Forum ::: Mammutbaum- Community
Mammutbäume (öffentlicher Bereich) => Mammutbäume melden => Thema gestartet von: Otzberger am 08-August-2010, 12:48
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Hallo Mammutgemeinde,
gestern habe ich in meiner Heimatgemeinde einen interessanten KM gefunden.http://mbreg.de/wiki/index.php/Datei:A_7241.jpg (http://mbreg.de/wiki/index.php/Datei:A_7241.jpg). Der vergangene Winter hat ihn zwar schwer gezeichnet, aber er wird wohl alles unbeschadet überstehen. Das Ungewöhnliche an ihm dürfte wohl sein Standort sein, denn er wächst auf 355 m Höhe ungeschützt und ohne Grundwasser in einem ehemaligen Burggraben unterhalb der Veste Otzberg.
An ihm ist ein Schild mit einer Nummer angebracht, die mir nichts sagt. Kann jemand die Nummer deuten?
Die Standorthöhe von 355 m dürfte in Hessen für einen KM schon ziemlich hoch sein.
VG
Thomas
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Hallo Thomas
Das ist bestimmt eine wo die gemeinde den baumbestand erfasst hat.
wissen die das das ein KM ist?
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Hallo Thomas
Das ist bestimmt eine wo die gemeinde den baumbestand erfasst hat.
wissen die das das ein KM ist?
Ich habe keine Ahnung!
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Hallo Thomas,
Mich erinnert das an die Bezeichnungen der baden-württembergischen Naturdenkmäler beim Landesamt für Umwelt usw. Jede Gemeinde hat einen Gemeindeschlüssel; das ist in Otzberg die 06 4 32 017 (http://de.wikipedia.org/wiki/Otzberg); dazu kommen für jedes ND am Ort noch ein paar Ziffern fortlaufende Nummerierung.
Beispiel: (http://brsweb.lubw.baden-wuerttemberg.de/dienstvz/show.cweb?HIDE_NAVIGATION=true&value=8335061&attribute=UIS_VE_VERZEICHNIS_BW_OAC.VE_KENNZ&repositoryId=.Naturschutz%2C+Landschaftsplanung.Fl%E4chenschutz%2C+Landschaftspflege.Schutzgebiete.Schutzgebiete+aktuell.nais_w_sgb_komplex_nd_param_gemeinde_karte.cwf)
Gemeinde-Kennzahl: 8335061
Kreis: Konstanz
Anteil in Kreis (%): 0.0
Gemeinde: Öhningen
Anteil in Gemeinde (%): 0.0
SGB-Typ: END
SGB-Nr.: 83350610002
SGB-Name: 1 Wellingtonie
Du kannst ja bei der Stadtverwaltung nachfragen, wenn du mal zufällig in der Gegend bist. Aber das weißt du selber.
Redundante Grüße,
Wolfgang
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Mal sehen wie der KM an völlig ungeschützter Stelle bis ca. -20° C den Winter übersteht.
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Habe heute den KM begutachtet. Er hat den strengen Winter prima überstanden! Außer einer leichten braunfärbung ist nichts zu erkennen, er treibt schon wieder aus. Da die Klimazone vermutlich 6b ist, der Baum ungeschützt und an trockener Stelle, ist das wohl sehr interessant!?
VG
Thomas
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Hallo Thomas,
wie ersichtlich ist dieser Küstenmammutbaum in Otzberg an einer für ihn keineswegs optimalen Stelle in 350m ü.NN. recht gut durch den letzten
Winter gekommen. Ich gehe mal davon aus daß es sich um Otzberg östlich von Darmstadt handelt.
Wenn es so ist ist der Baum in Winterhärtezone 7b (-14,9 bis -12,3°C) gelegen. Um das etwas westlich gelegene Mainz erstreckt sich sogar eine kleine
Insel mit Zone 8a(-12,2 bis -9,5°C). Also keine Verhältnisse wie auf der fränkischen Alb mit tatsächlich 6b(-20,5 bis -17,8°C).
Man sieht aber anhand der ausgreifenden Äste daß die Feuchtigkeitsverhältnisse mit 680mm Jahresniederschlag und dem ungünstigen kuppenstandort keineswegs
optimal sind.
