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Mammutbäume (öffentlicher Bereich) => Mammutbäume melden => Eigene Anzucht => Thema gestartet von: Pungitius am 05-Dezember-2009, 13:41
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Hallo,
der Herbstwind blies mir Ende September, Anfang Oktober einen meiner UM aus dem Fensterbrett und nicht nur das er damit einen BM köpfte, nein mein UM mußte auch noch seine Triebspritze einbüßen.
Die Triebspitze des UM, welche an der Bruchstelle recht ausgefranselt war, stellte ich in ein Glas mit Wasser unter Folie ins Südfenster.
Heute kann diese 80 mm lange Spitze eine 44 mm lange Wurzel vorzeigen. Das Wasser wurde unregelmäßig gewechselt und es kam kein Bewurzelungspulver zum Einsatz. In den nächsten Tagen werde ich sie wohl in Anzuchterde topfen.
Gruß Pungitius
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Klasse Pungitius,
da kann man nur gratulieren ! Die Wurzel sieht ja sehr vital aus !
Bin mal gespannt wie es weitergeht.
Wie willst Du den Steckling denn überwintern ? Kühl oder warm ?
Gruß
Bernhard
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Danke Bernhard,
den Steckling werde ich in seiner gewohnten Umgebung belassen und die befindet sich drinne. Wenn ich ihn nach draußen stellen würde, könnte die Umstellung wohl zu hart werden.
Gruß Pungitius
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Das hätte ich auch so gemacht.
Ich würde ihn allerdings im Laufe des Winters nach und nach abhärten, aber erst nachdem er richtig eingewurzelt ist.
Wurzeln lieben ja einen warmen Fuß zur optimalen Entwicklung.
Viel Erfolg !
Bernhard
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Hallo Pungitius,
sieht wirklich gut aus.
Ich habe meine Stecklinge immer gleich in Blumenerde eingetopft....da ja Anzuchterde nur zur Wurzelbildung dienen soll. Die ist ja nun schon recht groß.....Kann dir aber auch nicht genau sagen, was in diesem Stadium besser ist. Vllt. melden sich ja noch ein paar Experten zu diesem Thema.
Kühl, muss ja nicht draußen bedeuten...vllt. hast du einen Keller o.ä. zum überwintern.
Lg, Nick
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Hallo Nick,
meine UM-Keimlinge bekommen auch gleich Blumenerde. Den Steckling wollte ich aber noch eine Weile unter Folie halten bis er sich richtig bewurzelt hat und da denke ich ist wohl Anzuchterde wegen der geringeren Schimmelgefahr besser. Mal sehen, vielleicht bekommt er auch gleich Blumenerde.
Pungitius
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Hallo Pungitius,
mit dem bewurzelten Trieb hatte der Absturz der Töpfe auch was Gutes :D.
Zum weiteren Gedeihen würde ich dem Steckling den ganzen weiteren Winter einen Sommer sumulieren. So frische Wurzeln haben die Tendenz in Wachstumspausen leicht von Fäulebakterien befallen zu werden. Je länger sie also weiterwachsen und verholzen bzw. eine Epidermis/Rinde bilden, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass der Steckling überlebt.
Also ich würde den Steckling in einem mäßig temperierten Raum, direkt vor einem Fenster halten und zusätzlich ein paar Stunden täglich mit einer Lampe beleuchten. Die Folie benötigt er vermutlich nicht mehr bzw. würde ich sie bald entfernen (Schimmelgefahr).
Viel Glück
Michael
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Hallo Pungitius,
ist das nicht ein KM anstatt eines UM ???
Sollte der UM nicht schon längst sein Laub verloren haben ??
Nachfragender Gruß
Bernhard
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...Zum weiteren Gedeihen würde ich dem Steckling den ganzen weiteren Winter einen Sommer sumulieren. .Viel Glück Michael
Moin moin!
