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Mammutbäume (öffentlicher Bereich) => Mammutbäume melden => Thema gestartet von: xandru am 21-Februar-2010, 22:26
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Liebe Freunde des Rekord-Mammutbaums,
In Tettnang steht ein sehr, sehr ansehnlicher Bergmammutbaum, der schon lange bei uns im Register bekannt ist. Er hat dennoch einen eigenen Thread verdient.
Auf einem Schild sind dort die folgenden Angaben angepinnt (Stand August 2000):
Stamm-Umfang | 8,80 m |
Stamm-Durchmesser | 3,60 m |
Baumhöhe | 36,50 m |
Kronen-Durchmesser | 18,90 m |
Alter | ca. 130 Jahre |
Wir haben ihn nicht gemessen; wir wissen aber nicht, für welche Höhe die Angaben für Umfang und Durchmesser gelten. Da es sich um ein Naturdenkmal handelt, könnte einer der Werte auch in 1 Meter Höhe gemessen sein.
Beeindruckte Grüße,
Wolfgang
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Mehr Bilders...! :o
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Mehr Bilders...!
Guckst du Google (http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=tettnang&sll=48.337995,9.118652&sspn=2.008351,4.235229&ie=UTF8&hq=&hnear=Tettnang,+Bodenseekreis,+Baden-W%C3%BCrttemberg&ll=47.674086,9.58629&spn=0.000993,0.002068&t=h&z=19&lci=com.panoramio.all) und MBReg (http://mbreg.de/index.php?ind=gallery&op=foto_show&ida=112)!
Absolut beeindruckender Baum! :D
Gruß,
Wolfgang
PS: Biene hat z.B. http://mbreg.de/index.php?ind=gallery&op=foto_show&ida=4817 :D beigetragen
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ihr kommt ja rum....
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Stamm-Umfang | 8,80 m |
Stamm-Durchmesser | 3,60 m |
Baumhöhe | 36,50 m |
Kronen-Durchmesser | 18,90 m |
Alter | ca. 130 Jahre |
Hallo Wolfgang,
beeinduckende Zahlen. Fällt dir dabei nichts auf? ::)
Kennt man in Tettnang Kreiszahl Pi? Es wäre schon wichtig ;) die wirklichen Daten des Baumes zu erfahren.
Wissensdurstige Grüße
Werner
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Vielleicht ist er ja unförmig und die haben die Dickste Stelle gemessen!?
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Hallo Werner,
wir wissen aber nicht, für welche Höhe die Angaben für Umfang und Durchmesser gelten
Das habe ich geschrieben, weil ich π sehr wohl kenne. Ganz offensichtlich wurden die beiden Werte in unterschiedlicher Höhe gemessen – wenn man einen Tippfehler mal ausschließen möchte.
Klar ist das ein Rekordbaum. Aber ich dringe ungern ungefragt in ein fremdes Grundstück ein. Die Zeit zum Nachfragen und Verhandeln hatten wir nicht; wir wollen ja noch nach Apfeltrang.
ein Baum-Freund lebt in der Nähe
Vielleicht kann er hier weiter helfen?
Anregende Grüße,
Wolfgang
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Hallo zusammen,
Wenn die zwei Blatt Papier am Baum das Format A3 haben, dann ergibt sich für die ID 3607 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=3607&search=Suche) ein BHD von etwa 2,51 m (02-2010) oder 2,52 m.
Eine qualifizierte Messung (in bekannter Höhe ;)) wäre nach wie vor sehr wünschenswert.
Im übrigen stand bis eben noch als Pflanzjahr „19xx“ im Register. Sowohl der Habitus des Baumes als auch das Schild unbekannten Alters mit der Information „ca. 130 Jahre“ weisen doch recht deutlich auf das 19. Jahrhundert.
Wir sind zwar noch ganz knapp in Württemberg. Aber es ist ein Stadt-Baum und somit kein Wilhelma-Baum. Diese sind – zumal in der Provinz – normalerweise Waldbäume, oft in exponierter Lage. Innerstädtische Ausnahme-Standorte sind der Bahnhof Wildbad (königliche Sommerfrische) und vielleicht die eine oder andere Villa in Stuttgart.
Aktualisierende Grüße,
Wolfgang
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mmhhh...der Baum hat in Brusthöhe ungefähr den Durchmesser von 2,5 Mülltonnenhöhen...ich meß jetzt mal meine Mülltonne..
done: große Mülltonne 1,07m....macht ca. 2,60m 8)
Gruß Wayne
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Hallo Wayne,
Er landet also irgendwo auf den Plätzen 11 bis 14 der Deutschland-Liga. Ich habe ihn mal in die entsprechende Seite der Rekorde (http://mbreg.de/wiki/index.php/Die_geografische_Lage_der_dicksten_Bergmammutb%C3%A4ume_in_Deutschland) aufgenommen.