VG Bernt
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Hallo Thomas & Bernt,
legt man eine WHZ-Karte und die Otzberger Standorte in unserer Mapsuche übereinander (was man sehr genau machen kann), stellt sich heraus, dass alle Otzberger Bäume in Zone 7a stehen. Da ich weder die WHZ-Karte noch den Google-Maps-Ausschnitt hier zeigen darf, musste ich selber eine Karte erstellen...
WHZ 7a + Standort + Baumgröße (18.7/0.5) = harter Bursche! Sehr interessant wäre in der Tat das Pflanzdatum, vielleicht kann man ja mit der Plaketten-Nr. beim Amt was herausfinden?
LG Micha
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Hallo Micha,
ich hatte die Karte von Heinze und Schreiber in Band 75 der DDG bemüht und etwas leichtfertig geschätzt und mich in der Tat
um einige Km verschätzt, was bei dem großen Maßstab schnell passiert ist. Gut der Redwood ist in der Tat in Zone 7a(-17,7 bis -15°C)
in der man in der BRD nicht allzuviele Redwoods findet. Dies ist die gleiche Zone wie bei mir in Unterensingen. Diese Zonen sind aber nur ein Anhalt.
Auch innerhalb der jeweiligen Zonen gibt es signifikante Standortsunterschiede die einmal einen Anbau gelingen lassen oder auch nicht.
Ein weiterer Anhalt sind für den Interessierten die durchschn. Januartemperaturen. Geo-Reisecommunity liefert für jeden Ort den mildesten und den kältest
möglichen Wert.
Beispiel: kältest mögliches Januarmittel in Unterensingen ist -2,3°C, in Otzberg -1,9°C. Dusslingen bei Tübingen sogar -2,7°C.
Die absouten Minimumtemperaturen sind leider nur für wenige Standorte verfügbar.
Viele Grüße Bernt
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Wo finde ich denn so eine Zonenkarte?
LG
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Ich hab selbst mal Gegooglt.
Klima:
http://www.garten-pur.de/127/Garten-pur_Portal/Gartenjahr/Klimazonen_und_Winterhaerte.htm
Niederschlag:
http://www.wisy.de/ger/Niederschlagskarte.htm
Mal schaun ob meiner kleiner die nächste Jahre übersteht, BM sowieso aber KM? :)
Gruß
Tom
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Oha auf der ersten Karte wohne ich in 8a ist das nun schlecht?
Bei der zweiten haben wir hier 800 - <900 mm Niederschlag.
LG
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Hallo,
hier mal die Originalkarte von Heinze und Schreiber.
Es werden die jährlichen absoluten Minima eines jeden Jahres über einen längeren Zeitraum addiert und durch die Anzahl
der Jahre gemittelt. So entstehen bestimmte Zonen der durchschn. absoluten Minima. Das heißt aber auch daß das
absolute Minima eines Ortes wesentlich tiefer ist als der Bereich der Zonenangabe.
Beispiel: Zone 7a (-17,7°C bis -15°C) Das absoute Minimum kann hier durchaus bei -24°C liegen.
VG Bernt
http://www.pflanzenversand-gaissmayer.de/cms,lexikon-winterhaertezonen,de.html
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Der Mittelwert für Otzberg mag zwischen -15 und -17.7° liegen, aber der Standort (355 m) liegt ca. 150 m höher als der Rest von Otzberg. Das Mikroklima dürfte noch ungünstiger sein. Die Auflösung der WHZ-Karte ist da eher zu grob, immerhin gibt es über dem Odenwald auch eine 6b Zone. Da wir schon in Lengfeld an die -16° bis -18° kommen, wird es in Hering noch etwas kälter sein.
Das Planzdatum werde ich noch heraus bekommen, da ich die Täterin kenne.
VG
Thomas
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Hallo,
zugegebenermaßen ist der klimatische Standort der Veste Otzberg in einem Bermudadreieck wo sich die Zonen 7b,7a und 6b recht nahe kommen.
Die richtige Zuordnung ist jedoch zweifelsfrei 7a (-17,7 bis -15,0°C). Richtung Darmstadt erstreckt sich ein Art Odenwaldvorland um ca. 150m ü. NN. gelegen.
Die Veste Otzberg liegt randlich in diesem Vorland erhebt sich aber wie ein Vorberg über die Senke ohne jedoch richtig zum südöstlich anschließenden Odenwald
zu gehören. Ein Teil dieses Odenwaldgebietes das sich bis 450m ü. NN. erhebt gehört wie richtig angemerkt zur Zone 6b (-20,5 bis -17,8°C).
