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Mammutbäume (öffentlicher Bereich) => Mammutbäume melden => Thema gestartet von: Joachim Maier am 15-Dezember-2008, 17:35
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Hallo Kollegen,
ich war heute mit dem zuständigen Förster im Exotenwald von Diedorf.
Dort konnte ich von dem 18xx-er Bergmammutbaum Fotos schießen.
Mit Autostich habe ich es dann zusammengefügt und hier (http://mbreg.de/index.php?ind=gallery&op=foto_show&ida=878) hinterlegt.
Auf unebenem Gelände habe ich grob 43 m Höhe gemessen. Laut Förster wurden die Bäume vor nicht allzulanger Zeit bereits vermessen.
Demnach müsste er ca. 46 m hoch sein, auch im Vergleich zu den daneben stehenden Douglasien, welche teils knapp über 50,00 m Höhe liegen.
Der Umfang in 1,30 m Höhe beträgt 4,00 m. D.h. der DBH ist 1,27 m. Dass er nicht mehr hat liegt wahrscheinlich daran, dass er mitten im Wald steht und vielleicht zeitweise nicht genügend Licht hatte.
Er ist wahrscheinlich 1885 gepflanzt worden, möglicherweise aber auch schon 20 Jahre früher.
Pflanzer war ein Förster mit Namen Ganghofer, der Onkel von Ludwig Ganghofer.
Gruß
Joachim
P.S.: Zur Ergänzung hänge ich den Baum nochmals an.
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... ::)...
schöner , langer, alter Wald BM...
hast du noch andere Fotos..?
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Leider nein! :(
Ich war insbesondere wegen diesem dort.
Der Förster hat mir zwar auch andere Bäume (Douglasien, Hemlocktannen, japanische Sicheltanne, Thuja plicata ...) gezeigt, (Metasequoias seien auch vorhanden und S. sempervirens möchte er auch noch pflanzen) aber ich wollte auch nicht zuviel seiner Zeit in Anspruch nehmen.
Vielleicht fahren wir mal mit dem Obst- und Gartenverein zu einer Führung hin. Dann werde ich mehr Fotos schießen.
faszinierte Grüße
Joachim
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Hi Joachim,
das Bild ist wirklich klasse zusammengefügt - man sieht keine 'Schnittstellen', im Wald zu fotografieren ist immer eine große Herausforderung !
Nichtsdestotrotz gehören Bäume einfach dorthin, man spürt nur dort diese gewisse Magie...
Schöner BM !
Remi
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Hi Remi...
diese gewisse Magie...
...das ist mir auch schon oft aufgefallen...im Wald versteckte BMs
haben diese gewisse....Magie...ist mir bei diesem Waldgigant auch so ergangen...er steht im Wald bei Esslingen /Aichwald und es roch so nach Waldboden und dann dieser Wind und die Geräusche von der
Umgebung... ::) ::) ::)
(http://)
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das Bild ist wirklich klasse zusammengefügt - man sieht keine 'Schnittstellen', im Wald zu fotografieren ist immer eine große Herausforderung !
Der Tipp für das Programm Autostich stammt von "Sir" Peter "Cachelot".
funktioniert wirklich super und vor allem alles automatisch!
Allerdings hatte er mit meinem zweiten Durchlauf ein Problem. Das Ding sah dann aus wie ein Leuchter, außen schwarz und innen Bild.
walddurchstreifte Grüße
Joachim
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Hallo,Remi;hallo,Thilo !
Zum Thema "Magie" gibt es im Vogelsberg auch ein geniales Beispiel : Oberhalb des Schottener Sees steht ein Baum von 1900,den ein Förster aus Anlaß der Geburt seines Sohnes gepflanzt hat (Umfang :7,70 m).Es ist immer wieder beeindruckend,wenn man aus dem dichten Wald auf die Lichtung heraustritt und diesen Super-Baum und seine Wirkung erlebt.In der näheren Umgebung stehen noch 4 weitere BM´s unterschiedlichen Alters,ich vermute,daß diese Geburtstagstradition evtl. weitergeführt wurde.Falls jemand da mal hinmöchte,mache ich gerne den Wegbegleiter,denn einfach zu finden ist die Gruppe (zum Glück?) nicht.Eigentlich müßte der Baum auch mal genau vermessen werden,daß würde sich lohnen.
