Forum ::: Mammutbaum- Community
Mammutbäume (öffentlicher Bereich) => Mammutbäume melden => Thema gestartet von: TaunusBonsai am 01-Mai-2008, 15:13
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und wieder zwei Bäume für Hessen... ;D
Hessen 8)
Wiesbaden
Platter Str. 84
Baumhöhen ca. 20-25m
Höhe üNN 175m
DBH des linken Baumes 1,34m
Pflanzjahr 19xx
Geodaten 50.088849° 8.229405°
Baum-ID 4138
Grüße
aus'm
Taunus
vom
Ralf
die zwei Bäumchen:
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Boah, Fette Teile...etwas dunkel...aber egal...trotzdem schön
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Schöne Bäume!! :) Wie alt werden die sein? Viele Grüße, Christian :)
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Hallo Chrossi,
ich war schon am Überlegen, ob ich nicht ein mutiges 18xx setzen sollte..., bin da aber noch nicht erfahren genug, deshalb ein "sicheres" 19xx :P.
Ich werd' demnächst mal versuchen, einen Hausbewohner zu befragen.
@Thilo: Ja, war an dem Tag nicht so toll mit dem Licht, liefere vielleicht nochmal "hellere" Bilders nach.
Gruß
aus'm
Taunus
von
Ralf
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@Thilo: Ja, war an dem Tag nicht so toll mit dem Licht, liefere vielleicht nochmal "hellere" Bilders nach.
Man könnte natürlich auch den Tonwert anpassen.
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oder halt so, Peter!
Vielen Dank, ich werd trotzdem nochmal Fotos machen, liegt bei mir fast auf dem Arbeitsweg.
Gruß
aus'm
Taunus
vom
Ralf
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So, auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen ;D war ich heute noch mal vor Ort und habe ein paar Bilder mit richtig schön Sonne geschossen. Dabei ist auch eine Detailaufnahme für die Wipfelteilungsfetischisten unter uns... ;)
Gruß
aus'm
Taunus
vom
Ralf
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tolle Bilder...das erste ist ja das Wahnsinnsfoto...schön farbig ::) :o
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Na, dann hat sich's doch gelohnt, die Bilders zu machen. Thilo, einen besonderen Farbakzent setzt das "Sequoia-Mobil" unten rechts... ;D ;D ;D
Gruß
aus'm
Taunus
vom
Ralf
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Hallo Gemeinde,
über unsere Kontaktmailadresse kam am Donnerstag folgender Hilferuf:
"Sehr geehrter Hr. Dr. Lutz,auf unserem Grundstück in der
Platterstr. 84, Wiesbaden stehen 2 Mammutbäume. Einer davon ist seit
dem Winter auf einer Seite wie abgestorben und braun, die andere Seite
ist aber noch grün. Vom Umweltamt in Wiebaden haben wie bereits die
Genehmigung zur Fällung bekommen. Ich möchte aber nichts ungenutzt
lassen, diesen wunderschönen Baum ( Höhe ca 35m, Baumumfang 4,80m) zu
retten. Vielleicht haben sie ja eine Idee wie dieser Baum eventuell zu
erhalten ist. Über eine Nachricht von Ihnen würde ich mich riesig
freuen. Mit freundlichen Grüßen G.B."
Jochen hat mir die Mail weitergeleitet und ich dachte mir sofort, dass es sich nur um einen der beiden von mir unter der id # 4138 (http://mbreg.de/mbr/mbr_de_search.php?q1=id&q=4138&search=Suche) gemeldeten alten Bergmammutbäume handeln könnte.
Heute morgen habe ich den Baum aufgesucht und ein paar Bilder gemacht, die ich hier vorstellen möchte und hoffe, dass die erfahreneren BM-Kenner unter euch eventuell eine Diagnose und sogar eine Therapie erstellen könnten.
@Jochen: Frau R. war heute morgen nicht zuhause, ich habe ihr eine entsprechende Mitteilung auf'm AB hinterlassen.
Die ersten beiden Bilder zeigen den Baum im Mai 2008. Darauf ist schon eine leichte Schwächung im vorderen Wipfelbereich erkennbar (die ich damals noch nicht erkannt hatte...). Auf den dann folgenden Bildern sieht man hoffentlich einigermaßen deutlich die jetzige Situation im Wipfelbereich.
Der Baum war noch bis 2008 von Efeu bewachsen, das kann man auf dem einen 2008er Bild erkennen. Der Schwesterbaum auf dem Grundstück (vielleicht 15m entfernt) sieht seinem Alter entsprechend noch gut aus.
besorgte Grüße aus'm Taunus vom Ralf
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...
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und die letzten drei Bilder
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Moin Ralf,
danke Dir für Deine schnelle Aktivität. :)
Zum Baum:
Oh oh oh - das sieht böse aus.