Allerdings ist die Veste Otzberg offensichtlich mehr dem erstgenannten tieferen Gelände zuzuordnen, wenn es dieses auch deutlich überragt. Das kalte Odenwaldgebiet liegt geschlossen höher so daß auch die eingeschlossenen Tallagen durch herabfließende kaltluft stärker beeinflußt sind.
Die Januarmittelwerte vom genauen Standort Gemeinde Hering entsprechen z.B. Unterensingen wo die Anbauorte auch zwischen 320-350m ü. NN. gelegen sind
und trotzdem keineswegs der Zone 6b zuzuorden sind. Aber sicherlich ein deutlich kälterer Standort mit ansprechender Entwicklung ohne daß man allerdings auf
eine weitere Entwicklung wie im Arboretum Burgholz/ Wuppertal hoffen sollte. Zusätzlich interessant wäre, ob die Aufnahmen die Süd- oder Nordseite des Baumes
zeigen, da die Redwoods in diesem Winter hauptsächlich an der sonnenzugewandten Seite Schäden aufweisen.
VG Bernt
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Hallo Bernt,
da ich über die Einstufung in WHZ zu wenig weiss, mag die Einschätzung mit 7a richtig sein. Das der Otzberg nicht an den Odenwald anschließt stimmt aber nicht. Er schließt direkt an den Böllsteiner Höhenrücken den Böllsteiner Odenwald http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6llsteiner_Odenwald (http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6llsteiner_Odenwald) an, der sich bis auf 443 m erhebt. Ob sich das dann klimatechnisch gravierend von den 400-450m unterscheidet will ich nicht entscheiden.
Das Höhenrelief kannst du gut in Googlemaps erkennen. Woher bekommst du eigentlichDie Januarmittelwerte vom genauen Standort Gemeinde Hering
, einer Gemeinde die vor 40 Jahren in der Gemeinde Otzberg aufgegangen ist und wo meines Wissens gar keine Wetterstation betrieben wird?
Das erste gepostete Bild zeigt den KM von Westen, unten nun von Norden. Die Detailaufnahme zeigt einen kleinen Ast auf der Nordseite. Die Burgmauern könnten im Winter die Südseite des KM ein wenig vor der Wintersonne schützen, da dort keine besonderen Schädigungen zu erkennen sind!
VG
Thomas
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Hallo Thomas,
ich habe mir das ganze wie nicht anders zu erwarten auf Google Earth angeschaut. Die Veste Otzberg grenzt sowohl an den Odenwald an als auch an das
beschriebene Tiefland Richtung Darmstadt. Die Berge gen Odenwald haben in der Nähe etwa gleiche Höhe und werden durch tiefgelegene Täler gegliedert.
Man sieht aber deutlich, daß die Veste ins Tiefland vorspringt. Dies ist offensichtlich der Grund, daß das Gelände klimatisch der Zone 7a zugeordnet ist und nicht dem
etwas weiter südöstlich anschließenden Keil um Buchen mit Zone 6b.
Wie Reisecommunity im einzelnen ihre Daten ermittelt weiß ich nicht. Natürlich gibt es nicht in jeder Ortschaft eine Wetterstation. Auf jeden Fall sind sie sehr zutreffend. Diese Monatsmittelwerte sollen auch nur ein Baustein in einer breiter gefächerten Betrachtung sein wie ich es schon ausgeführt habe.
Es spricht ja für Reisecommunity wenn sie so einen Ort wie Hering der nicht unbedingt weltbekannt ist drin haben. Hering hat als kältest mögliche Januarvariante
-2,2°C und Burgsalach in Zone 6b immerhin -5,2°C, also nochmals ein deutlicher Unterschied.
VG Bernt
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Hallo Bernt,
wie gesagt habe ich keine große Ahnung von den Details der WHZ. Auch ist mir egal ob er denn in 6b, 7a oder sonstwo liegt.
Da ich den Baum auf ca. 30 Jahre schätze (das Pflanzjahr werde ich noch bestimmen) und in diesem Zeitraum sicher Temperaturen von -25° auftraten, halte ich den Standort, mit all seinen anderen Nachteilen, für einen KM für sehr bemerkenswert.