Viele dickstämmige Grüße ! Michael D. 8)
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@all:
Unser Verein bekam heute folgende interessante Anfrage,
die inzwischen auch schon u.a. mit Hinweis auf unser Bezugsquellenregister
http://mbreg.de/mkportal/modules/mediawiki/index.php/Bezugsquellen
beantwortet wurde.
Setze den Text aber doch hier ein,
weil ich von allgemeinem Interesse dazu ausgehe.
Demnach sind bisher dort ca. 1.600 Bergmammutbäume gepflanzt worden. :o
Sehr geehrte Damen und Herren,
Im Forstrevier Diedorf der Stadt Augsburg Forstverwaltung werden seit ca. 8 Jahren jährlich etwa 200 Mamutbäume gepflanzt.
Bisher nur Bergmammut.
Ich würde auch einige Küstenmammut pflanzen wollen.
Können Sie mir eine Bezugsquelle nennen.
Ich würde auch auf Grund unserer klimatischen Gegebenheiten auch frostsichere Varianten suchen.
Zur Information:
In Diedorf gibt es auf ca. 10ha Exotenabauten, die überwiegend aus dem 19. Jhd stammen. Darunter auch ein Bergmammut mit
Bhd vom 126cm aus dem Jahr 1887.
Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Knittel
Revierleiter des Forstreviers Diedorf
Diplomforstwirt (FH)
Stadt Augsburg
Forstrevier Diedorf
Wellenburger Str.34
86420 Diedorf
Könnten sich Interessierte ja mal ansehen.
LG
Jochen
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Hallo,Jochen !
:o :o UFF ! Das ist ja genial ! Wenn die mal groß sind...wow.Übrigens bestätigt diese Meldung meine These von letztens,daß Bayern mammutbaumtechnisch gesehen der erwachende Riese ist.Da muß Hessen bald aufpassen... ;) :-X
Viele aufgepasste Grüße ! Michael
Joachim : Für ID 747 wären die Google-Daten interessant
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@ Jochen:
Wir fahren am 27. September in den Exotenwald. Dort wollte ich als Dankeschön sowieso einen KM als Geschenk mitbringen.
Er hat auch Metas im Forst!
@ Michael: Ist schwierig zu ermitteln. Werde es mal versuchen und nachliefern!
Gruß
Joachim
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Moin Hessen-Micha,
Übrigens bestätigt diese Meldung meine These von letztens,daß Bayern mammutbaumtechnisch gesehen der erwachende Riese ist.Da muß Hessen bald aufpassen...
da bleiben wir gaaaanz locker. Ist doch nur ein Standort...
lockerer Gruß aus'm Taunus vom Ralf
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Hallo,Ralf !
Ei logisch ! Wir bleiben doch immer locker... ;) :D ;D. Außerdem tut sich hier ja auch so Einiges (Schlangenbad,Schotten),wovon sich wieder Andere inspirieren lassen.
Inspirierte Grüße ! Michael 8)
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Hallo Michael,
die Koordinaten dürften
48.341879 10.793879, Höhe N.N.: 547 m sein.
Besuchen kann man das Areal über Herrn Knittel (siehe oben), da es eingezäunt ist. Der Gruppenpreis beträgt, so glaube ich, € 25,00.
Gruß
Joachim
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@all:
Zu diesem Thema hat uns Herr Knittel aktuell noch einige Informationen geschickt.
Zu beachten ist auch ganz unten sein TV-Tipp.
Sehr geehrter Herr Nieder,
Herzlichen Dank für die Hinweise.
Im Forstrevier der Stadt Augsburg werden seit 1880 Exoten angebaut.
Es entstanden im 19. Jhd. ca. 15ha,
überwiegend Koniferen aus NW-Amerika, aber auch Asien.
Es waren auch Sequoien darunter.
Von den älteren ist nur einer vorhanden. Er ist bereit registriert.
Es gibt noch einen ca. 60jährigen und mehrere 100 unter 20Jahren.
Wir sehen den Anbau dieser Baumart als eine Möglichkeit auf die
Klimaerwärmung zu reagieren.
Im Forstbereich gibt es nur wenig Erfahrung im Anbau.
Außerdem ist die Frostempfindlichkeit ein einschränkender Faktor.
1986 gab es bei uns -30°C, was für etliche Jüngere das Ende bedeutete.
Die Holzqualität wird mäßig bezeichnet.
Dies fördert die Anbaueignung auch nicht besonders.
