Forum ::: Mammutbaum- Community
Mammutbäume (öffentlicher Bereich) => Mammutbäume melden => Eigene Anzucht => Thema gestartet von: Distelhäuser am 13-April-2015, 00:42
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Ich glaube, dies ist doch wirklich dir richtigere Rubrik.
Da sollte man doch den anderen Thread löschen. edit: erledigt by TB
Hallo Leute.
Ich wußte nicht, in welcher Rubrik ich dieses Thema eröffnen soll.
Bei meiner Chefin im Betrieb auf 750m steht ein etwa 10m oder 15m hoher Mammutbaum mit einem geschätzen Stammdurchmesser in Brusthöhe von geschätzt 60-80cm. Er hebt mittlerweile die Pflastersteine 2-3m entfernt um so 10cm. Man kann gut erkennen, wo die Wurzeln unterm Pflaster wachsen. Unterpflanzung sind Beetrosen und Kletterspindel die am Baum hochwächst. Der Baum bekommt ganz besonders viel Wasser und die Rosen und Stauden werden auch jedes Jahr gut gedüngt.Und der Baum sieht sehr vital aus.
Ich hatte schon im Dezember viele grüne und braune Zapfen geerntet, getrocknet, stratifiziert und ausgesät. Nichts hat gekeimt.
Nach dem starken Sturm vor zwei Wochen sind auch höhere Äste mit großen grünen Zapfen abgebrochen.
Sind die Samen von großen grünen Zapfen, die den Winter über bei -15°C dort oben hingen schon keimfähig? Stratifizieren brauche ich sie wohl nicht mehr? Auf 750m ist es länger kalt als in niedrigeren Gefilden. Nur, wie bekomme ich die Samen aus den grünen Zapfen raus(falls sie keimfähig sind? Irgendwo habe ich gelesen, dass es nicht die Hitze sei, die die Samen zum öffnen bewegt, sondern der hohe CO2 Gehalt bei einem Feuer. ????????????? Stimmt das? Hier gibt es doch einige Waldbauer, Argrar- oder Forstingenieure. Irgendwo laß ich, dass eine englische Frau die Samen in einen großen Metallkanister hängt, ein Feuer macht, usw.... . WIe soll CO2 auf die Öffnung der Zapfen wirken? die "leben doch eigentlich nicht mehr. Mein Verständnis sagt mir, dass durch die Hitze das Wasser in den Zellen der Zapfen verdunstet und sich so die Zapfen durch die internen Spannungen öffnen. Bei Tannenzapfen und Co ist das ja ähnlich: Hitze lässt die Zapfen öffnen.
Ok, ich habe schon zu viel gebabbelt:
Sind die Samen der großen grünen Zapfen keimfähiger als die der alten offenen, auf dem Boden löiegenden braunen, in denen sich noch Samen befinden?
Der Baum ist mittlerweile der Höchste im Ort.
Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir ein für alle mal sagen könntet, ob große grüne Samen besser oder schlechter als braune Samen sind.
Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße
Sebastian
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Hallo Sebastian,
habe nicht soo viel Zeit, daher nicht ganz so ausführlich... ;)
Nimm immer die grünen Zapfen, die am ältesten aussehen. Denn die sind mindestens zweijährig. Je älter deso besser. Die Keimquote nimmt mit dem Alter und der damit verbundenen Reifung zu.
Ebenso nimmt die Keimquote ab, sobald die Zapfen länger am Boden lagen. Und da sie meist recht lange brauchen, um trocken und braun zu werden, kannst du mit braunen Zapfen vom Boden keinen Staat mehr machen... ;)
In deinem Fall verhindert auch das junge Alter und die Einzelstellung des Baumes eine bessere Keimquote, da Bestäubungspartner fehlen. Du wirst daher viele Zapfen brauchen, um überhaupt einige Sämlinge zu bekommen.
Wenn du also möglichst viele BMs ziehen möchtest, solltest du besser Saatgut von älteren Baumgruppen oder amerikanisches Saatgut verwenden. Ich habe Saatgut vom Mountain Home Grove, welches ich dir schicken könnte. PM genügt.
Um dich etwas in die Materie einzulesen, kann ich dir auch noch den Thread über die Selbstbestäubungsproblematik empfehlen. Einfach mal kurz hier suchen.
Muss jetzt los...
Viele Grüße,
Frank
P.S.: Das Öffnen der Zapfen übernimmt in der Sierra tatsächlich nur die Hitze und nicht das CO2... ;)
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Hallo Frank,
ich danke dir für deine doch ausführliche Antwort.
Ich hätte schon Interesse an diesen Samen.
Bisher hatte und habe ich nur Samen von "Tropica" ausgesät.( Weiß jemand, von wo diese ihre Samen beziehen?) Diese Samen sind größer, gleichmäßíger und dicker als alle von mir in Baden-Württemberg gesammelten Samen. Ich als Gärtner(aber trotzdem absoluter Anfänger was Samenbau und deren Qualitätsbeurteilung angeht) würde sagen, dass diese Samen nicht aus deutscher Herkunft sein können. Sie sehen sehr prall aus und sind sehr groß. :o . ( Oder sie sammeln 10.000 Samen aus deutscher Herkunft und verkauft werden die 10 größten von 10.000 War Spass.
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Hallo Frank,
ich danke dir für deine doch ausführliche Antwort.
Ich hätte schon Interesse an diesen Samen.
Bisher hatte und habe ich nur Samen von "Tropica" ausgesät.( Weiß jemand, von wo diese ihre Samen beziehen?) Diese Samen sind größer, gleichmäßíger und dicker als alle von mir in Baden-Württemberg gesammelten Samen. Ich als Gärtner(aber trotzdem absoluter Anfänger was Samenbau und deren Qualitätsbeurteilung angeht) würde sagen, dass diese Samen nicht aus deutscher Herkunft sein können. Sie sehen sehr prall aus und sind sehr groß. :o . ( Oder sie sammeln 10.000 Samen aus deutscher Herkunft und verkauft werden die 10 größten von 10.000 War Spass.
Hallo Sebastian,
Tropica gibt als Herkunft auf Nachfrage immer "Kalifornien, USA" an. Sehr aussagekräftig... ::)
Verschlossene Grüße,
Frank
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Siehe auch http://mbreg.de/forum/index.php?topic=9622.0 und http://mbreg.de/forum/index.php/topic,7211.150.0
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Hallo Frank,
haben die bei Tropica auch einen "Kontakt-Button"? Den habe ich noch nicht gefunden, sonst hätte ich sie mit Fragen gelöchert.
Hallo Frank,
ich danke dir für deine doch ausführliche Antwort.
Ich hätte schon Interesse an diesen Samen.
Bisher hatte und habe ich nur Samen von "Tropica" ausgesät.( Weiß jemand, von wo diese ihre Samen beziehen?) Diese Samen sind größer, gleichmäßíger und dicker als alle von mir in Baden-Württemberg gesammelten Samen. Ich als Gärtner(aber trotzdem absoluter Anfänger was Samenbau und deren Qualitätsbeurteilung angeht) würde sagen, dass diese Samen nicht aus deutscher Herkunft sein können. Sie sehen sehr prall aus und sind sehr groß. :o . ( Oder sie sammeln 10.000 Samen aus deutscher Herkunft und verkauft werden die 10 größten von 10.000 War Spass.
Hallo Sebastian,
Tropica gibt als Herkunft auf Nachfrage immer "Kalifornien, USA" an. Sehr aussagekräftig... ::)
Verschlossene Grüße,
Frank