Aufnehmende Grüße,
Wolfgang
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Hallo Wolfgang,
sollte man in der Rekordliste nicht irgendwie vermerken, dass der Messwert nur grob geschätzt/berechnet ist? So erweckt die Zentimetergenaue Angabe einen gemessenen Wert. Was ja nicht stimmt. Und fehlt dort nicht der große BM bei Schotten?
Viele Grüße,
Rainer
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Hallo Rainer,
Der Baum von Schotten fehlt dort wirklich. Im Grunde ist es die Liste vom Mai und es ist nicht sinnvoll, alle paar Monate eine neue Liste zu erstellen. Die ID 1984 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=1984&search=Suche) käme mit ihren 2,43 in der Liste der deutschen Top-20 problemlos auf den Platz 21.
Der Baum in Tettnang ist in der Tat nur geschätzt; aber bei unseren Listen ist das eben so. Vor allem bei den höchsten BMs (http://mbreg.de/wiki/index.php/Die_geografische_Lage_der_h%C3%B6chsten_Bergmammutb%C3%A4ume_in_Deutschland) stehen dezimetergenaue Messungen neben groben Schätzungen. Wenn wir „45“ in der Datenbank haben, kann das alles Mögliche bedeuten zwischen- „sicher mehr als 42, aber wohl kaum 48“ und
- „sicher mehr als 44,7, aber eher keine 45,4“.
Sollen wir unterscheiden zwischen der Schreibung „45“ (plusminus 3 Meter) und „45.0“ (plusminus 3 Dezimeter)? Aber das blickt dann wohl keiner. Das Optimum wäre eine Toleranz, aber die pflegt wieder keiner.
Gerade bei den Rekordbäumen sollten wir deutlich zuverlässigere Messungen haben. Im Wald (Auenwald) ist das schwer, aber bei Bäumen wie etwa in Leonberg wäre eine zuverlässige Messung mal wieder an der Zeit.
Das andere Problem an den Listen ist bekanntlich, dass das lebende Objekt weiterwächst. Wenn 3 cm pro Jahr nichts Ungewöhnliches sind, sind Messdaten kaum mehr vergleichbar, wenn sie zum Teil über 20 Jahre alt sind (oder gar ohne Jahr von Quelle zu Quelle abgeschrieben…).
Deshalb erstelle ich im Wiki gerade die Seite „To do Rekordbäume Deutschland“ (http://mbreg.de/wiki/index.php/To_do_Rekordb%C3%A4ume_Deutschland) und hoffe, dass wir auf diese Weise die fehlenden Daten schneller bekommen.
Listenreiche Grüße,
Wolfgang
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Hallo Wolfgang,
ich dachte da eher an einem Sternchen hinter den Angaben, die nur geschätzt sind. Unten dann eine Fußnote, die das kurz erklärt. Optimal wäre Natürlich, wenn in der Liste auch noch das Jahr der Messung stehen würde. Warum nur Top 20 und nicht Top 25 8)
Viele Grüße,
Rainer
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Hallo Rainer,
Ich träume von vielen Top-50-Listen, die dynamisch aus der Datenbank ausgelesen werden – für Deutschland, Europa und ausgewählte Länder wie Österreich und die Schweiz.
Je nach Rechen-Aufwand ließen sich diese dann täglich, wöchentlich oder monatlich neu generieren. 8)
Träumende Grüße,
Wolfgang
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Moin Wolfgang,
Wenn wir „45“ in der Datenbank haben, kann das alles Mögliche bedeuten zwischen
„sicher mehr als 42, aber wohl kaum 48“ und
„sicher mehr als 44,7, aber eher keine 45,4“.
Das kann aber auch bedeuten: "ich habe einen Knick in der Optik" :o oder "ich kann nicht schätzen" :-\ und wir liegen mal lockere 10 oder mehr Meter daneben.
Die geschätzten Werte müssen deshalb auf jeden Fall deutlich gekennzeichnet werden (Sternchen + Fußnote passt da gut), damit wir uns nicht blamieren.
blamabler Gruß aus'm Taunus vom Ralf
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Hallo Ralf,
Dann haben wir hier ein neues Thema für die Technik-AG.
Denn das Register sollte unbedingt so beschaffen sein, dass Rekord-Listen automatisch erzeugt werden können. Wenn also Messwerte als Schätzung (oder als Messung) gekennzeichnet sind, muss das in eindeutiger, maschinenlesbarer Form im Register geschehen und für alle Datensätze einheitlich.
