Mammutbäume (öffentlicher Bereich) > Mammutbäume melden
Viele Mammutbäume in Weener an der Ems
liluz:
Hallo Mammutbaumfreunde,
aus Weener / Niedersachsen erreichte mich per Email der Hilferuf, dass (mindestens) vier alte Mammutbäume in Gefahr sind. Diese stehen einer neuen Bausiedlung im Weg. Die Arbeiten sollen schon begonnen haben.
Die Bäume wurden vor mehr als 100 Jahren (?) in der ehemaligen Baumschule Hesse gepflanzt.
Kennt jemand diese Bäume? Lässt sich etwas über die Geschichte der Baumschule ausgraben? Könnte jemand noch ein Fotos der Bäume schiessen, so dass wir das Alter annähernd bestimmen könnten?
Ich weiss nicht, ob es bereits zu spät ist, aber kann man hier einen Aufschub erreichen?
Vielen Dank für Eure Mithilfe,
Lutz
P.S.: Lieber Bernhard, ich las gerade Deinen Beitrag aus Eschwege und fand dort überraschend einen Hinweis auf die Baumschule Hesse. Weisst Du mehr darüber? Wo fandest Du diese Informationen? ( http://www.mbreg.de/forum/index.php?topic=567.msg1780#msg1780 )
--- Zitat ---Dann gibt es schlanke,gradschäftige und schmale Kronen.Diese wiederum stammen alle von der Baumschule Hesse
in Weener an der Ems,der eigentlichen Wiege der Chinesischen Rothölzer in Mitteleuropa,aus den frühen 50ern.
--- Ende Zitat ---
P.S. 2: Bekam gerade von Sabine eine interessante Ergänzung zur Geschichte der Baumschule Hesse sowie Fotos der Bergm- und Urweltmammutbäume - leider stehen diese inzw. mitten auf der Baustelle.
--- Zitat ---Hier noch Infos über die Baumschule.
Gegründet 1852 von Albrecht Hesse, Sohn vom Kaufmann Conrad Hesse. Im Jahre 1920 verkaufte Hesse die Baumschule an seine 5 Neffen. Die Leitung übernahm Otto Lycken, als rechte Hand des Chefs wirkte Evert Huismann 63 Jahre im Betrieb. Die wirtschaftliche Situation nach den 2 Weltkriegen und den Verlust eines umfangreichen Absatzgebietes, schließlich der Eingriff durch die Besatzungsmacht hatten die Baumschulen an den Rand des Ruins gebracht. In dieser Notlage erwuchs der Unternehmer Theodor Berner 1951 als ein verantwortungsbewusster Leiter. Er war zuvor in den bekannten Baumschulen Späth in Berlin in leitender Stellung tätig. Später kam noch Wolfgang Cölln hinzu ,der seinen ganzen Einfluss geltend machte. 1985 stieg Thilo von Cölln in das Unternehmen mit ein.
--- Ende Zitat ---
liluz:
Und hier noch eine (fast unglaubliche) Ergänzung von Sabine aus Weener - zum Thema Urweltmammutbäume ...
Herzlichen Dank!
vg - Lutz
Bernhard:
--- Zitat von: liluz am 05-April-2007, 10:01 ---P.S.: Lieber Bernhard, ich las gerade Deinen Beitrag aus Eschwege und fand dort überraschend einen Hinweis auf die Baumschule Hesse. Weisst Du mehr darüber? Wo fandest Du diese Informationen?
--- Zitat ---
Lieber Lutz!
Über die Baumschule Hesse in Weener habe ich schon viel gelesen,u.a. im Buch von K.H. Harnisch,der über Gartenbau
geschrieben hat.Daß es dort die ersten UM in Europa gab, las ich vor Jahren sogar in einer Illustrierten,Stern oder so,
ich weiß es nicht mehr. Jedenfalls hatten mich diese Informationen derart begeistert,daß sich der Name Hesse in Weener
in meinen Gedächtnis festgesetzt hat.
Hätte ich geahnt,wie interessant dieses Thema einmal werden würde,hätte ich die Unterlagen behalten.
Ich habe heute erst Deine Anfrage(Zitat) gelesen,sonst hätte ich früher geantwortet!
Sorry
Dein Liluz-fan
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Joachim Maier:
Hallo Kollegen,
es klingt vielleicht etwas paradox, aber vielleicht hat ja die Stadtverwaltung Informationen, oder weiß, wo diese zu erfragen sind.
Ich denke da müsste sich aufgrund der Situation doch zumindest ein Aufschub erwirken lassen, bis das genaue Alter geklärt ist.
Ich hoffe es jedenfalls.
Vielleicht läßt sich ja im Internet etwas finden!
Unter anderem habe ich folgenden Link gefunden:
http://exoten.dyndns.org/cgi-bin/archiv.cgi?function=2&index=0CC589EC98A741F2
Viel Erfolg!
Joachim
Mick Rodella:
Hallo Lutz und Mitstreiter,
Es wäre ja schön, genaueres über den Standort der tollen Bäume (Straße? Bauunternehmer?) zu erfahren, damit man mal eine Nachfrage anstellen könnte. Könnte Sabine da Infos liefern?
Vielleicht sind die Bäume ja sogar in das geplante Projekt integriert? So was wäre gar nicht mal so abwegig und immer eine schöne Aufgabe für Architekten. Ich habe schon öfter gesehen, dass alte Mammutbäume und Zedern innerhalb von Neubaukomplexen stehen.
Lieber Lutz, das Urwelt-Wäldchen ist in der Tat bemerkenswert (200 Bäume)!
in bester Hoffnung,
Michael
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
Zur normalen Ansicht wechseln