Glaube nicht, dass da noch was zu retten ist. :(
Schade !
LG
Jochen
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Hallo Ralf,
ich glaube die meisten werden sich bei diesem Baum einig sein, daß der Zustand so schlecht ist, daß hier weder Schönheitsoperationen noch Therapien etwas
bewirken werden.
Ich vermute hier einen eindeutigen Trockenschaden. Erst heute war bei uns in der Zeitung die Schlagzeile "Wälder kämpfen ums Überleben".
Seit dem Trockensommer 2003 ist bei vielen auch alten Bäumen ein Siechtum festzustellen das bei einem schneller beim anderen langsamer verläuft u. durch solche Hitzeperioden wie jetzt noch forciert wird.
Da der Schaden schon 2008 sich anfing bemerkbar zu machen scheidet ein Frostschaden etwa an der Südseite durch Frosttrocknis aus - kann aber zusätzlich
mitgewirkt haben falls es die Südseite des Baumes ist was ich vermute. Natürlich kann auch das Mammutbaumtriebsterben noch aufgetreten sein aber ursächlich
ist ein Trockenschaden. Daß die eine Seite noch grüner ist liegt vermutlich an der Sonnenabgewandheit.
Warum der nur 15m entfernt stehende zweite Baum noch recht intakt ist kann man nur vermuten. Vielleicht gibt ihm die Zeder einen gewissen Sonnenschutz oder er hat einen leicht besseren Standort. Wie gesagt zu retten ist wohl nichts mehr.
Viele Grüße Bernt
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Ich gebe dem Baum auch eher wenig Chancen.
Man könnte es mal mit viel wässern versuchen und einem Rückschnitt der abgestorbenen Teile.
Das könnte auch nur mit Viel Glück funktionieren. Evtl kommt auch eine Hallimasch Vorschädigung in Frage.
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Hallo Ralf
Gelernte Baumexperten haben wir in unseren Reihen (bis auf Helge) wohl nicht.
Darum möchte ich mich auch nicht an wilden Spekulationen beteiligen.
Ich könnte eh schon nicht (aus der Ferne sowieso nicht) beurteilen ob hier nur Trockenheit oder der Hallimasch am Werke war, allerdings sind bei beiden Vorfällen die Ergebnisse gleich,- Austrocknung des Baumes .
Bei dem Baum sehr viele, besonders der Sonne zugewandtenTriebspitzen trocken und abgestorben, die Krone sogar gänzlich, daraus entstehen keine neuene Austriebe. Diese Schädigung ist bei dem Baum nicht plötzlich aufgetreten, sondern bei genauer Betrachtung schon einige Zeit vorhanden und verstärkt sich zudem noch.
Der Baum kann aus irgenwelchen Gründen die Krone nicht mehr mit ausreichend mit Wasser versorgen,
schaut man sich das Umfeld mit der enormen Bodenversiegelung an (Haus, Gehweg, Straße, andere Bäume...), ist das auch gut nachvollziehbar.
Zwar könnte man den Baum radikal zurückschneiden, allerdings würden die Probleme mit der Trockenheit in ein paar Jahren bei evtl. nachwachsender Krone (sollte sie denn überhaupt jemals nachwachsen) wieder auftreten.
In Bezug auf die Zukunft des Baumes habe ich dewegen kaum Hoffnung.
Um Gefahren durch den Baum abzuwehren (abbrechende Äste usw), würde ich das Fällen vorschlagen.
LG vom Jürgen
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Hallo,
natürlich sind wir hier bis auf die die es vielleicht berufswegen sind keine Experten. Aber ein bißchen Wissen kann man sich ja aneignen.
Wenn man dann mal falsch liegt finde ich es auch nicht schlimm. Die Vielfalt der Meinungen führt ja vielleicht doch zum Ergebnis.
Hallimasch ist eigentlich auf Waldstandorte beschränkt u. tritt in gepflegten innerstädtischen Gärten normalerweise nicht auf. In Parkanlagen denkbar.
Auch auf Wiesen tritt er nicht auf. Daher sind neuaufgeforstete Wiesen für hallimaschgefährdete Arten ideal.
Viele Grüße Bernt
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Ich halte das auch für hoffnungslos. Wahrscheinlich ist alles, was ihr hier gesagt habt, gleichzeitig beteilig. (Es gibt auch noch andere Pilze außer Hallimasch, die einen breits kränkelnden Baum befallen können.)
Ich würde es so sehen: An dieser Stelle hätte der Baum sowieso nie besonders groß werden dürfen. - Gruß, Michael
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Hallo zusammen,
zu diesem schönen Fund aus 2008 muss ich jetzt leider berichten, dass der rechte der beiden Bäume gefällt werden musste.
