Forum ::: Mammutbaum- Community
Mammutbäume (öffentlicher Bereich) => Mammutbäume melden => Thema gestartet von: JNieder am 09-Januar-2010, 19:05
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Ohne weitere Anmerkungen.
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Och nööööö!
Wer hat denn die beiden schönen BMs umgesägt? :o
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An anderer Stelle wurde diese Schande schon beschrieben:
Hier war das:
http://mbreg.de/forum/index.php?topic=3619.0
Nochmal dazu einen Textauszug:
In St. Georgen/Schwarzwald wurden 2 giganteum gefällt. Diese prächtigen Exemplare standen vor dem Pfarrhaus einer ev. Sekte. Ein Missionar hatte die Samenkörner etwa um 1880 mitgebracht. Beide Bäume waren in Ordnung, einer davon hatte einen Blitzschlag gut überstanden. Die Stadtgärtnerei St. Georgen pflegte regelmäßig die Bäume und säuberte auch den Parkplatz.
Grund für die Fällung Ein sog. „Baumpfleger“ wurde beim Pfarrer vorstellig und wies diesen darauf hin, dass die Wurzeln der Bäume in den Keller einwachsen könnten und auch die vor 20 Jahren (verbotenerweise) unmittelbar an einem Baum verlegte Gasleitung sei gefährdet. Da die Bäume bereits als Naturdenkmale Kartiert, aber noch nicht ausgewiesen waren schaltete sich das Landratsamt ein. Der Stadtgärtner und ich als bestellter Sachverständiger schauten nach und es war im Keller nicht die kleinste Faserwurzel zu sehen. Entgegen unserem Rat erteilte eine Verwaltungsbeamtin bei der UNB die Genehmigung zur Fällung. Besagter „Baumpfleger“ fällte beide Bäume zu einem horrenden Preis und verkaufte dann auch noch das Holz teuer an einen Zimmereibetrieb. Die Bäume und die Fällung sind fotografisch dokumentiert.
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"Schande" ist genau das richtige Wort.
Ich hoffe, der sogenannte Baumpfleger erstickt an seinem Geld...
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Mit BM-Holz kann man eh nix gescheites anfangen soweit ich weiss.
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hallo,
zumindest unaufgeastetes Mammutbaumholz wie hier ist kaum brauchbar. Ich würde aber einem Privatbesitzer in eimem Ausnahmefall zugestehen,
daß Bäume die eine Gefahr für Haus u. Hof darstellen auch entfernt werden können. Und wenns hier sogar Mammutbäume waren ist das sicherlich bedauerlich,
aber es wurde ja der vorgeschriebene Weg eingehalten. Viele alte Mammutbäume sind ja definitiv geschützt. Der Bestand der Mammutbäume in der BRD ist ja
niicht bedroht. Das andere Extrem der einseitigen Meinungsführerschaft fand ca. 2000 im Staatsforst Burgholz bei Wuppertal statt wo Nabu u. Bund gegen die
Exoten demonstrierten u. auch vor Motorsägeneinsatz nicht zurückschreckten. Alos keep cool.
Gruß Bernt
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@Bernt,
deinen Kommentar finde ich absolut nicht angemessen. Wie kommst du dazu so etwas zu schreiben? Ein Gutachter sieht keinen Anlass die Bäume zu fällen und du findest aus der Entfernung nichts was gegen ein Fällung spricht?
Komische Ansichten die Mammutbaumfreunde zuweilen haben.
Gruß, Herbert
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Mit BM-Holz kann man eh nix gescheites anfangen
...doch, als Skulptur im Garten...
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Hallo,Jochen !
Ohne weitere Anmerkungen.
Dazu fällt einem auch nur Eines ein : Eine Riesensauerei,die da gelaufen ist >:( :-X.
Schade um die BM´s !
Schweigsame Grüße ! Michael
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Hallo,
es geht meines Erachtens hier niicht darum ob man zu unterschiedlichen Einschätztungen aus der Ferne kommt, sondern ob man bereit ist rechtstaatliche
Entscheidungen zu akzeptieren. Der Gutachter gibt nur eine Stellungsnahme ab - die Behörde hat offentsichtlich die Lage zuungunsten der Mammutbäume
bewertet u. eine Beseitigung erlaubt. Es könnte ja sein daß die Gasleitung tatsächlich bedroht war oder Schäden durch Astbruch der extrem nahe sehenden
Bäume drohte. Es ist eben mal grundsätzlich zu bedenken welcher Privatmann sich noch traut Mammutbäume zu pflanzen, wenn er quasie automatisch die
Verfügungsgewalt über seinen Besitz verliert.
Gruß Bernt
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Eben, Berndt hat aus meiner Sicht vollkommen Recht.