Die Wetterstation in Lengfeld weist für die Jahre 2006-12 ein Temperaturminimum von -16.6° mit einen minimalen Januardurchschnitt von -1.93° aus. Das absolut Minimum in Lengfeld seit 1977 war nach meiner Erinnerung -28°!
Wie genau meteorologische Parameterprojektionen sind, vermag ich auch nicht zu sagen.
Auf jeden Fall ist der Otzberg der nördliche Endpunkt des Böllsteiner Odenwaldes den in Nord-Süd-Richtung keine Täler zerschneiden. Bei Bedarf mache ich gerne eine Führung mit dir. Dann könntest du dir ein genaues Bild von der optischen, topologischen und geologischen Zugehörigkeit des Otzbergs machen.
Viele Grüße aus Lengfeld/Odw.
Thomas
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Hallo Thomas,
fürs Publikum ist es immer schön, wenn sich zwei beharken. Daß jeder recht haben will ist auch klar. Wenn ein kleiner Lerneffekt dabei für die Leser rauskommt
umso besser. Liege ich richtig, daß mit Lengfeld die Station nahe Würzburg gemeint ist. Diese wäre ca. 65km entfernt und nach meiner Ansicht nicht mehr treffend.
Stationen sollte man nur innerhalb einer Website vergleichen. Hering Januar wie genannt -2.2°C - Würzburg -2,9°C. Das heißt Station Würzburg/Lengfeld ist deutlich
kälter. Ich versuche dir klarzumachen, daß die Veste Otzberg leider nicht Zone 6b(-20,5°C bis -17,8°C) ist wie du anfangs behauptet hast. Alle genannten Daten gehen klar in Richtung Zone 7a. -16°C hatte auch ich in den letzten Jahren.
Daß in der nächst milderen Zone 7a auch Fröste bis ca -24°C auftreten können hatte ich schon erwähnt.
In Wikepedia Würzburg wird -24°C in den 1950 ern als absolutes Minumum angeben. Grundsätzlich kann kein Redwood noch viel tiefere Temperaturen überleben.
Es ist doch völlig abwegig daß eine Pflanze die in der Heimat ganz selten -10°C aushalten muß in Zonen überleben kann wo z.B. -28°C auftreten. Irgend welche
Jungpflanzen unter Schnee oder Wintervlies oder im Vollschatten sind kein Maßstab. Daß auch größere Redwoods bei Temperaturen unter -20°C schwere Probleme
bekommen zeigen doch die Altexemplare auf der Mainau, in Kiel ist auch mal ein ca. 70 jähriger eingegangen. Natürlich kommt es auch darauf an wie lange diese
Temperaturen einwirken. In den milden Regionen meist extrem kurz. Eine Viertelstunde im Kühlhaus in der Badehose kein Problem - eine Nacht schon.
Daß dein Redwood schon harte Tiefsttemperaturen überstehen mußte ist kein Thema, aber er ist auch kein Beweis dafür daß ein Anbau in der nächst
kälteren Zone 6b erfolgreich wäre. Bereits diesem Redwood sieht man an, daß da wachstumsmäßig nicht mehr viel drin ist. Also was soll das?
VG Bernt
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Hallo Bernt,
es ist mir egal ob er denn in 6b, 7a oder sonstwo liegt.
Ich habe nie darauf bestanden...
...es war nur eine Vermutung die Klimazone vermutlich 6b ist
.
Die Wetterstation liegt in Lengfeld im Odenwald http://www.northcup.de/ (http://www.northcup.de/) nicht bei Würzburg, das kann ich noch gut auseinander halten. Alle anderen Aussagen entsprechen auch den Tatsachen (selbst gemessen!). Niemals wollte ich irgendetwas mit KM und 6b oder ähnlichem beweisen.
Also was soll was?
Ich denke, ich und 'KM in Otzberg' sind nicht die richtigen Ansprechpartner für deinen Feldzug gegen KM's in WHZ<=6b.
Der Thread soll den KM an der Veste Otzberg, wegen der extremen Standortbedingungen, begleiten. Alles Andere möge bitte aus diesem Thread herausgehalten werden.
Vielleicht kann auch Remi Stecklinge für sein tolles Projekt gebrauchen?
Viele Grüße aus Lengfeld im Odenwald (nicht bei Würzburg)
Thomas
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Vielleicht kann auch Remi Stecklinge für sein tolles Projekt gebrauchen?
