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Forstliche Anbauten bei Schloß Eberstein

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Waldläufer:
Hallo,
wer von Schloß Eberstein oberhalb von Gernsbach im Schwarzwald auf der K 3701 Richtung Baden-Baden fährt sieht einige
interessante forstliche Anbauversuche. Die ältesten dürften fast 50 Jahre alt sein.
Einige Arten wie insbesondere Tsuga heterophylla oder auch Abies nobilis sind inzwischen bis auf kleine Reste ausgefallen.
Insbesondere Tsuga ist hochempfindlich gegen Trockenheit und kann sich an den steinigen Abhängen nicht halten.
Daher stehen die Reste an feuchten Rinnen.
Desweiteren wurden Küstentannen und Nordmannstannen sowie sogar die japanische Sicheltanne angebaut.
Letztere hat sich sogar weitgehend gehalten hat jedoch nur vergleichsweise geringe Dimensionen erreicht.
Auch Bergmammutbäume wurden gepflanzt mit jedoch gemischtem Erfolg aufgrund der steinigen Böden und des Konkurrenzdruckes.
Zuletzt entdeckte ich sogar einen kleinen Bestand mit Küstenmammutbäumen.

Im ersten Bild steht in der Mitte eine eher schwachwüchsige Abies nobilis neben Küstentannen.

Waldläufer:
Tsuga in der Mitte

Waldläufer:
Die Küstentannen haben sich noch recht gut gehalten. Ihre Ausfallrate ist hier aber deutlich höher als
die der hier heimischen Weißtanne. Auch die Wuchsüberlegenheit der Küstentanne ist wohl in dieser Lage nicht ausgeprägt.
Die vorgestellten Bestände stocken an einem langgezogenen westlich orientierten teils sehr steilen Hang auf Buntsandsteinboden.

Neben einzelnen Gebirgsmammutbäumen sind auch kleinere Trupps eingestreut.
Im nächsten Bild mit wohl Abies nordmanniana gemischt.
Man sieht aber, daß sich die Bm aufgrund der Bodenverhältnisse schwertun.

Waldläufer:
Ähem, ein Exemplar mit besonders schönem Botryospheria Befall sollte eigentlich
ein Kanditat für den Kalender sein.

Waldläufer:
Zum Schluß der für mich natürlich interessanteste Bestand aus jüngeren Küstenmammutbäumen.
Das Pflanzjahr dürfte bei 1995 liegen. War ursprünglich eine Waldwiese. Gelegen auf 385m ü. NN.
in einer feuchten Hangkehre. Der kleine Bestand wird randseits von einem kleinen Bach durchflossen.
Als passender Nachbar hat sich Springkraut an den lichten Stellen angesamt.
Klimatisch ist die Lage wohl günstig. Gegenüber den kaldenkirchen Redwoods an der Merkurtalstation bei Baden-Baden
ist das durchschn. Januartief um 1°C höher bei 0°C. Das ist vergleichbar mit Köln.
Auch die jährlichen Niederschläge sind mit 985mm sehr günstig.

Markiert wird der Standort an der Straße von einem markanten mittelalten Gebirgsmammutbaum in Begleitung einer schönen
Hemlocktanne.

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