch Solitär BM (50.966400, 10.162082).

 97 
 am: 05-Oktober-2025, 13:53 
Begonnen von Chris78 - Letzter Beitrag von Katteker
Moin,
so schön es ist, einen Pflanzort in einem Naturschutzgebiet zu finden, der dann eine gewisse Sicherheit für den Fortbestand der Bäume suggeriert, möchte ich abraten.

Für jedes NSG gibt es eine Verordnung und oft auch eine Ausführungsverordnung, die kann man im zuständigen Kreisamt/Landratsamt einsehen. Oft sind diese Verordnungen auch auf einer Seite  dieser Behörden im Internet veröffentlicht. Es gibt auch Schutzgebiete auf EU-Basis, sog. FFH-Gebiete (Fauna,Flora,Habitat), die aber auch nur durch eine NSG-Verordnung geschützt sind. Auf den Seiten im Internet kann man nachlesen, was in dem jeweiligen Gebiet geschützt ist und auch was dort wie gepflegt werden soll. Welche Freiflächen erhalten bleiben sollen und welche Pflanzen eingebracht werden dürfen, können schon so manchen Wunsch einschränken.

Der zuständige Förster ist für die Einhaltung der NSG-Verordnung verantwortlich. Somit hat er sich an den Verordnungstext zu halten und kann selbstständig keine Entscheidung gegen die Verordnung treffen. Sollte er dennoch bereit sein, so ist es nicht garantiert, dass die Bäume unser gewünschtes Alter erreichen. Durch Personalwechsel werden meist solche Absprachen nicht weiter gegeben. Sein Nachfolger könnte dann ohne genaueres zu wissen, diese nicht standortgerechten Bäume entfernen. Dieses habe ich gerade erlebt, wo ein 45 jähriger BM, der nicht im NSG gepflanzt worden ist, dessen Standort aber vor 20 Jahren zum NSG wurde, schon eine rote Markierung zum Fällen hatte. Erst eine deutliche Ansage hat den Baum gerettet. Dieses Beispiel wiederholt sich leider auch bei einigen anderen Baumarten, so ist z.B. aus Unkenntnis die stärkste Pechkiefer Norddeutschlands gefällt worden.

Sofern ich selbst über kein Eigentum einer Pflanzfläche verfüge und auf Fremdflächen zurückgreifen müsste, würde ich die Bäume auf zwei Standorte verteilen, damit sich das Risiko eines Verlustes  halbiert.

Viele Grüße vom BT ("Bedenkenträger")
Katteker

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 am: 04-Oktober-2025, 21:41 
Begonnen von Mario - Letzter Beitrag von tigerroy
Anhand deiner Bilder konnte ich foldende Koord. ausmachen.
50.921081, 10.181070 UM oben ???
50.920930, 10.180910 UM unten

50.920789, 10.180958 BM klein Mitte
50.920765, 10.181093 BM unten rechts

Den KM konnte ich aus dem Luftbild nicht verorten.

 99 
 am: 04-Oktober-2025, 14:18 
Begonnen von Chris78 - Letzter Beitrag von Bakersfield
Hallo Christian,

ich streue auf die Topferde meiner frisch pikierten Bäumchen im ersten Jahr immer eine Schicht Aquariumgrund (keimfreier Sand). Die Mücken legen ihre Eier in die Erde nicht in Sand... ;) Natürlich wäscht sich der Sand durch das Gießen auf die Dauer weg. Dann muss man nacharbeiten.

Ob es wirklich hilft, kann ich nicht versprechen, da es bei uns deutlich weniger Trauermücken als in Süddeutschland gibt.

Ich würde tatsächlich den Weg über den Förster gehen. Falls der Bedarf sieht, wird er dich weiterverweisen. Aber da gibt es sicherlich hier bei uns noch andere Leute mit Erfahrung und guten Tipps. Warte mal ab...

Viele Grüße,
Frank

 100 
 am: 04-Oktober-2025, 12:05 
Begonnen von Chris78 - Letzter Beitrag von Chris78
Hallo Frank,

erstmal vielen Dank für deine ausführlichen Infos zu meinen Fragen! Das hilft mir doch sehr weiter, deshalb danke.
Zwischen den Zeilen liest sich das für mich so, als sollte man zuerst lieber Förster auf eine geplante Auspflanzung ansprechen als die Behörden, aber wer hat denn hier das „letzte Wort“? Letztlich muss die Freigabe doch wahrscheinlich von den Behörden erfolgen, vorallem wenn es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, oder? Ist es sinnvoller, sich erstmal die Freigabe vom Förster zu holen und damit dann auf die Behörden zuzugehen?

Und dann noch eine Frage zu den Trauermücken-Plagegeistern: habt ihr hilfreiche Tipps, wie man diese Plage am besten dauerhaft unter Kontrolle bringen kann? Nematoden sind sehr hilfreich, aber helfen halt auch immer nur für eine kurze Zeit und dann kommen die Trauermücken früher oder später wieder. Neem hilft auch immer nur für eine kurze Zeit. Gibt es ausser Nematoden, Neem und Gelbtafeln noch eine weitere Möglichkeit, Trauermücken dauerhaft zu bekämpfen? Dadurch, dass man die Bäumchen regelmäßig gießt, kommen sie halt leider immer wieder…

Viele Grüße,
Christian 

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