Mammutbäume (öffentlicher Bereich) > Kinderstube
Costa, Lenin und Mao
Tom E:
Schönen Abend,
ich war mal wieder böse. Nein, eigentlich war mir langweilig und ich hatte keine Lust auf diese langwierige Entscheidungsfindung, also wurde etwas nachgeholfen.
Jetzt kann das Jahr endlich beginnen und die letzten drei Tage waren mit etwas über 7cm Zuwachs endlich so, wie sie seit 2014 immer hätten sein sollen. Gesamt sind es jetzt etwa 53cm nach ernsthaftem Start und damit etwa zwei Tage hinter dem Ergebnis von 2014 zum 1. August. Mit den 2m wird es zwar wegen der wieder verlorenen Zeit im Frühsommer nichts werden, aber zumindest das 1,5m Ziel ist erreichbar. Mal sehen wohin die Reise geht, wenn schon die anderen Mammutbaumarten mehr oder weniger enttäuschen, wenigstens Costa fühlt sich wohl.
Das Fichtlein hat den nächsten Gang gefunden und wächst aktuell wieder in die Höhe. Nach etwas Pause sind es jetzt über 90cm in diesem Jahr, der Meter wird wohl auf jeden Fall wieder fallen. Die schlechtwüchsigen Kiefern mit ihren 11-12m Höhe werden inzwischen vom weit jüngeren Ahorn fast überragt, ich kann die Spitze jetzt vom Balkon aus sehen. Bei der Fichte wird es noch 2-3 Jahre länger dauern.
Edit sagt, in einem alten Buch von 1911 steht, dass Forstbeamte Ausnahmen beobachtet hätten, welche bis 150cm im Jahr gewachsen wären. Mit den 120cm im letzten Jahr hat also noch etwas gefehlt und es ist Luft nach oben. ::)
Editzwei erwähnte noch, dass sich die "Firewall" bereits zersetzt. Zumindest der oberirdische Teil zerbröselt und fällt auseinander, daher wird eine mögliche Schutzwirkung schon bald nicht mehr vorhanden sein, womöglich schon jetzt nicht mehr. Macht kaum drei Jahre für das Drehgeflecht, was bei einem langsam wachsendem Baum keine besonders lange Zeit darstellt.
Gruß
Tom
Tuff:
Ich habe das schon komplett vergessen ... gabs da einen Drahtkorb ?
Der muss unterirdisch nicht automatisch genauso schnell zerfallen. Es handels sich ja um einen Oxidationsprozess ("Rost") der neben Wasser auch Sauerstoff benötigt. Dann kann das im Boden ein paar Jahre länger brauchen, je nachdem.
Ich bin generell gegen die Verwendung von Drahtkörben. Nie schaut jemand nach 5 oder 7 Jahren nach, ob nicht doch Draht in Wurzeln eingewachsen ist - logisch, man gräbt ja den Baum nicht wieder aus. Bei kurzlebigen Intensivplantagen (wo das Verfahren üblich ist) ist es auch eher egal, diese kleinen, hochproduktiven Bäumchen werden sowieso alle paar Jahre ausgetauscht. Solange das aber für langlebige Bäume nicht abgesichert ist, werde ich keine Drahtkörbe verwenden.
Tom E:
Wenn man den alten Bildern glauben darf, ja doch, es gab einen. 8) Selbst wenn der Drahtkorb für die Ewigkeit wäre, lieber ein eingewachsener Draht als abgefressene Wurzeln.... dem Baum ist das vermutlich auch lieber. Ausgegraben habe ich nichts, allerdings ist der Boden gewiss gut durchlüftet, weshalb ich davon ausgehe, dass der Draht unterirdisch nochmals besser verrostet als an der Oberfläche mit weniger konstanter Feuchte. Wenn 100% deiner angepflanzten BM praktisch ohne Wurzeln vor dir gelegen hätten wie dieses Bäumchen vor mir, würdest du vielleicht anders über Drahtkörbe und deren Einsatz denken. ;) Dein Waldstück 100% Wühlmausfrei zu halten würde sich evtl. auch schwierig gestalten.