Lieber Thomas,
ja, selbstverständlich sollte man von solch einem harten Exemplar Stecklinge ziehen und ja, natürlich bin ich auch an einem solchen interessiert !
Und störe dich nicht an Fixierungen auf Kältezonen und Minusgrade... ;)
(Ein KM hält eigentlich nur -10°C aus, da es aber dummerweise welche gibt, die -24°C gut überlebt haben, hält er unerklärlicherweise wohl doch -24°C aus - aber auf gar keinen Fall -28°C...)
Learning by doing,
Remi
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Hallo,
jenseits von privaten Wetterstationen stellt sich für mich folgende Frage:
Was nützt es Redwoods Sequioa semp. in Lagen anzupflanzen wo sie keinerlei artgerechte Entwickling entfalten können.
Wer Augen im Kopf hat sieht, daß dieser Baum bereits stagniert. Auch vom Habitus eher häßlich. Also weder für den Forst noch als Parkbaum noch als Hausbaum
in diesen kälteren Lagen geeignet. Man sollte sich im Forum mal wieder darauf besinnen, daß der Redwood der höchste Nadelbaum der Welt ist mit speziellen Ansprüchen und so angepflanzt gehört, daß er diesem Nimbus etwas gerecht wird. Man könnte meinen, der Ehrgeiz besteht darin ihn in den unmöglichsten Lagen zu pflanzen.
Anstatt daß man mal in der Realität ankommt sucht man immer noch kältere Anbauorte. Diese kältesten Orte sind auch für eine Selektion ungeeignet, weil das
genetische Anpassungspotential dafür einfach nicht ausreicht. Frau Dr. Martin hat den umgekehrten Weg beschritten und ihren Versuch in der wärmsten Ecke der BRD gemacht. Auf diese Weise war sie noch im Spektrum. Das gleiche Saatgut hat an kälteren Orten damals versagt.
Die Douglasie hat weitgehende Übereinstimmung mit den klimawerten in Süddeutschland, daher ist sie so erfolgreich.
Kühlste mittlere Januartemp. im Redwoodgebeit +6°C, Kaldenkirchen +2,1°C Burgsalach -2,6°C. Zur Fichte zwingen kann man den Redwood nicht -dafür wurde der Redwood nicht programmiert.
VG Bernt
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Sorry das ich mich da jetzt mal einmisch aber was ist so schlimm dadran das man es mal versucht, tut doch keinem weh?
Ich denke keiner von uns muss nem anderen Rechenschaft ablegen was er wo pflanzt ob das nun ein KM in Zone 6a oder 7b ist, ist doch wurscht. Ich hab meinen in Zone 8a gepflanzt, bin ich jetzt auch der Buhmann weil ich versuche eine Pflanze hier anzubauen die ich schön finde, die hier aber nicht hin gehört?
Es gibt sicherlich genug Pflanzen die hier eigentlich nicht hin gehören, egal welche Zone und Winterliche Tiefstgrenze es sind.
BG
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Zum Glück habe ich keine Burgsalachphobie, kann MB's pflanzen wohin ich möchte und dieses Forum bietet mir (fast) zensurfrei eine Plattform mein bescheidenes Wissen über MB's mit anderen Experten 8) auszutauschen.
Weil Argumente im Allgemeinen nicht besser werden in dem man sie immer wiederholt, versuche ich es mal mit etwas Neuem:
Niemand hätte vor fünfzig Jahren gedacht, dass in Island Freilandkartoffeln wachsen würden, weil das
genetische Anpassungspotential dafür einfach nicht ausreicht
.
Vielleicht hat es den Kartoffeln einfach niemand gesagt, denn mittlerweile tun sie es einfach. ;)
Schönen Abend
Thomas aus der Gemeinde mit dem hässlichen KM :)
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Thomas, kurz ein Einwurf von der Zuschauertribüne: Sehr gut gesagt/geschrieben ! ;)
Bernhard
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Hallo,
Kartofffeln, die nur eine Vegetationsperiode aushalten müssen und Redwoods in einen Trog zu werfen ist schon bemerkenswert.
Hoffentlich ließt niemand von der DDG hier mit.
VG Bernt
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Seufz! :P
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Hallo Bernt,
deine Argumentation mit den Klima-Durchschnittswerten finde ich nicht überzeugend.