Es ist leicht aus der Ferne rumzujammern und sich zu beschweren.
Ein Betroffener, der die Situation genauestens kennt, kann hier ein Urteil treffen, welches sich dem Außenstehenden erstmal nicht erschließt.
Baum weg. Ob vielleicht die Versicherung nicht mehr mitspielte oder sonst was weiß hier keiner.
Deshalb würde ich erstmal nicht von Profitgier des Baumfällers oder Dummheit bzw. Ignoranz seitens der Behörden ausgehen.
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Hallo,
Das ist ja eigentlich ein Skandal!
Die Gutachter finden keinen Grund zur Fällung und ein Beamter trifft eine einsame Entscheidung gegen geltendes Recht.
Ich frage mich warum dann noch Bäume zu Naturdenkmälern erklärt werden, wenn diese keinen besonderen Schutz mehr genießen.
Bedrückende Grüße Gerald
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Eben, Berndt hat aus meiner Sicht vollkommen Recht.
Es ist leicht aus der Ferne rumzujammern und sich zu beschweren.
Ein Betroffener, der die Situation genauestens kennt, kann hier ein Urteil treffen, welches sich dem Außenstehenden erstmal nicht erschließt.
Baum weg. Ob vielleicht die Versicherung nicht mehr mitspielte oder sonst was weiß hier keiner.
Deshalb würde ich erstmal nicht von Profitgier des Baumfällers oder Dummheit bzw. Ignoranz seitens der Behörden ausgehen.
Völlig korrekt! Das sehe ich auch so, daher auch mein Beitrag. Den der einzige der vor Ort war und ein Urteil abgeben kann ist nun mal der Gutachter und der hat keine Probleme gesehen. Versicherung? Der Eigentümer konnte sich auf den Gutachter berufen. Insofern gab es keinen Anlass den Baum zu fällen.
Ansonsten berufe ich mich auf unseren Verein der sich folgendes auf die Fahnen geschrieben hat:
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Aus diesem Grunde möchten wir - die Mitglieder des Vereines "Projekt Mammutbaum e.V." - in erster Linie die Natur und insbesondere die Mammutbäume schützen und unsere Erfahrungen zur Verfügung stellen.
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Die Entscheidung respektieren ist die eine Sache, OK. Sie aber nicht für gut zu erachten ist nicht die Sache der anderen, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich finds eben nicht gut, weil kein Grund, außer der von Profitgier ersichtlich ist. Wenn ein Gutachter schreibt "horrender Preis" dann ist das in meinen Augen Profitgier und da kein anderer Grund, aus der Sichtweise eines Gutachters vorhanden war, bleibt eben nur die Profitgier übrig. Oder hab ich was übersehen?
Gruß, Herbert
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Man müsste natürlich wissen wieviel "horrend" ist und diesen Preis mit anderen Offerten vergleichen - sofern es denn welche gibt.
Der Eigentümer war sicherlich nicht gezwungen diesen Baumfäller zu nehmen und hätte sich beliebige Angebote zukommen lassen können.
Horrend heißt deshalb für mich eher, dass diese Fällung viel Geld gekostet hat, aber im normalen preislichen Rahmen für solche Aktionen.
Wäre sicherlich interessant den Preis zu erfahren - man könnte dies in unsere Datenbank/Wiki aufnehmen - wird nicht das letzte Mal sein, dass sowas passiert. Womöglich kann man so den ein oder anderen überzeugen seinen BM stehen zu lassen.... ;D
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hallo,
bloß damit zu argunentieren daß man den Mammutbaum so schön findet u. daher erhalten bleiben müsste ist etwas zu kurz gesprungen. Was Gutachter schon alles diagnostiziert haben an Unsinn füllt Bände. Manchmal kommt man mit gesundem Menschenverstand doch am weitesten. Nicht der Gutachter ist die wichtigste Person sondern der Besitzer mit seiner Haftung. Hat eigentlich schon mal jemand der Entrüsteten gesehen was für schwere Äste bei alten Mammutbäumen gelegentlich nach Stürmen runterkommen. Die machen jeden Elefanten platt.
Ums kurz zu machen: Eine gesetzmäßig durchgefühte Maßnahme sei sie nun pro oder kontra ist mir allemal lieber als wenn die Strasse bestimmt, wenn auch jeder vorgibt er hätte die göttliche Weisheit.
Gruß Bernt
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Hallo Herbert, queridos amigos,
Oder hab ich was übersehen?
Es ist eine Sache, wie man in der Sache zu diesen beiden Bäumen an diesem einen Standort steht – bei dieser Enge zum Haus scheint mir ein Konflikt quasi vorprogrammiert.