Ich werde aber trotzdem weiterhin jährlich ca. 200 Stück pflanzen lassen.
Weitere Taxitocäen in Diedorf:
jap. Sicheltanne 40-80j, Taxodium dystichum 6j,
Metasequoia glyptostroboides 4Stück ca. 40j.
Am 10.Juli gibt es einen kleinen Bericht über den Mammutbaum und Abies
grandis im Bayer. Fernsehen (19.00Uhr Br3, Unser Land)
Mfg
Siegfried Knittel
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Da ich da im Urlaub bin, wede ich es aufnehmen müssen!
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Hallo,Jochen !
Über die Holzqualität von BM´s können hierzulande eigentlich noch keine Aussagen getroffen werden,da alleine die Jugendphase bis zu ca.140 Jahre andauert.Erst ab diesem Alter läßt das schnelle Wachstum nach und entsprechend gutes Holz kann entstehen.Ganz klar: Schnelles Wachstum-große Zellen-schlechtes Holz;langsames Wachstum-kleine Zellen-gutes Holz ! D.h.,für eine forstliche Nutzung müßten die Bäume wenigstens 200 Jahre stehenbleiben.(Meiner Meinung nach sollten sie natürlich noch sehr viel länger stehen bleiben ;D !)
Viele stehenlassende Grüße ! Michael
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Hallo Michael,
Schnelles Wachstum-große Zellen-schlechtes Holz;langsames Wachstum-kleine Zellen-gutes Holz!
Ist eigentlich logisch und war bis vor kurzem auch mein Wissensstand. Habe aber bezüglich BM gehört dass gerade die jungen Bäume gutes Holz hätten, während das der älteren Exemplare extrem brüchig sein soll.
Bei den Rodungen im Gebiet der heutigen Nationalparks war der größte Teil des geschlagenen Holzes unbrauchbar, weil die gigantischen Stämme beim Aufprall auf den Boden teilweise regelrecht zersplitterten oder zumindest tausende Risse bekamen. Sie wurden dann einfach liegen gelassen.
Letztendlich hat das vielen Bermammuts dort das Leben gerettet, als schließlich erkannt wurde dass das Holz nur schlecht verwertbar ist. Anders sieht ja leider das Schicksal der Küstenmammuts aus, die auf Grund ihres hervorragenden Holzes bis zum heutigen Tag per Kahlschlag regelrecht ausgerottet werden (abgesehen von den wenigen geschützten Beständen).
Urzeitliche Grüße, Clemens
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Hallo,Clemens !
Hier sollte man mal an eines denken : Weshalb sind die riesigen Stämme zersplittert ? Ich denke,weniger weil das Holz schlecht ist,sondern aufgrund des riesigen Gewichtes der Giganten ! Mal abgesehen davon,das man allein aus ethischen Gründen die alten Riesen nicht fällen sollte,ist es einfach Irrsinn,einen so großen Baum mit einem solchen enormen Eigengewicht zu fällen.Das die Stämme zerplatzen,ist doch logisch.Eine forstliche Nutzung sollte-wenn überhaupt !-nur bis zum 400ertsten Lebensjahr erfolgen,ich selbst würde gerne ganz darauf verzichten.
Meines Wissens wurden die Mammutbäume durch den Umstand gerettet, daß es zur Gründung der weltweit ersten Bürgerinitiative durch John Muir gekommen ist und Dieser zusammen mit Anderen den weiteren Raubbau verhindert haben.
Viele Grüße ! Michael :)
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Hallo Michael,
das Gewicht der riesigen Stämme hat sicher mit eine Rolle gespielt. Dennoch gibt es ja auch Laboruntersuchungen des BM-Holzes die zeigen, dass seine mechanischen Eigenschaften nicht so berauschend sind. Vorteilhaft ist hingegen seine enorme Dauerhaftigkeit, was Fäulnis, Pilz- und Schädlingsbefall angeht.
Natürlich wäre ohne die frühen Umweltschützer wie John Muir nichts gelaufen, aber wenn das wirtschaftliche Interesse größer gewesen wäre, hätten sie sich wesentlich schwerer getan gegen die Holz-Lobby (vergleiche die ungleich schlimmere Lage der KM-Bestände in den USA).