1. Durchschnittswerte können nur grobe Richtwerte sein. Sie sagen nichts über die Streuung, die Extremwerte, die Dauer, die Sonnenexposition, die kleinklimatischen Bedingungen vor Ort aus, alles Daten, die gerade für KMs existentiell sind, wie du selbst mehrfach betont hast.
2. Es gibt genügend Standorte, an denen KM dank gutem Waldbau prächtig gedeihen, obwohl sie nach deiner Meinung keine Chance hätten. Ein Beispiel: In Günterstal (ID4173, ID4174) liegt die mittlere Januartemperatur bei -2,5 Grad (wie in Burgsalach). „Das Herkunftsmaterial stammt aus mindestens 4 US Herkünften, aus England (2), aus Frankreich (2), aus Holland (2), aus Dänemark (1), von Dr. Martin, Kaldenkirchen, aus Weinheim, vom Kaiserstuhl und aus Italien.“ (laut ehem. Revierleiter H. Nimsch). Mit diesem breiten genetischen Spektrum sind die Bäume z. T. schon über 40 Jahre alt und wachsen weiterhin prächtig.
Deine warnende Prognose ist dort, wie an vielen anderen Orten Mitteleuropas, jedenfalls nicht eingetreten: Was nützt es Redwoods Sequioa semp. in Lagen anzupflanzen wo sie keinerlei artgerechte Entwickling entfalten können. … Also weder für den Forst noch als Parkbaum noch als Hausbaum in diesen kälteren Lagen geeignet.
mit weiterhin optimistischen Gruß chris (sequoiaundco)
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Moin Chris, Thomas und Remi,
Ihr macht Euch hier große Argumentations-Mühen.
Es ist dennoch zu befürchten, dass das zwecklos ist.
Steckt Eure praktischen und auch theoretischen Energien weiterhin lieber in Eure Projekte.
Da sind die viel besser aufgehoben. :)
An Euch zustimmende Grüsse
Jochen
@Remi:
Oder rode alternativ Deine Areals ! ;)
;D
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OK, probieren wir Es noch einmal anders.
Wie wir wahrscheinlich alle wissen, vertragen Feigen keinen Frost weil das
genetische Anpassungspotential dafür einfach nicht ausreicht
.
Nun berichtet aber gerade die DDG von sehr Winterharten Feigen auf Helgoland ....
Hoffentlich hört das der Bernt nicht... :D
Dann trifft die auch noch der Bannstrahl, nicht nur Otzberg und Burgsalach!
VG
Thomas
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Hallo Jochen,
Steckt Eure praktischen und auch theoretischen Energien weiterhin lieber in Eure Projekte.
Da sind die viel besser aufgehoben
Danke für den Ratschlag, aber das kann ich schon selbst entscheiden.
chris (sequoiaundco)
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Danke für den Ratschlag, aber das kann ich schon selbst entscheiden.
???
Hallo Chris,
ich hatte das nur nett und freundlich gemeint.
Jochen
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Moin zusammen,
die Diskussion wird hier so langsam ot, wir haben bereits passende Threads. Soweit als Moderator.
Als Member TaunusBonsai: Hoffentlich liest das hier mal einer von der DDG und klärt uns über unseren Wahnsinn auf... ;)
DDGfürchtiger Gruß aus'm Taunus vom Ralf
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Nach dem kleinen Exkurs werde ich mich in diesem Thread wieder auf den KM an der Veste Otzberg konzentrieren. Sobald es etwas Neues gibt, werde ich es hier kundtun (z.B. das Pflanzjahr).
Natürlich bekommt Remi Stecklinge, sowie der KM ab und zu 100 l Wasser!
;)
Ein lächelnder Gruß aus Lengfeld/Odw.
Thomas
@ Vielen Dank Ralf und Jochen für die lenkenden Bemerkungen
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Danke, mal wieder eine inhaltliche Diskussion abgewürgt.
chris (seit >30 Jahren DDG-Mitglied)
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Hallo Chris,
naja, sie war nicht zur Gänze mit sinnvollen Inhalten bestückt worden. Wenn es nicht in "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" ausartet, sehe ich kein Ende.
VG
Thomas
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Danke, mal wieder eine inhaltliche Diskussion abgewürgt.
Würde ich nicht so sehen. Unfreundlichkeit zu tadeln ist m.E. kein Abwürgen einer Diskussion.