Im Augenblick gehen Messungen und Schätzungen wild durcheinander, ebenso ist der Hinweis auf die Schätzung allenfalls in menschenlesbarer Sprache in der Bemerkung enthalten – aber auch nicht immer.
Ebenso haben wir zeitbezogene Messwerte und unqualifizierte Werte, ohne Datum.
Das Schlimmste, was wir eventuell haben, sind Werte, die seit Jahren der eine vom anderen abschreibt; etwa der lange Zeit überhöhte Wert (55 Meter) in Bensheim oder eben auch die unglaubwürdige Höhe von 36 Metern bei diesem Tettnanger Baum.
Datenbankdenkende Grüße,
Wolfgang
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Moin Wolfgang,
dann wäre für mich die sauberste und praktikabelste Lösung die, dass für die Rekordtabellen nur Bäume verwendet werden, bei denen der Wert gemessen wurde und das Messdatum festgehalten ist.
Dafür würde ich die Tabelle nicht auf jeweils 50 Bäume ausweiten, sonderen eher bei den Top 20 bleiben.
Die generierte Tabelle kann ja ruhig 100 Bäume enthalten, davon werden händisch die Top 20 genommen... . Wenn dass für kurze Turnusse der Aktualisierung zu aufwändig ist, gibt es halt nur einmal jährlich neue Tabellen...
Wenn jemand "seinen" Rekordbaum deshalb nicht wiederfindet, muss er (oder sie) die erforderlichen Messungen vornehmen und dem Register mitteilen.
Dieses Thema sollten wir jedoch an anderer Stelle weiterdiskutieren, da ot...
pragmatischdenkender Gruß aus'm Taunus vom Ralf
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Hallo zusammen,
Den Baum mit der ID 3607 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=3607&search=Suche) in Tettnang durften wir heute auf Einladung der Besitzerin vermessen, die sehr stolz auf ihren Baum ist.
Jochen hat heute die Höhe gemessen und ist auf 35,5 Meter gekommen. Eine etwas höhere Angabe am Baum scheint eine wohlwollende Schätzung gewesen zu sein. Im Jahre 2007 soll aber ein Baumsteiger noch 36,8 Meter gemessen haben. Ein Verlust der obersten Spitze (der heute kaum mehr auffällt) soll in die Zeit vor dieser Messung gefallen sein.
Die Unsicherheiten bei der Messung des Umfangs haben sicherlich mit der starken Abholzigkeit zu tun. Außerdem ist ja bekanntlich für die Vermessung von Waldbäumen hierzulande die Messung in Brusthöhe üblich. Bei Naturdenkmalen hingegen wird wohl normalerweise eher der Umfang in 1 Meter Höhe verzeichnet.
Heute haben wir natürlich in Brusthöhe gemessen. Doch am Rande gab es wieder eine kleine Unsicherheit, ob diese 1,30 vom höchsten Punkt der Basis zu messen sind oder von einem Punkt mittlerer Höhe. In mittlerer Höhe sind wir jedenfalls im unteren Bereich des angehefteten A4-Blattes gelandet. Die Messungen waren sich recht ähnlich:- 8,72 m → Durchmesser 2,78 Meter und
- 8,85 m → Durchmesser 2,82 Meter.
Im Schnitt liegen wir also in Brusthöhe bei 2,80 Metern Durchmesser.
Bei einer Messung am höchsten Punkt der Basis liegt die Brusthöhe im oberen Teil des A4-Blattes, also etwa 15 cm höher als die durchgeführte Messung. Durch die starke Abholzigkeit wäre dann ein deutlich geringerer Wert herausgekommen.
Insgesamt steht der Baum ja auf recht ebenem Terrain, so dass die Gepflogenheiten der Waldmesslehre gar nicht den Kern des Problems treffen. Wir hätten vielleicht besser noch zusätzlich eine Pflanzpunkt-Messung vornehmen sollen – also 1,30 über dem Punkt, an dem der Baum damals vermutlich gepflanzt worden ist. Aber daran habe ich vor lauter Stauen gar nicht gedacht.
Gedankenlose Grüße,
Wolfgang
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Hallo,
heute war ich in Tettnang und habe zufällig den BM gesichtet. Dia Maßangaben hier habe ich erst später gelesen, auch gab es keine Angaben vor Ort. In 1,3 m Höhe habe ich 8,75 m gemessen. Pflanzpunktmessung lag bei 9,05 m. Die Höhe von der Straße aus lag bei gut 35 m. Vom Parkplatz daneben sieht man jedoch erst die eigentliche Spitze. Von dort aus kam ich auf etwas über 37 m. Das Haus daneben stammt von 1880. Der BM eventuell auch? Was mir noch auf viel, waren die viele mit Seilen gesicherte Äste.