Das mit dem nicht wieder ausgraben ist hier so eine Sache, womöglich passiert es doch. ::) Man bedenke, Küsti in Whz 6b. Wobei der Schnitt der letzten fünf Winter bei nur -14,8°C lag, was lediglich 7b entspricht. Wenn ich mich zurückerinnere an die Anfänge... einpacken, Kerzen, etc., das waren noch Zeiten. Heute warte ich auf die echte Härteprobe, wenn sie denn jemals kommen sollte. Aber wer weiß, wenn es passiert, könnte ich nach den Drähten schauen.
Heute zwar ohne Schorsch, aber der Knubbel wächst und wird auch höher. Stammansatz und Knubbel berühren sich inzwischen. Womöglich wächst dieses Teil aus einer der noch vorhandenen abgefressenen Wurzeln, sonst wüsste ich nicht woher es kommen sollte.
Gruß
Tom
Tuff:
Hallo Tom!
Wenn 100% deiner angepflanzten BM praktisch ohne Wurzeln vor dir gelegen hätten wie dieses Bäumchen vor mir, würdest du vielleicht anders über Drahtkörbe und deren Einsatz denken.
Kann schon sein. Aber ich habe ja Wühlmäuse in der Fläche und hatte frühe auch Ausfälle. Mein 'Mauskragen' scheint aber auszureichen, sie fernzuhalten, jedenfalls hatte seitdem (ca. 8 Jahre) keiner mehr ein sichtbares Problem - immerhin 8 BM der 2. und 3. Generation.
Der Kragen bleibt 5 - 7 Jahre am Baum.
Vielleicht ist es aber ein KM-spezifisches Problem.
Meiner im Garten hat jedenfalls auch einen Mauskragen, und keine Probleme. Und dort gibts jede Menge Wühlmäuse.
Es könnte auch eine Frage der 'Alternativen' sein. Wenn es zB. viele Sämlinge und Jungbäume anderer Arten gibt, die ebenfalls 'lecker' sind.
Das mit dem nicht wieder ausgraben ist hier so eine Sache, womöglich passiert es doch.
Du meinst wenn dein Costa mal das Zeitliche segnet ? Ich kann mir das in dem Alter nicht mehr vorstellen. (Außer in einer extremen Dürre.)
Apropos Schorsch. Ich finde das eine gute Idee, so hat man über die Jahre auf Fotos einen Größenvergleich. Vielleicht verwende ich auch mal sowas ?
Tom E:
Schönes Wochenende miteinander,
irgendwie kann ich mir kaum vorstellen, dass ein Mauskragen die Wurzeln vor diesen gemeinen Nagern schützen soll. Probleme mit Fraß über der Oberfläche hatte ich noch mit keinem Baum. Aber egal, ich hoffe einfach, dass das Schlimmste überstanden ist und nur noch eine rosige Zukunft folgt. 8)
Hoffentlich entwickelt sich unser Land nicht zu einer Wüste, aber mir kommen KM noch etwas widerstandsfähiger vor als BM, wenn es um Trockenheit geht. Womöglich passiert nichts davon, wegen extreme Dürre noch extreme Kälte. Damit hätte ich absolut kein Problem.
Die Legomenschen sind immerhin genormt. Schade finde ich, dass diese neueren/modernen Figuren größer sind als die alten Exemplare die es schon vor mir und während meiner Kindheit gegeben hat. Mit ihnen wirken die kleinen Bäumchen immerhin schon einigermaßen groß. ::)
Jetzt mal zum eigentlich Grund des Beitrags, es ist wieder ein Monat vorbei. Costa wächst, Lenin hört langsam auf und über Mao braucht man nicht reden.
Costa hat die 6m Marke leider verfehlt... da ich noch keine extralange Messlatte besitze/gebaut habe, habe ich die Messlatte am Baum aufstellt und habe dann mit dem Meterstab von der großen Leiter gemessen. Herausgekommen sind 5,97m, aufgrund der nicht ganz verlässlichen letzten Messung kann ich kein genaues Wachstum angeben, gehe aber von etwa 50cm im letzten Monat aus.
Das Leninchen schwächelt leider etwas, die Spitze fällt wieder zurück. Nach wenig berauschenden 22cm im Juni folgen noch weniger berauschende 15cm im Juli. Im August kann es nur noch schlechter werden, wie jedes Jahr. +/-50cm, mehr darf ich bei dem Bäumchen an dem Standort wohl nicht erwarten. Von Metertrieben träume ich schon lange nicht mehr. 4,05m die aktuelle Höhe.
Aktuell Bilder mache ich die Tage bei schönerem Wetter.
Gruß
Tom
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