Forum ::: Mammutbaum- Community
Mammutbäume (öffentlicher Bereich) => Wissenswertes & News => Thema gestartet von: H. Oesterlin am 21-Februar-2009, 17:13
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Hallo Mammutbaumfreunde,
in der heutigen Samstagsausgabe der Stuttgarter Zeitung wird über den BM 414 berichtet.
Einleitend heißt es:
Fast könnte man es so ausdrücken: ein Mammutbaum hat an der Alten Weinsteige in Stuttgart-Degerloch sozusagen Architekturgeschichte geschrieben. Auf jeden Fall hat er es dem Bauherrn und den Architekten nicht einfach gemacht, weil er Bestandsrecht hatte. Und jetzt ist er auf ideale Weise in das „Haus auf Stelzen“ integriert.
Zitate aus dem weiteren Text:
„Die Stadt als Eigentümerin des steilen Grundstücks mit seiner exponierten Lage am Nordhang der Alten Weinsteige hielt eine Bebauung für unmöglich, weil das Wurzelwerk des Naturdenkmals Schaden nehmen könnte.“
„… schnell war klar, dass bei einer vollen Ausnutzung des Baufensters der Baum zerstört würde.“
(Die) „Idee, das Haus einfach in acht Meter Höhe über das Grundstück zu setzen, überzeugte schließlich auch die Stadt. Dabei fließt das Gelände gewissermaßen unter dem eingeschossigen Gebäude ungehindert durch, so dass auch das Wurzelwerk des Mammutbaumes nicht beschädigt wird.“
Weiter wird berichtet, dass der nicht vorhandene Kellerraum ein Nachteil ist, der durch die Allgegenwart vom „Freund Baum“ und die sensationelle Aussicht auf die Stadt ausgeglichen wird. Die gute Verkehrsanbindung durch die vor dem Grundstück verkehrende (geräuschvolle) Zahnradbahn müsste ergänzend genannt werden.
Das im Register Stuttgart (ID 414) vom Mammutbaumfreund J. Sieburg eingestellte Foto (03/2008) zeigt den Baum besser, als das Architekturfoto der Zeitung. In GE sind Gebäude und Baum gut zu sehen.
Zum Schluß ein Hinweis für Interessierte: die überaus steile Alte Weinsteige ist für Radler der reine Genuß. In der Zahnradbahn sind die Sitze gut gepolstert und das Velo reist auf dem Vorstellwagen kostenfrei vom Marienplatz bis zur Endstation auf die Höhe!
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Toller Bericht! Hoffentlich macht das Schule! ;)
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Hallo Helmut,
gut aufgepasst beim Zeitungslesen! Interessanter Fund eines interessanten Berichtes über einen interessanten Baum, der auf interessante Art und Weise erhalten blieb (ich glaube, ich muss mal ein Wörterbuch mit Synonymen kaufen... ;) ;D).
Ich finde es toll, mit welchem wahrscheinlich hohen Aufwand hier ein Baum geschützt wurde, das sollten wir im Hinterkopf behalten und als Gegenbeispiel vorlegen, wenn irgendwo wieder ein schützenwertes Exemplar bedroht ist.
Vielen Dank für diesen Bericht!
interessierter Gruß aus'm Taunus vom Ralf
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Ich finde es toll, mit welchem wahrscheinlich hohen Aufwand hier ein Baum geschützt wurde, das sollten wir im Hinterkopf behalten und als Gegenbeispiel vorlegen, wenn irgendwo wieder ein schützenwertes Exemplar bedroht ist
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...stimmt durchaus, Ralf...
muß Ich mir mal demnächst angucken...wenn ich mal in der Nähe bin...(Ups, ;Dmorgen vielleicht, fahre ja Richtung Tübingen...mal gucken)
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Sieht nach einer gut durchdachten Lösung aus. Die Decke ist scheinbar aus Beton, was gescheit ist falls einmal ein größerer Ast abbricht.
Lob vom Zinnauer
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Vorbildlich das Ganze! Hoffentlich hat man auch dran gedacht, das Regenwasser das aufs Dach fällt dem Mammut wieder zuzuführen? Wird ja doch einiges an Fläche vom Haus abgedeckt...
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Hallo,Helmut !
Feine Sache ! Wenn nur alle Behörden und Bauherren so verständig wären;das sollte Schule machen .
Viele Grüße ! Michael :)
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Das im Register Stuttgart (ID 414) vom Mammutbaumfreund J. Sieburg eingestellte Foto (03/2008) zeigt den Baum besser, als das Architekturfoto der Zeitung.
mein Forumsbeitrag von 03/2008 (http://mbreg.de/forum/index.php?topic=1512.0)