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Costa, Lenin und Mao

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Tom E:
Das ist sie auf jeden Fall, ihr Wachstum verfolge ich die letzten Jahre ebenfalls und ich wäre froh, wenn ein Mammutbäumchen so gut wachsen würde. Hier hatte ich mal eines der ältesten Bilder von ihr hochgeladen. Damals (2012) noch kleiner als 1,5m, mit defektem Leittrieb. 2015 waren es schließlich 3,91m und heute sind es stolze 7,2m. Wenn man jetzt bedenkt, dass die Kiefern gleich nebenan in 30 Jahren kaum mehr als 10m geschaft haben?  :o Ich vermute aber, dass das mit der Entwässerung zusammenhängt, auch die Berg-Ahörnchen sind hier in der Lage 2m im Jahr zu wachsen. Wohin die Reise langfristig geht? Ich bin gespannt.

Ich habe mal spaßhalber die Werte in ein Diagramm von Bernt eingetragen, welches wohl eine Bestandeshöhenkurve darstellt aus mir unbekannter Quelle. Das echte KMchen hätte das Fichtlein, welches gerne ein KMchen wäre, wohl überholt, wären die letzten Jahre nicht so schrecklich traurig gewesen.

Nachdem was ich finde, handelt es sich bei Berni wohl um sandigen Lehm, das ist eine andere Welt von Boden und sicherlich in absolut keiner Weiße vergleichbar. Weder in seinem Gefüge, noch bei der Nährstoffbereitstellung. Ein Sonderstandort, der womöglich nicht für Bergmammutbäume gemacht ist. Aber vielleicht ändert sich über die Jahre noch etwas und sie finden was sie brauchen.  ;) Nur bei einem bin ich mir relativ sicher, Stickstoff ist nicht die limitierende Größe.

So wird es sein, vielleicht sollte ich ihn wirklich umpflanzen, damit er endlich wächst. Ich wollte eigentlich seit einiger Zeit einen kleinen Teich buddeln, in diesem Zug könnte er dorthin umziehen.

Gruß
Tom

Tuff:
Schöne Grafik. Aber den eigentlichen Unterschied sieht man nicht: Die Kurve wird für unsere einheimischen Koniferen ab circa 50-70 Jahren wieder deutlich flacher; für Bergmammutbäume in Kalifornien jedoch erst wesentlich später (200-400 Jahre).
Aber, mal abwarten ob sich das in unserem Klima nicht auch relativiert.

Hat das Mega-Fichtlein keinen Namen ?

Tuff:
Hi Tom,

Ich habe gerade zufällig diese Knubbel-Bilder gefunden ... die Wurzel dort scheint hoch anzusetzen und anfangs irgendwie krumm gewachsen sein. Vielleicht war sie an der Stelle (zB. durch Topf oder Pflanzung) verknickt ? Dann hat sich anscheinend so eine Art Astkragen um die Wurzel gebildet. Normalerweise würde so eine Wurzel von Anfang an runder und dicker wachsen und einen normalen Wurzelanlauf ausbilden. Hier scheint jedenfalls eine Störung vorzuliegen - aller Wahscheinlichkeit nicht gravierend.

Schlimmstenfalls wäre die Ursache eine Wundstelle (klassischerweise zB. durch Motorsensen verursacht, aber bestimmt nicht bei Dir) und der Knubbel bildet sich als Abwehrreaktion weil Bakterien eindringen. Dann besteht die Gefahr einer Faulstelle, die u.U. über die Jahrzehnte fortschreitet. Dazu müsste aber schon grobe Fahrlässigkeit vorliegen.

Tom E:
Ob die Bäume bei uns länger in die Höhe wachsen? Ich glaube bisher eher nicht daran, bzw. nur auf besonderen Standorten. Die meisten unserer Freiflächenbäume werden wohl nie weit über 40m kommen, auch wenn es wieder die Einzelfälle gibt, welche an oder über 50m erreichen. Mich würde interessieren, was unsere Rekordhalter in der letzten Zeit angestellt haben, an iheren Spitzen.

Das Fichtlein hat keinen Namen.  ::)

Am Lenin-Stamm war das wohl mehr oder weniger der Anfang der Spannrückigkeit. Durch evtl. Wurzelanläufe und Äste beginnt er schon in den jungen Jahren damit seine Rinde einzuwachsen. Vorbei mit der Wertholzproduktion.  ;D Ein echter Knubbel hat sich seither daraus leider nicht gebildet.

Gruß
Tom

Tuff:
Es wird wohl so sein, daß in Deutschland nicht dieselben Wuchskurven erreicht werden wie in Nordwest-Amerika. Aber es gibt auch eine genetische Komponente: Unser Baumarten sind einfach nicht darauf 'programmiert', so lange zuzuwachsen. Evolutionär bedingt, hat sich das früher (nach den Einzeiten) einfach nicht gelohnt - und es fand eine Seletion nach Klima-Härte, nicht nach maximaler Wuchskraft statt. Profan gesagt, haben die 'Duckmäuser' unter den harten nacheiszeitlichen Bedingungen (Trockenheit, Kälte) besser überlebt.
Heute wäre wahrscheinlich mehr möglich - aber die Genetik ändert sich nicht so schnell, wie derzeit das Klima. Das Höhenwachstum unserer Koniferen kulminiert i.d.R. im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Viele nordamerikanische Baumarten beginnen in diesem Alter oft erst so richtig loszulegen. Sie kommen in der Hinsicht völlig unbelastet zu uns.

Bei Höhen um 50m wird es mit unserer vergleichweise schwachen Versorgung mit Sonnenlicht und Wasser bei ihnen dann auch eng; aber sie versuchen jedenfall einfach mal unbekümmert weiterzuwachsen. Dann vertrocknen oder erfrieren die Wipfeltriebe vielleicht beinahe jedes Jahr; aber nach und nach kommen doch noch ein paar Meter zusammen.

In British Columbia wachsen die Thujen bis ins Alter von 250 Jahren noch kräftig in der Höhe zu. Bei uns könnten sie wohl auch höher zu werden als einheimische  Baumartem (wir reden hier von Bestandeswerten, nicht von einzelnen Sonderexemplaren) - es ist aber einfach noch zu früh hierüber etwas auszusagen.

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