Pungitius, das Glück würdest Du brauchen, denn normalerweise wäre das sein Todesurteil ...
Peter hat auch mal einen Sommer im Winter für einen UM simuliert ( http://mbreg.de/forum/index.php?topic=2730.0 ) ... frag mal wie es dem Bäumchen geht ... ich hab da so eine Ahnung :-\
LG Fritz
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Hallo Ihrs,
Danke für Eurer Interesse und Eure Tipps.
Die Spitze stammt wirklich von einem UM. Ich habe nur drei KM und denen geht es gut.
Seine Blätter sind immer noch frisch grün und ich glaube das wird auch so bleiben. Ich denke das durch die Trennung vom Baum die Spitze aus dem natürlichen Ablaufplan geraten ist und sich erst wieder bei Vollständigkeit und einem gewissen Aufenthalt unter normalen Bedingungen dem natürlichem Rhythmus anpaßt.
Außerdem glaube ich das man so einen Pflanzenteil nicht mit einer ganzen Pflanze vergleichen kann, und bin deshalb guter Dinge das dieser gut durch meinen "Zimmersommer" kommt.
Genau wie die Birke kann auch der UM gleich im Herbst, ohne Stratifikation, ausgesät werden. Die Keimlinge müssen ja auch ohne das Licht der wärmeren Jahreszeit klar kommen.
Sollte die Spitze es nicht schaffen, geht sie den gleichen Weg, den wir alle irgendwann mal gehen werden. Zurück in den Rohstoffkreislauf.
;) ;) ;)
Gruß Pungitius
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Hallo Pungitius!:-) Sehr interessante Bilder, und aussergewöhnlich daß ein Steckling so schnell eine so lange Wurzel bildet!:-) Du scheinst ein besonderes Händchen für UM zu haben!:-) LG Lukas.
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Hallo Pungitus,
und, hat der kleine den Winter bis
jetzt gut überstanden? (Bilder? ;))
M.f.G. Tim
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Hallo Tim,
die UM Spitze habe ich am 08.12.2009 eingetopft. Seitdem geht es ihr nicht besser und nicht schlechter. Wurzeln sind noch nicht bis zum Topfboden vorgedrungen.
Gruß Pungitius
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Hallo,Pungitius !
Der Steckling sieht eigentlich nicht schlecht aus,er wird wohl bald loslegen.Was mir aber auffällt,ist,das die Erdoberfläche verkrustet ist, vermoost und Salze ablagert,was man bei bei manchen Erden beobachten kann.Ich nehme dann einen Zahnstocher oder sonst ein Hölzchen und breche die Krustenschicht auf. Anschließend entferne ich Diese und die Durchlüftung der Topferde wird wieder besser.Ich denke,danach geht´s mit dem UMchen aufwärts.
Daumendrückende Grüße ! Michael :)
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Hallo Michael,
na dann werde ich die Oberfläche mal "umgraben". Mir ist aufgefallen das sich kleine weiße Tierchen eingenistet haben, die sogar springen können. :o
Bedenklich ? ???
Gruß Pungitius
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Guck mal hier Pungitius : http://mbreg.de/forum/index.php?topic=3752.msg50555;topicseen#msg50555
Helfende grüße Achim ;)
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Danke Achim,
bin gleich nach dem Einstellen meiner Frage auf den Artikel gestoßen. Es ist machmal schon eigenartig. ::)
Gruß Pungitius
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Hallo,
nachdem die Triebspitze, bis vor einigen Tagen, im Haus gestanden hat und nun alle Blätter restlos braun geworden waren, dachte ich schon es wäre vorbei.
Aber seht selbst, welch unbändiger Lebenswille wieder saftiges Grün hervorbringt und Hoffnung auf neues Leben keimt. ::)
Mitlerweile steht sie draussen im Ostfenster und ich hoffe, dass bis zum Herbst etwas daraus wird, was einen deutschen Winter auch übersteht.
Gruß Pungitius