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Schneewittchen und die sechs Zwerge im Gebiet von Urbach (Rems)

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heiquo:
Amüsant zu lesen :D

Tolle Entdeckung, sowas such ich ja auch noch hier in Waldhessen. Mal schauen, werde weiter die Augen offen halten, die MTB-Saison beginnt ja erst ;)

xandru:


Nach etwa zwei Kilometern Wanderung war es so weit. Wir sind im Waldgebiet Rohrberg. Vor uns taucht eine Hütte im Wald auf. Nein, das ist jetzt nicht die Hexe. Vielmehr ist es ein kleiner Forststützpunkt mit einem Wieschen. Und nördlich der Wiese erscheinen – trübe wie es ist – die finsteren Umrisse eines Mammutbaums von geschätzten 25 bis 28 Metern Höhe. Also gibt es doch eine ID 14740 :)

Auf dem Wieschen stehen verdorrte Sonnenblumen sowie ein hochgeschossenes Kraut – wohl ein Rosenkohldschungel. Drum herum baummäßig gesehen keine weiteren Kostbarkeiten. Gut: Tulpenbäume und Thujen, aber kein UM und kein KM.

Wie alt kann der Baum sein? Ich würde ihm 1930 oder 1940 geben.

TaunusBonsai:
Moin ihr Märchentanten und -onkels,

ein schöner Fund und mit 'ner witzischen Story gut präsentiert.
Gerade bei dem letzten Bild sieht man der Stammbiegung an, dass der Baum eine ganze Zeit lang mit der Konkurrenz zu kämpfen hatte, um ans Sonnenlicht zu gelangen. Es hat sich aber für ihn gelohnt, ist ein prächtiger kapitaler Bursche!
Die Alterschätzung könnte passen. Je nach den Standortbedingungen könnte der auch auch aus den 1950ern stammen.

märschenhafter Gruß aus'm Taunus von Prinz Charming vom Ralf

xandru:


Hier also das Objekt meiner Begierde. La belle au bois dormant. Also Dornwittchen. Oder so.

IseGrimmige Grüße,
Wolfgang

PS: Ich hab mich mal schlau gemacht. Das mit dem Quaken werd’ ich mir wohl besser nochmal überlegen ;)

xandru:
Hallo Ralf,


--- Zitat ---Stammbiegung
--- Ende Zitat ---
Ich halte das für Spuren eines Kronenschadens. Erstens ist es ein ganz klarer Versatz (Seitentrieb übernimmt Leitwolf-Rolle). Zweitens entspricht dem auch die Einbuchtung in der Silhouette.


--- Zitat ---könnte der auch auch aus den 1950ern stammen.
--- Ende Zitat ---
Die Standortbedingungen sind optimal. Wir sind zwar auf 416 Höhenmetern und nicht wie sonst im Schwäbischen Wald üblich auf 500 Metern. Wer die Strecke kennt, weiß, dass es von Eselshalden nach Breitenfürst nochmals deutlich ansteigt.

Dieser Höhenrücken (parallel zum genannten Grat mit der Straße drauf) ist also eine Art Vorgebirge, eine niedrigere Schicht in der Schichtstufenlandschaft. Doch wenn der Rohrberg der Verwitterung trotzen konnte, hat er eben auch eine härtere Gesteinsschicht obenauf. Das heißt: Oben eine Ebene mit Sau-Suhlen und reichlich Lilien (für Farne und Schachtelhalme ist es die falsche Jahreszeit). Unterhalb eines solchen Plateaus ist normalerweise der Quellhorizont: ein optimaler Standort! An die Möglichkeit der (frühen) Fünfziger habe ich auch gedacht.

Bestätigende Grüße,
Wolfgang

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