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Parc du Cours in Épinal (Vosges)

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xandru:


Im Parc du Cours an der Mosel stehen einige Exoten herum, leider sind sie zum größeren Teil nicht beschriftet. Von Nord nach Süd finden sich dort die folgenden vier Bergmammutbäume:
* EU-ID 3809,
* EU-ID 3810,
* EU-ID 3811 und
* EU-ID 3812.Aufgrund der schlechten Luftbilder sind die Koordinaten nicht unbedingt baumgenau. Dafür sind die Bilder vom Donnerstag durch und durch sonnig.

Sonnige Grüße,
Wolfgang

xandru:
Hallo nochmal,

Hier kommen drei Bilder des südlichsten Mammutbaums. Leider weiß ich nicht mehr genau, wo er stand, zumal das Netz der Wege auf den Luftbildern von Google Maps nicht so gut zu erkennen ist. Unweit stand auf jeden Fall ein kleines Exemplar von Nothofagus (wahrscheinlich antarctica).

xandru:


Offenbar ist man dabei, diesen Stadtgarten zu einem Arboretum auszubauen. Es gab ein frisch gepflanztes Exemplar von Ginkgo biloba sowie zwei junge Cercidiphyllum japonicum.

An Bäumen der US-China-Connection habe ich mehrere Liriodendron gesehen (nur L. tulipifera, nicht L. chinense) sowie eine Gruppe von Magnolia (beschriftet als M. × soulangeana). Etwas vermisst habe ich aus dieser Gruppe allerdings die Gattungen Sequoia und Metasequoia.

Unweit von Nothofagus stand eine weitere Gondwana-Pflanze: eine Araucaria araucana. Natürlich würde ich solch ein Gewächs hier nicht vorstellen, wenn es mir nicht zugleich erlaubte, die klimatische Frage zu stellen: Wenn eine Araukarie wächst, passt dann das Klima auch für den Küstenmammutbaum? Wenn eine Araukarie diese Ausmaße erreicht, ist dann das Klima bereits atlantischer als in Württemberg? Will sagen: Sind in Lothringen in vergleichbarer Höhenlage mehr Redwoods zu erwarten als in Süddeutschland?

Vergleichende Grüße,
Wolfgang

Waldläufer:
Hallo Wolfgang,
wenn irgenwo Araucarien rumstehen ist dies sicherlich ein deutlicher Zeiger für eine wintermilde Lage. Vermute aber daß Auraucarien sogar etwas härter sind als
Redwoods. Benötigen auch nicht so hohe Luftfeuchtigkeit.
Die Vogesen und der westliche Schwarzwald sind bereits atlantisch getönt. In Epinal fallen immerhin 875mm Niederschlag im Jahr recht gleichmäßig verteilt.
Die Höhenlage liegt bei ca. 330m ü.NN. Die Spanne der durchschn. mitttleren Januartemperatur liegt von +3,3°C bis -1,9°C. In Unterensingen also Süddeutschland,
liegt die Spanne bei gleicher Höhenlage bei +3,2°C bis -2,5°C also etwas kälter. Dies ist durch die westlichere atlantischere Lage von Epinal bedingt.
Glaube aber nicht daß man in dieser noch wackligen Klimazone nennenswert Redwoods findet. Du könntest ja, daß mal ein Anfang gemacht, ist dem Stadtpark ein
Exemplar spenden in Erinnerung an dein erstes Leben vor dem Mammutbaum.
                                                     VG                 Bernt

xandru:
Hallo Bernt,


--- Zitat ---In Epinal fallen immerhin 875mm Niederschlag im Jahr recht gleichmäßig verteilt.
--- Ende Zitat ---
Ähnliche Zahlen habe ich auch gesehen. Der Niederschlag in der Nähe des Hauptkamms der Vogesen dürfte aber gegen 1600 mm gehen; auf dem Ballon d’Alsace sind es 2000 mm.

Von der Ebene (Charmes) mit 1000 mm steigt die Niederschlagsmenge die Mosel aufwärts rapide an; eine Quelle (Seite 6) gibt bereits für Golbey 1080 mm an und für Remiremont 1500 mm. So komme ich für den Süden von Epinal auf Werte näher bei 1200 Millimetern.


--- Zitat ---dem Stadtpark ein Exemplar spenden in Erinnerung an dein erstes Leben vor dem Mammutbaum
--- Ende Zitat ---
:)

Immerhin habe ich einem interessierten Lehrer vorgeschlagen, dass eine Klasse als Projekt den Bestand des Parks fotografieren und kartografieren könnte.

Niederschlagende und vorschlagende Grüße,
Wolfgang

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