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Küsten und Bergmammutansammlungen im Wald bei Unterensingen
Waldläufer:
Hallo,
ich bin mir jetzt nicht ganz sicher ob der Kartenausschnitt des Six River N.P. kommt.
Falls ja sieht man daß er sich landeinwärts in einem langen Streifen hinter dem Redwood N.P. im Inland erstreckt. Dieser erstreckt sich etwa entlang dem Highway101.
Ein sehr großes Gebiet umfaßt der Six River N.P., wobei eine genaurere Standortangabe der Saatgutquelle durchaus wichtig wäre.
VG Bernt
http://www.google.de/imgres?imgurl=http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/83/Six_Riversmap.jpg/188px-Six_Riversmap.jpg&imgrefurl=http://en.wikipedia.org/wiki/Six_Rivers_National_Forest&h=355&w=188&sz=19&tbnid=Mr2MqHO_XqmSAM:&tbnh=90&tbnw=48&prev=/search%3Fq%3Dsix%2Brivers%2Bnational%2Bforest%26tbm%3Disch%26tbo%3Du&zoom=1&q=six+rivers+national+forest&usg=__J6jCbG_hp3JXioKrNM-ZFUut4l0=&docid=PVX1EZj9eqYrHM&hl=de&sa=X&ei=BE3rT-ykKcmKsgbXx6m9BQ&ved=0CHcQ9QEwBQ&dur=161
Waldläufer:
Hallo,
unten rechts ist die karte.
Hallo Dennis,
mit dieser Frosthärtediskussion wird immer suggeriert es gäbe einen wirklich frostharten Redwood. Auch die gelobten Selektionen erleiden Frostschäden abhängig davon in welcher Gegend sie angepflanzt werden bzw. wie die Umweltfaktoren am Standort sind. In den mildesten Regionen Dt. z.B. am Niederrhein und an der holländischen Grenze werden selbst Durchschnittstypen gut aussehen.
Im Forst kommt es nicht darauf an ob ein Baum 100% frosthart ist, sondern ob er in einem definierten Zeitraum höher ist als andere Konkurrenten.
Das bedeutet auch ein etwas frostanfälligerer Redwood kann der bessere sein sofern er seine Frostschäden durch größere Wüchsigkeit ausgleichen kann.
Das bedeutet aber im Umkehrschluß daß auch zu große Frostschäden nicht auftreten dürfen. Wie ich gehört habe sind bei den Kaldenkirchen Redwoods bis 3 klone im Umlauf. Ich schätze daß der winterhärteste dieser evtl. bezüglich Winterhärte hier vorne liegt. Unter den Klimabedingungen von Unterensingen scheint aber z.B. ein
Klon von Jededia Smith in der Höhenentwicklung dennoch überlegen. Die kalte Sophie mag etwas mehr Blattschäden erleiden ist jedoch im Gipfeltrieb ähnlich hart.
An anderen Orten mögen jedoch andere Erfahrungen zu machen sein. Wobei jeder Winter seine spezifischen Schäden auch bei den diversen Klonen hinterläßt.
VG Bernt
sequoiaundco:
Hallo Denniz, hallo Bernt,
für mich ist das alles Stochern im Nebel. Und unter den Blinden ist der Einäugige König. Zu letzteren gehörten sicher die Martins. Auch wenn ihre Arbeit sicher nicht wissenschaftlichen Kriterien genügte, hat sie große Vorteile gegenüber allen anderen (präzise Herkunftsangabe, Selektion aus großer Jungpflanzenzahl, Beobachtung und Dokumentation des Wachstumsverhaltens in verschiedenen Regionen und Standorten). Das ist das Reizvolle an dieser Selektion. Auch hat sie sich in milderen Gegenden durchaus bewährt, besonders in der leicht bläulichen Variante (z.B. MG, BN u.a.). Leider gibt es auch hier schon nach einer Generation Dokumentationslücken (Standortkartierung Sequoiafarm, Burgholz). Auch sollten wir uns darüber klar sein, dass jeder lieber über Erfolge berichtet und gerne Positivlisten erstellt, Rückschläge und Abgänge aber bevorzugt verdrängt.