Grüße,
Rainer
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Hallo Rainer,
Ich habe die Höhe und die Pflanzpunktmessung gerne übernommen. In der Tat war die Spitze vom Garten her gar nicht sichtbar, wo wir im Mai gemessen haben.
Das Haus stammt laut den Besitzern von 1881. Das würde dagegen sprechen, dass es sich um einen Wilhelma-Baum handelt. Meines Wissens wurden diese Bäume auch fast alle im Rahmen von forstlichen Experimenten im Wald gepflanzt. Freilich wird ja berichtet, dass König Karl übrige Exemplare zum Verkauf angeboten hat. Nur wo stehen solche? Ich wüsste auf Anhieb nicht zu sagen, welcher Wilhelma-Baum in der Stadt steht; in Stuttgart ist es laut Register einzig die ID 3872 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=3872&search=Suche).
Oder gibt es noch eine Gruppe persönlicher Geschenke an ausgesuchte Personen im Königreich? Immerhin berichtete der Besitzer von ID 12515 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=12515&search=Suche) in Calw, dass der Baum ein Geschenk vom König gewesen sein soll, weil sich die Textilfabrik offenbar um die württembergische Armee verdient gemacht hatte.
Ignorante Grüße,
Wolfgang
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Hallo Wolfgang,
danke für die Übernahme meiner Messungen. Sollte man aber jetzt nicht noch das geschätzt entfernen? Alle Anganben sind ja jetzt konkret gemessen. Ok, dass das Haus von 1881 stammt, wusste ich nicht. Auf dem Schild am Haus steht 1880. War denn im Mai noch die Angaben vom BM vorhanden? Heute habe ich nämlich nichts gesehen.
Grüße,
Rainer
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Hallo Rainer,
Danke fürs Aufpassen. Das „geschätzt“ hatte ich glatt übersehen. Dafür habe ich die Zweifel am Wilhelma-Status mal deutlicher gemacht.
Ob das Haus von 1880 oder 1881 ist, tut sicher nichts zur Sache; selbst heute dauert ein Hausbau auch mal länger. Der Zettel mit den Messwerten war im Mai freilich noch so befestigt, wie ihn die Bilder am Anfang des Threads zeigen.
Feste Grüße,
Wolfgang
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Hallo Wolfgang,
gern geschehen. Den Zettel hat dann wohl jemand die letzten 8 Wochen entfernt.
Ich bin derzeit nur Mobil Online, bin noch etwas in der Region. In Wasserburg habe ich aus der ferne einen großen BM gesichtet. Ist dort schon etwas bekannt?
Grüße,
Rainer
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Hallo Rainer,
Der Standort Wasserburg lohnt sich zum Ansehen; 4×1865; vgl. http://mbreg.de/forum/index.php?topic=3247.0
Im Lindauer Ortsteil Schachen stehen fette UMs, die schon lange keinen qualifizierten Besuch mehr hatten: http://mbreg.de/forum/index.php?topic=3230.0
Falls du natürlich in der Schweiz nahe der Rheinmündung den 1857-er BM von Thal (http://mbreg.de/mbr/mbr_europe.php?q1=id&q=13&search=Suche) dokumentieren könntest, wäre das genial.
Ansonsten wünsche ich dir gute Erholung am See,
Wolfgang
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Hallo Wolfgang,
mal schauen, was ich alles noch so sehe. Hier steht ja beinahe an jedem Hauseck ein BM. Aber die sind ja wohl schon alle erfasst?
Danke für die Erholungswünsche und Grüße,
Rainer
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Hallo,
hier nun ein paar Bilder aus meinem Urlaub vom BM. Alle von außerhalb des Grundstückes.
Viele Grüße,
Rainer
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Hallo,
diesen prachtvollen Bergmammutbaum habe ich am Wochenende in Natura bewundert. Für mich ist er der Schönste, den ich bisher gesehen habe.
Ich möchte diesen Thread um ein Foto ergänzen, das den Baum aus südlicher Perspektive zeigt, von wo seine Krone am einheitlichsten wirkt. Oval, eine fast perfekte Eiform bildend.
In einem etwas entfernten lauschigen Biergarten, den ortsbildprägenden Baum im Blick, habe ich darüber nachsinniert, dass in und um Tettnang zweierlei Dinge prächtig gedeihen, die mir persönlich Einiges bedeuten: schöne Mammutbäume und eine Gewürzpflanze, die in meinem Konsumverhalten durchaus eine gewisse Rolle spielt ...
Gruss
Andi