Unheimlich gelassener Gruß
Bernhard 8)
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Hallo,
kurz ein Nachtrag bevor sich die Schlinge zuzieht.
Chris du hast mich evtl. missverstanden. Die letzten Januarwerte für das Heimatgebiet, kaldenkirchen etc. waren die normalen Durchschnittswerte.
Das die nur ein grober Anhalt sind ist klar gibt aber einen Eindruck. Für Günthersthal ergäbe sich siehe Anhang ein leicht kühlerer Wert als für die Stadt
zwischen 1-2°C. Das ist sehr mild.
Wer in ein Forum geht muß sich auch gefallen lassen, daß seine Meinungen und Taten auf den Prüfstand kommen.
Dann kann der Leser entscheiden, was er für plausibel hält.
Nicht vergessen sollte man in dem Zusammenhang Tuff für seinen großartigen Einsatz zu danken der diesen Redwoodbestand vor dem schon wieder Abwürgen, aber diesmal durch Drahthosen gerettet hat.
VG Bernt
http://www.klimadiagramme.de/Deutschland/freiburg2.html
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Hallo Bernt,
An diesem Punkt hast du mit deinem sachdienlichen Hinweis völlig Recht. Ich habe jetzt den Unterschied zwischen der "mittleren Januartemperatur der letzten 20 Jahre" und der "mittleren Januartiefsttemperatur der letzten 20 Jahre" verstanden. Ganz schön schwierige Gemengelage, was einem die Wetterforschung so anbietet!
Gruß chris
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Hallo!
Der KM ist doch älter als ich gedacht hatte. Er wurde ca. 1967 gepflanzt! Das bedeudet dann, dass er auch schon weniger als -24° ausgesetzt war. In den Achtzigern waren mal extreme Tiefsttemperaturen über mehrere Wochen (ca. 3 Wochen nach meiner Erinnerung). Genaueres kann man vielleicht über den DWD in Erfahrung bringen.
Viele Grüße
Thomas
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Hallo Thomas
das ist ja Spitze !
Meinst du man kann von dem Baum Stecklingsmaterial bekommen?
LG
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Hallo Achim,
das wird bestimmt gehen. Melde dich mal PM!
VG
Thomas
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Danke Thomas!
Dass der KM heftige Fröste überstanden hat, steht also auch durch sein Alter außer Zweifel. Bemerkenswert, dass der Baum keinerlei Zwieselbildung zeigt (verm. kurze Wachstumsperioden mit früher Verholzung durch suboptimalen Standort). Auch wenn Stecklinge nicht besonders wüchsig sein sollten, die Chance sollte man nutzen. Natürlich die Besitzer/Verantwortlichen fragen und ggf. über geplante Projekte informieren...
LG Micha
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Hallo Micha,
der Baum gehört wahrscheinlich der Gemeinde Otzberg. Werde den Bürgermeister fragen!
VG
Thomas
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...der arme Baum!
Jetzt steht der schon an einem so ungünstigen Standort, da wollt ihr ihm noch die Triebe entfernen?
;)...
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...aber wenn er seine Triebe schon loswird, dann könnten sich ein paar doch bestimmt in deinem Arboretum wiederfinden, oder... ;D ;)
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..ein paar? ;D
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Hallo,
jeder der sich für Redwoods interessiert ist zumindest mit einem Auge immer auf der Suche nach Exemplaren denen er eine höhere Standorttauglichkeit als dem
Durchschnitt zubilligen könnte um diese dann zu vermehren. Umso mehr müssen aber allle relevanten Faktoren überprüft werden.
Dieser Baum steht auf 355m ü.NN. am Rand des Odenwalds wo zügig wärmere Winterhärtezonen anschließen. Klimatisch würde ich hier noch kein allzugroßes
Extrem im Vergleich mit anderen bekannen Standorten sehen. Pflanzjahr 1967 bedeutet ein Gesamtalter von ca. 50 Jahren bei einer Höhe von 18,50m.
Dies ist weit unterdurchschnittlich und auch der Habitus spricht nicht gerade für zukünftige Rekorde. So wird z.B. von Burgholz von 24m Mittelhöhe bei 33jährigen
Redwoods berichtet (Herkunft Kaldenkirchen). Bei mir in Unterensingen hat ein 32 jähriger Sämling 20m bei 320m ü. NN. erreicht, einige Stecklingspflanzen sind sogar noch schneller.