Die anderen Aussaaten und Anpflanzungen, die ich kenne, sind noch mehr auf Versuch und Irrtum ausgerichtet. Es gibt keine präzisen bzw. vertrauenswürdigen Herkunftsangaben; bei hier gesammeltem Saatgut ist die Gefahr der Selbstbestäubung groß (Einzelbäume bzw. identische Klone); nur geringe Pflanzenmengen sind Selektionsgrundlage; es gibt keine Kontrollgruppen an verschiedenen Standorten usw.. Aber auch so werden sich an einigen Standorten wahrscheinlich einzelne Plusbäume herauskristallisieren - jeder hat ja so seine Favoriten, - die es irgendwann einmal zu vergleichen gilt und die dann nach strenger Auswahl in einer Samenplantage zusammengefasst werden könnten. Dann werden nach all den Jahren der Klonwirtschaft sicherlich genetische Analysen nötig sein (wie jetzt schon in Burgholz), um eine ausreichende genetische Variationsbreite zu gewährleisten. Das ist Zukunftsmusik, die z. B. der Mammutbaumverein in frühestens 20 Jahren komponieren kann.
Mit zukunftsgewandtem Gruß chris (Sequoiaundco)
denniz:
Hallo Bernt,
Danke für diesen wirklich interessanten Aspekt in der Frosthärte-Diskussion!
Das hat mich weitergebracht, wie auch die vielen Informationen auf deiner Website.
Du hast die meisten KMs ja in Kleingruppen oder als Solitär zwischen andere Baumarten gesetzt.
Im Burgholz wurde das stellenweise auch so gemacht, der Großteil wurde aber als Reinbestand gepflanzt.
Ab einer Höhe von 30m wird das interessant, weil sich die Redwoods gegenseitig schützen im Gegensatz zum
Solitärstand. Ich habe im Burgholz im März viele umherliegende abgerissene Spitzen bemerkt,
Wind und Frost sind ab einer solchen Höhe ( Burgholz mehr als 30m ) wesentlich gefährlicher für die Redwoods,
was für mich ein deutliches Argument für einen Reinbestand ist. Natürlich werden die bei uns niemals 100m erreichen,
Oberhöhen von 40 oder 50m sind allerdings eine Seltenheit im deutschen Forst, und die halte ich für durchaus
möglich bei den Sequoias.
Über diesen Aspekt zerbreche ich mir schon länger den Kopf, denn die Reinbestände die ich bisher besucht
habe waren im Unterholz zu 100% tot, ähnlich wie bei Fichte.
@ Chris: Ich hatte die Idee bei einer Gruppenpflanzung möglichst verschiedene Herkünfte zusammenzuwürfeln,
um den bereits eingegrenzten Genpool auf das Maximum zu erweitern. Damit würde sich zumindest die Chance einer
stabilen Population ergeben, theoretisch gedacht.
schöne Grüsse an die Instrumentenbauer der Zukunftsmusiker ;)
Denniz
sequoiaundco:
Hallo Bernt,
die meisten Inhalte deiner informativen Homepage kann ich voll unterstreichen. Gestolpert bin ich bei genauerem Lesen gerade über folgendes:
--- Zitat ---Wie ich bereits in meiner Homepage schrieb sollte man nicht unbedingt zu isolierte Randvorkommen als Saatquelle benutzen.
--- Ende Zitat ---
Dort fand ich Erläuterungen dazu:
--- Zitat ---Isolierte Randbereiche des natürlchen Vorkommens denen man gern eine Selektion bezüglich diverser Eigenschaften zu unterstellen geneigt ist eignen sich wohl weniger. Sie sind vom Genfluß stärker abgeschnitten und daher genmäßig eingeengter. Größere Randbereiche mit Anschluß an das Hauptvorkommen erscheinen vielversprechender.
--- Ende Zitat ---
Wenn man bedenkt, dass
- einerseits 95 % der ehemaligen Redwoodfläche seit 1850 (forciert seit 1960) eingeschlagen wurde und größtenteils auch umgewandelt wurde, die isolierten Randvorkommen also meist durch menschliche Einflüsse entstanden sind und
- andererseits bei dem erreichbaren Alter von z. T. > 1000 Jahren genetische Veränderungen/Mutationen nur über zig tausende Jahre vorstellbar sind, kann ich das Argument nicht nachvollziehen.
Vielleicht gibt es tatsächlich solche seit urlangen Zeiten isolierte Vorkommen; das ließe sich nur durch Genanalysen feststellen. Es spräche meiner Meinung nach wenig dagegen, sie bei entsprechenden Anpassungen (bes. bzgl. Frosthärte und Trockenheitsresistenz) in Mitteleuropa einzusetzen. Immer noch besser als fortwährende Klonwirtschaft.
durch deine Homepage positiv mutiert chris (sequoiaundco)
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