Aber in diesem Fall scheint mir das Vorgehen nicht demokratisch und nicht rechtsstaatlich!
Es ist doch bedenklich, wenn eine illegal verlegte Gasleitung mehr Schutz genießt als gesunde, mächtige Bäume. Und es ist obskur, wenn eine Beamtin beim Landratsamt Bäume kurzerhand fällen lässt, die nach dem Willen einer anderen Amtsstube gerade dabei sind das Prädikat „erhaltenswert“ zu bekommen. Hier wurde offensichtlich nicht mit Augenmaß abgewogen, sondern es wurden in einer Art behördlichem Schnellschuss, auf dem kurzen Dienstweg, vollendete Tatsachen geschaffen.
Früher nannte man so etwas „Nacht- und Nebel-Aktion“ und wenn wir in Bayern wären, würde ich sagen: Das riecht nach Filz und Vetternwirtschaft. Aber in Baden-Württemberg kann das natürlich nicht sein.
Saludos amigos,
Wolfgang
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Hi,
so wie Wolfgang sehe ich das auch.
Das Gutachter oder Sachverständige jetzt viel Unsinn schreiben, das kann ich nicht bestätigen. Oft genug (ich bin öfter dabei wenn Gutachter im Garten- Haus und Landschaft einen vor Ort Termin wahrnehmen) wundere ich mich immer wieder was Gutachter sehen und berücksichtigen, was sich selbst gestandene Fachmänner aus der Praxis im ersten Moment nicht erschließt. Das ist aber nur meine Erfahrung, es mag auch andere geben, doch sollten wir nicht davon ausgehen.
Das ein Baum mal einen Ast verlieren kann ist jetzt auch nicht wirklich etwas besonderes, das haben Bäume so an sich, ist ja nicht Mammutbaumspezifisch. Da der Baum aber regelmäßig gepflegt wurde kann man auch davon nicht ausgehen.
Aber wir können nicht in die Köpfe der Menschen hineinschauen, der Baum ist gefällt, damit ist sein Schicksal besiegelt.
Gruß, Herbert
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Hallo MB-Freunde, das sind traurige Bilder!:-(:-@ Auch wenn man Eigentümer eines Grundstücks/von etwas ist, darf man nicht alles, es gibt immer noch übergeordnetes Recht! Niemand darf z.B.ohne Baubewilligung bauen, und niemand darf seinem Pferd einfach so ein Bein abschneiden-Eigentum hin oder her! Genau damit solche willkürlichen Aktionen wie hier dokumentiert nicht umgesetzt werden können gibt es ja den Denkmalschutz und das Unterschutzstellen von ortsbildprägenden oder besonders wertvollen, dicken Einzelbäumen! Es kann nicht sein, dass eine Person aus lauter Willkür etwas zerstört was vorher über 100 Jahre lang einen Ortsteil geprägt hat! Und zudem: Seit 2006 stehen die Mammutbäume auf der roten UN-Liste der vom Aussterben bedrohten Pflanzenarten, Fällen (eigentlich) verboten!!! Daran sollten auch alle diejenigen denken die MB-Wälder pflanzen-es kann durchaus sein, dass wir eines Tages unsere selbst gepflanzten MB nicht mehr fällen dürfen!:-) LG Lukas.
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Hallo Lukas,
Es kann nicht sein, dass eine Person aus lauter Willkür etwas zerstört was vorher über 100 Jahre lang einen Ortsteil geprägt hat
Doch, eine deutsche Amtsstuben-Tuss darf das!
Zumal die Dame, wie aus http://mbreg.de/forum/index.php?topic=3619.msg47837#msg47837 hervorgeht, eine m.o.w. potentielle Wiederholungstäterin zu sein scheint:
Allerdings riecht es dennoch nach Kumpanei, denn der "Baumpfleger" wird von der Unteren Naturschutzbehörde eindeutig bevorzugt und man schanzt ihm Aufträge zu.
Der Umgang mit den Mammutbäumen ist kein Einzelfall, das betrifft alle alten Bäume im Landkreis. Irgend jemand oder besser noch mehrere sollten einmal eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Dame stellen!
megagrummel,
Wolfgang
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Wenn dem so ist, würde ich die örtliche Zeitung mal informieren....die sind doch immer dankbar wenn die was schreiben können.
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Hallo Wolfgang, hallo Peter!:-) Das mit der Dienstaufsichtsbe-schwerde und auch das mit dem Einschalten der Presse sind sehr gute Ideen!:-) Eigentlich sollte unser Verein dieser ignoranten Amts-Tussi mal zeigen wo der Bartel den Most holt!:-@;-)B-) Also Kollegen, los gehts!;-) LG Lukas.