Daß dieser Otztal Redwood einige schwere Fröste überstanden hat ist außer Zweifel - daß er sie unbeschadet überstanden hat eher unwahrscheinlich, dafür spricht
wiederum die geringe Höhe. Mit größter Wahrscheinlichkeit handelt es sich sowieso um einen Kaldenkirchener Klon, andere Pflanzen waren zu dem Zeitpunkt gar nicht
verfügbar. So ist dieser Redwood eben der Beweis daß mit zunehmend ungünstigen Bedingungen die Wuchskraft und Entwicklungsmöglichkeit von Redwood analog
abnimmt.
VG Bernt
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Hallo Bernt,
vielleicht kann ich auch noch in Erfahrung bringen woher der Baum stammt.
So ist dieser Redwood eben der Beweis daß mit zunehmend ungünstigen Bedingungen die Wuchskraft und Entwicklungsmöglichkeit von Redwood analog abnimmt.
... gilt das nicht für jede Pflanze?
VG
Thomas
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Hallo Thomas,
es geht ja letztlich darum in welchen Lagen Redwood noch eine Funktion als Forstbaum oder Schmuckbaum übernehmen kann.
Da wo er eine Karikatur seiner selbst ist muß er meines Erachtens nicht unbedingt angepflanzt werden. In Otzberg ist dieser Fall aber noch nicht eingetreten.
Im Band 77 der DDG habe ich übrigens eine für dich vielleicht interessante Randnotiz gefunden. 1965 wurden 10 Redwood an Karl Fuchs, einen bekannten Dendrologen
und Förster im Odenwald bei Neunkirchen 400m ü.NN. geliefert, die aber schnell durch Trockenheit und Kaltluft eingingen. Das Klima ist dort allerdings etwas kälter als in Hering.
Vor ca. 8 Jahren habe ich einen ca. 18m hohen Redwood in Neunkirchen im Ort gesehen allerdings schwer frostgeschädigt. Ob es wirklich Neunkirchen war kann ich
nicht mehr beschwören. Von Schwanheim kommend den Wald runter zum Ort, dann über eine kleine Brücke rechts abbiegen ca. 70m, evtl. von der Parallelstr.
besser sichtbar. Wenn du mal in die Gegend kómmst kannst du ja nachschauen.
VG Bernt
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Hallo Bernt,
da es im Odenwald mehrere Neunkirchen gibt bin ich mir nicht sicher, welches du meinst! Kannst du mir bitte auf die Sprünge helfen?
In Eberbach gibt es ein Arboretum mit KM's!
VG
Thomas
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Hallo,
Nach Bernts Beschreibung müsste der KM etwa hier (http://maps.google.de/maps?q=49.393,9.001&hl=de&ll=49.392876,9.001204&spn=0.002158,0.004136&sll=49.392835,9.000359&sspn=0.001079,0.002068&t=h&z=18) stehen. Und ich habe schon mehrere Bäume nach einer Beschreibung von Bernt gefunden :)
Übersetzende Grüße,
Wolfgang
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Ok, das Neunkirchen im kleinen Odenwald!
Habe mal ein Foto vom Otzberg beigelegt, damit man sich den Standort besser vorstellen kann.
VG
Thomas
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Hallo Wolfgang,
also wenn es tatsächlich Neunkirchen war stimmt dein Standort.
Wenn mal wer in der Gegend ist wäre es nicht schlecht es zu überprüfen.
Ansonsten irgend ein Nachbarort mit ähnlicher Lage - den Berg abwärts durch den Wald.
Aber ich glalube es könnte schon hinkommen.
Hallo Thomas,
bei der Mapsuche erscheinen keine Km in Eberbach, jedoch ein paar Um.
Bring doch mal bei Gelegenheit einen Bericht darüber evtl. in Verbindung mit Neunkirchen ganz in der Nähe.
VG Bernt
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Hallo Bernt,
Heute haben wir von der Ortseinfahrt Neunkirchen rund um den Ponyhof gesucht bin hinunter zum Unterdorfwiesenweg (http://maps.google.de/maps?q=49.388798,9.003142&hl=de&num=1&t=h&z=16). Dort haben wir keinen KM gefunden. Das Tal ist aber auch alles andere als übersichtlich. Vielleicht steht (oder stand) er doch weiter im Ort drin?
Unfündige Grüße,
Wolfgang