Selbstverständlich bin ich ebenfalls gegen die Fällung von Mammutbäumen, gleich welcher Art und welchen Alters... ;)
Urzeitliche Grüße, Clemens
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Ich hab die Meldung erst jetzt gesehen. Eigentlich wollte ich als Augsburger schon lange nach Diedorf, jetzt freue ich mich umso mehr auf den Besuch!
Vielleicht kann ich Herrn Knittel in ein paar Jahren einige meiner Mammuts abgeben. Da wären sie sicher gut aufgehoben!
(Und meine Frau würde sich freuen, weil wir endlich wieder Platz auf der Terrasse hätten --> heute 5 Stunden umgetopft *g*).
Grüße
Jörg
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Hallo Kollegen,
ich war heute mit dem zuständigen Förster im Exotenwald von Diedorf.
Hallo Jo,
um welches Diedorf handelt es sich denn hier ? Das bei Mühlhausen/Thüringen hier in der Nähe doch nicht, oder ?
Suchender Gruß,
Berni
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Diedorf in TH ist in der Rhön im WAK.
Ich denke mal ehr das im LK Augsburg oder?
LG
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Diedorf in TH ist in der Rhön im WAK.
Nein, nicht Rhön. Hier um die Ecke: http://www.klicktel.de/branchenbuch/diedorf-b-muehlhausen-thuer
Regionaler Gruß
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Hmm ich kenne nur das http://de.m.wikipedia.org/wiki/Diedorf_(Rh%C3%B6n)
LG aus der Thüringer Landeshauptstadt :D
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Hallo,
Der Exotenwald, den Joachim meinte, liegt in Diedorf (Schwaben) (http://de.wikipedia.org/wiki/Diedorf_%28Schwaben%29). Das liegt ein paar Kilometer westlich von Augsburg – also für Joachim ein Heimspiel.
Schwäbische Heimatgrüße,
Wolfgang
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Ah hatte also recht mit meiner Vermutung :)
LG
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Schönen Abend,
heute habe ich nun endlich diesen bayerischen Wald-BM besucht. Meine Höhenmessung passt eher zu Joachims 43m, denn ich bin auf 44,5m gekommen. Der Durchmesser 1,3m über dem Hügel beträgt 1,3m (1,296). Das Wachstum hält sich demnach in Grenzen, was mich nicht wundert.
Selbst als eigentlicher Mammutbaumfan muss ich gestehen, der Baum enttäuscht irgendwie. Nicht ganz unschuldig sind sicherlich seine Nachbarn, dafür habe ich mal ein Bild angehängt auf dem der Baumstamm davon zu sehen ist. Wer sieht ihn? Ernsthaft? ::)
Der Baum hat das große Problem, dass er sich gegen seine Nachbarn nicht wirklich durchsetzen kann. Das ist natürlich ein Problem für eine Baumart, die mit einer solchen Situation nicht umgehen kann. Die Blattmasse hält sich doch sehr in Grenzen und der Zuwachs ist auch nicht wirklich gegeben. Da die Zwillingsdouglasie südsüdöstlich des Baumes nicht gefällt werden soll, werden das noch viele schwierige Jahre für den Mammutbaum. Oder auch nicht, wenn er den Kampf irgendwann aufgeben sollte. Seine Zapfen sind auffällig klein und kugelig.
Für mich einfach nur Abschreckend, den armen Baum dort zu sehen. Womöglich waren meine Erwartungen zu hoch. ::)
In diesem Gelände stehen ebenfalls noch zwei jüngere Bergmammutbäume. BHD 0.35m, Höhe 17m und wohl schon an die 30 Jahre alt. Gleich gegenüber des Eingangs sind nochmal zwei BM, die die Meldegröße allerdings noch nicht erreicht haben. Auch sie stehen eigentlich zu dunkel und entwickeln sich nicht wirklich gut.
Der Baum steht übrigens etwas weiter südlich und zwar hier (https://www.google.de/maps/place/48%C2%B020'24.3%22N+10%C2%B047'38.8%22E/@48.340085,10.7935758,187m/data=!3m2!1e3!4b1!4m2!3m1!1s0x0:0x0)(G-Maps).
Gruß
Tom
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Hier noch das Umfeld des Bergmammuts.
Und das Highlight des Tages, nein keine langweilige Douglasie, Küstentanne, Mammutbaum. Eine Fichte. :-*
Der nächste Wald-BM auf der Liste ist dann der in Grafrath (http://mbreg.de/forum/index.php?topic=1835.0).