Im Sommer letzten Jahres hatte sich eine besorgte Bewohnerin des dortigen Wohnhauses hilfesuchend an unseren Verein gewendet und von der drohenden Fällung berichtet. Hier (http://mbreg.de/forum/index.php?topic=4266.0) kann dies nachgelesen werden. Die Diagnose, soweit diese durch uns überFotos vorgenommen werden konnte, war damals schon keine gute und so kam es jetzt, wie es kommen musste.
Letzte Woche hat eine weitere Anwohnerin dem Verein auf dem Mailweg mitgeteilt, dass der Baum gefällt wurde. Dabei hatte sie auch Bilder der Fällung übersandt.
Ich habe mit ihr Kontakt aufgenommen und die Freigabe der Bilder für diese (traurige) Berichterstattung erhalten.
btw.: Die Anwohnerin berichtete mir, dass sie gehört habe, ein "Globetrotter" habe diese Bäume von seinen Reisen mitgebracht. Sie will sich mal umhören, eventuell kann ich da noch nachberichten.
bedauernder Gruß aus'm Taunus vom Ralf
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die ersten Bilder sind die letzten des kranken Baumes:
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no comment :(
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Moin Ralf,
habe 95 Ringe gezählt. Stimmt die Zahl ?
Danke übrigens für die Einstellung dieser Bilder.
Gezählter Gruss aus dem Münsterland vom
Jochen
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...sehr , sehr schade um diesen tollen Baum... :'(
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Echt schade.....und der Stamm sieht erstaunlich gesund aus oder?
Der sah "obenrum" auf einer Seite ja relativ schlecht aus. Als ob auf der Seite, eine große und wichtige Wurzel beschädigt wurde.
Hab übrigens 83 Jahresringe gezählt. Jeder sollte mal zählen und wir nehmen dann den Mittelwert :P
Gruß
Andreas
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Moin Jochen,
jaja, stimmt... ;) :D ;D
gerademalbisdreizählenkönnender Gruß aus'm Taunus vom Ralf
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Konnte es nicht lassen ..... :-[
habe nochmal, sogar 2x, gezählt.
Bin jetzt auch auf 83 gekommen. :)
Also kann man von 1928 ausgehen, d.h. zumindest = 192x.
Da der 2. Baum ein ähnliches Kaliber hat,
wäre das doch eine entsprechende Ergänzung im Register wert.
Deutlichbisdreiundachzigzählenkönnender Gruss aus Vreden vom Jochen
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Hallo Jochen,
Ich will jetzt keine blöde Bemerkung zu „42 (http://de.wikipedia.org/wiki/42_%28Antwort%29)“ machen; das wäre ja gar nicht meine Art. Aber offenbar gibt es tatsächlich Fragen, auf die andere Antworten korrekt sind als jene ;)
Auf Jochen zählender Gruß,
Wolfgang
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Moin Jochen,
ich hab's mal auf 192x im Register geändert. Vielleicht kann ja noch jemand zur Kontrolle nachzählen (wir haben doch extra Buchprüfer...).
Die Bewohnerin ging von etwa 150 Jahren aus. Optisch habe ich die Jungs auch auf etwa 100 Jahre geschätzt und über 18xx sinniert...
Vielleicht ergibt sich ja noch ein Ansatz aus der Story über den pflanzenden Globetrotter ::).
dendrochronologischer Gruß aus'm Taunus vom Ralf
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Hallo Ralf,
weißt du eigentlich, wie es mit dem angeschlagenen BM in Wiesbaden weitergegangen ist? Wann wurde er gefällt?
Neugierige und ebenso hoffnungslose Grüße,
Frank
Edit: Frage zurückgezogen. Es gibt einen zweiten Thread dazu. Das Ergebnis ist wie befürchtet... :( Ich habe die Threads jetzt zusammengeführt.
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Hallo Ralf,
zuerst war ich auf den anderen Thread zu diesem Standort gestoßen und jetzt habe ich mir den Baumstumpf bzw. Fällschnitt noch genau angesehen. Da gibt's nur einen Rückschluss zu ziehen. Die Jahresringe sind eindeutig die eines Wald-BMs (relativ eng) bzw. in jungen Jahren sogar dafür zu klein. Der Baum ist durch die beengte und wohl auch zu trockene Situation immer gehemmt gewesen. Den Schutz des Waldes hat er aber nicht gehabt, sondern bekam von der Südseite auch bei Frost immer volle Sonne.
Das hat sich über die Jahre aufsummiert und in den letzten Jahren war dann nahezu Wachstumsstillstand (ganz enge Ringe). Ich glaube, ein Rückschnitt hätte nichts gebracht. So gesehen führte an der Fällung wohl wirklich kein Weg vorbei. Sicher war und ist sicher.
Verspätet kommentierende Grüße,
Frank